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Dienstag, 17. Januar 2023

Ein Satz mit X

Jetzt wollte ich ein Foto - extra für Barbara - zeigen, denn als ich die Beispiel-Links für den letzten LED-Kommentar rausgesucht hatte, wurde ich selber bei den Tiffany-Birnen neugierig, da sie nicht aus Plastik sind, sondern aus Glas.

Das war wohl nix.

Denn es wurden die falschen geliefert. Nicht dimmbare. Mit ihnen kann ich nichts anfangen und sie werden morgen zurückgeschickt. Sie sind viel zu hell im ungedimmten Zustand. Aber ansonsten wirklich sehr schön. Da bei Amazon keine Kontaktmöglichkeit zum Händler besteht (dessen Amazon-Seite auch sehr ausgedünnt erscheint; es riecht dort förmlich nach der Resteverwertung eines aufgegebenen China-Shops), wirdꞌs schwierig, einen Ersatz zu bekommen. Ansonsten gibt es diese Lampen nämlich nicht mehr. Weltweit nicht, ich hab's recherchiert. Bestelle ich sie nun nochmal und bekomme wieder die falschen, so müsste ich für jede weitere Rücksendung 3 Kilometer zur Poststation und 3 Kilometer zurück radeln - beim nicht unwahrscheinlichen Fall neuerlicher Fehllieferungen wäre mir das auf Dauer zu sportlich.

Montag, 16. Januar 2023

Punkt

Nach Hause kommen, die Dienstklamotten vom Leibe reißen, Abendtoilette, in Wohlfühlsachen schlüpfen, Haut, Knochen und die Seele auftauen, trocknen, lecker Abendessen "kochen" (dem Backofen nicht dazwischenreden und ihn ruhig machen lassen), währenddessen E-Mails abrufen, viel zu schnell das Mahl verschlingen, müde werden, ins Bettchen schlurfen, der neuen mehr glimmenden als leuchtenden Nachttischlampe ein Lächeln schenken und einschlafen. Das am Abend (heute früh). Jetzt am Morgen (abends laut MEZ) gerade aufgestanden, missgelaunt Teewasser kochen (den Wasserkocher machen lassen), Morgentoilette, Dienstsachen wieder anziehen, Schicht um Schicht, lecker Teechen schlürfen, währenddessen E-Mails abrufen, die Packtasche für die Arbeit füllen, Satellitenbild bei "Wetter online" studieren (das einzig Gute an dieser werbeverseuchten Dummschwätzer-Webseite), nachher die Mäntel und Stiefel anziehen und ab durch den Wind. Das warꞌs dann für heute im Großen und Ganzen. Noch Fragen? Nein? Gut so, bleibt mir mehr Zeit, das Ende dieses Eintrags mit einem innig gemalten Punkt abzuschließen. Währenddessen inwendig an Musik denken, neue Platte auflegen, nicht so trostlos wie die der Freizeit, von der du zuvor gelesen hast, munter und agil, Freude suggerieren, singen (hört gottlob ja keiner), tänzelnde Bewegungen (sieht gottlob ja keiner), die Radfahrt als Training für die Gesundheit verstehen und dir lachend einen Gruß zuwinken: Bis morgen, gehab dich wohl.

Sonntag, 15. Januar 2023

Epochales

Es ging nicht anders; als willensschwacher Mensch habe ich die Episode 8 (von 10) der Serie "1883" nun gesehen und konnte meinen üblen ungeduldigen Charakter nicht davon überzeugen, für die letzten beiden Folgen Tage oder sogar Wochen zu warten: ich schaute mir also diese beiden Episoden im englischsprachigen Original an mit deutschen Untertiteln. Die Untertitel waren eigentlich unnötig, denn es werden kaum mehr als 3 Sätze am Stück gesprochen - Western halt :-) Was könnte ich nun sagen, was ich nicht schon geschrieben habe? Für mich ist es der beste je gedrehte Western überhaupt. Toppt sogar "Lonesome Dove", "True Grit" oder "Der mit dem Wolf tanzt".

Erstaunlich fand ich die erstklassige deutsche Synchronisation, die dem Original unglaublich nah kommt. Es sind beinahe dieselben Stimmen, da haben sie sich richtig Mühe mit der Synchro gegeben. Ist wohl eine Geldfrage und für "1883" wurden, warum auch immer, keine Kosten gescheut.

Trotzdem wird nun auf die deutschsprachigen beiden Episoden noch gewartet, eh ich die Serie am Stück als einen gigantisch langen Western genieße, zumal dann im hochauflösenden Format. Wie ich mich darauf freue! Das sind ziemlich genau 556 Minuten oder 9 ½ Stunden Spielzeit. Mit einem halben Stündchen Pause in der Mitte bedeutet es dann eine erzählte ergreifende Geschichte von satten 10 Stunden. Oper. Filmnacht. Festival. Danach falle ich bestimmt in ein riesiges geistiges Loch, denn auch jetzt, nach den letzten beiden Episoden, kann ich mir nichts anderes ansehen. Es ist so, als wenn du etwas sehr Schmackhaftes gegessen hast, danach kann dich irgendein Surrogat nicht mal mehr zu einem müden Lächeln verlocken.

Hoffentlich wird es nie, nie, nie eine 2. Staffel dieser Serie geben, da die Geschichte einen stimmigen und würdigen Abschuss gefunden hat. Jeder wie auch immer geartete Neuanfang würde eine andere Geschichte bedeuten. Dafür wäre eine weitere Serie in Ordnung, wie sie mit den 2 Spin-offs von "Yellowstone" ja bereits realisiert wurden ("1923" und "6666"). Eine Verlängerung von "1883" würde der Serie ihre Magie rauben - aber man weiß ja, wenn die Amis Dollarzeichen in den Augen sehen, schinden sie den stärksten Gaul zu Tode. 

Erste Messungen

Messungen des Verbrauchs: Es kamen Tätigkeiten im "Home Office" für die Firma dazwischen. Weitermessen werde ich erst in ein paar Tagen können, wenn wieder arbeitsfrei ist. Aber den 4-Watt-Würfel hatte ich da schon gemessen: ohne Dimmer = 4,2 Watt. Ziemlich weit als Schlafbeleuchtung heruntergedimmt = 1 Watt. Alles andere liegt dazwischen, je nach Helligkeit. Also genau wie erwartet.

Nachts, also vorhin, konnte ich endlich auch die 4 Lampen mit den insgesamt 8 LEDs am "Lügendimmer" messen. Wie gesagt, bei 32 Watt theoretischer Gesamtleistung im ungedimmten Zustand werden 29 Watt gemessen. So weit heruntergedimmt, wie ich es haben möchte (individueller Gemütlichkeitsfaktor) = 7 Watt. Immerhin, da kann man nicht meckern; nur 7 Watt Stromverbrauch für noch deutlich aber gemütlich-helle 8 LEDs in 4 Lampen.

Ein kleiner Test: eine herkömmliche alte 40-Watt-Glühbirne wird mit 39 Watt gemessen und kann auf 4 Watt heruntergedimmt werden, dann ist aber wirklich bloß noch der Hauch eines Glühens zu erahnen. Weiter runter = aus.

Das Foto zeigt eine neue Hängelampe: Fassung mit Kabel und Stecker, Verlängerungsschnur sowie einen 1 bis 60 Watt Dimmer. Das Kabel wird mit Heißkleber schön entlang der holzvertäfelten Decke verlegt, dann die Wand zur Steckdose herunter. Habe ich schon mal so gemacht, man sieht anschließend fast nichts vom Kabel. Das Besondere jetzt: es gibt keinen Lampenschirm, sondern eine schöne Antik-Faden-LED "Edison-Lampe". Das alles wartet noch bis Mitte nächster Woche, bis dass ich Zeit habe, sie aufzuhängen. Außerdem muss ich mich vorher noch ordentlich mit Frikandels und Mayo stärken, denn Überkopf-Arbeiten sind immer anstrengend, egal was man macht. Damit, mit dem Starkmachen, fange ich dann am Besten gleich schon mal an. Der Nachhaltigkeit wegen und so. Guten Appetit derweil.

Samstag, 14. Januar 2023

Messungen | Über die Freiheit des Wortes

Weil mich interessiert, wie genau sich der Stromverbrauch mit einem Dimmer verändert und weil mich diese elende Schätzerei mit Begriffen wie "viel", "eine Menge" oder "einiges" selber ärgert, habe ich für wenige Euro einen Verbrauchszähler gekauft. Der kommt heute im Laufe des Tages per Amazon an. Damit werde ich so einiges untersuchen und hier mal mit Fotos zeigen. Das wird aber bestimmt nicht vor heute Abend der Fall sein. Also ich kann die Messerei vor lauter Neugierde kaum erwarten. Somit interessieren mich auch gerade keine News aus Absurdistan oder aus der irre gewordenen kriegslüsternen Welt. Das sollte mich zwar interessieren, tut es im Großen Ganzen ja auch, doch man braucht Pausen, um sich von der globalen Hysterie und ihrer Dummheit nicht anstecken zu lassen.

In der Zwischenzeit lies jetzt einfach mal bei Rika weiter, denn sie hat zum Thema des Unsagbaren eine Menge Wichtiges gesagt. Vor allen Dingen hat sie als eine der wenigen überhaupt den Unterschied erwähnt zwischen dem privaten Gespräch und den existenziellen, aus einem individuellen Überlebenswillen heraus getroffenen und daher verständlichen Opportunismus der meisten professionellen Autoren. Dieser Opportunismus erklärt, wie die von den Normalbürgern eher belächelten Sprachverbote dennoch die Gesellschaft im Ganzen beeinflussen. Letztendlich ist es nicht mehr möglich, öffentlich über etwas zu reden, das man namentlich nicht bezeichnen kann. Etwa die Sylvesterausschreitungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Lässt sich ein Problem aber nicht mehr beim Namen nennen, so kann es auch nicht behoben werden. Es verschwindet dann zwar nicht, doch man gewöhnt sich daran. Ähnliches gilt für Kritik am Klimaextremismus - privat sagen wir, was ist, öffentlich existiert er aber nicht. Diese Methodik einer neuen Sprachregelung hat bereits unsere Realität verändert, indem sie unterschiedliche Räume erschuf, die im Gegenpol zur öffentlichen Diskussion stehen. Dass so etwas auf Dauer natürlich nicht funktioniert, steht auf einem anderen Blatt, denn Sprachreglungen können bis hinein in einen Untergang führen und erst danach werden sie dann wieder abgeschafft. Das ist das Risiko und deshalb sollten wir alle eigentlich die Sprachpolizei nicht unterschätzen und sie schon gar nicht als Kinderkram belächeln. Das Unsagbare holt uns alle ein und setzt sich in die Köpfe fest. Freiheit ist aber - und sogar zuvörderst - die Freiheit des Wortes.

Freitag, 13. Januar 2023

Lampennacht inner Hütte

Kumma! Der Würfel ist aus Glas und dimmbar. Auf den Fotos gedimmt bis zur niedrigsten Stufe. Er zeigt interessante Reflektionen. Mächtig groß ist er auch. Innen eine Faden-LED von 4 Watt Leistung. Jaja, hier würde ich nicht widersprechen, wenn du sagst, er läge an der Grenze zu Kitsch. Aber schön isser trotzdem. Das ist meine neue Nachttischlampe. Die bisherige war so eine hässliche Schreibtischlampe aus den 90ern mit 2 ausziehbaren Radioantennen, an denen ein kleiner Kopf mit ehemals einer Halogenlampe befestigt ist. Das Schlafzimmer vernachlässigte ich designmäßig schon immer. Nuꞌ aber nicht mehr. Den Würfel sieht dann zwar keiner außer mir, dafür können ihn jetzt ja alle sehen. Er verbraucht gedimmt so wenig Strom, dass er problemlos meinen gesamten Schlaf beleuchten kann.

Wie immer: aufs Bild klicken = Großansicht.

Donnerstag, 12. Januar 2023

Lampentag inner Hütte

Nach so viel Lampen- und Dimmer-Text muss doch auch etwas fürs Auge her, nicht wahr? Und weil ich letztens die große so schön fand, konnte ich bei der kleinen partout nicht widerstehen. Ein schnelles Foto, denn noch weiß ich nicht - wie der Rheinländer sagt - wo sie zu stehen kommt.

Dimmen von LEDs (ein weites Feld)

Hatte mich die letzte Nacht mehrfach gefragt, wie ich das Folgende im Tagebuch ohne Bilder nur erklären könnte. Es ist nämlich ein klein wenig kompliziert und die von mir gefundene Lösung etwas tricky, wie es so schön heißt. Dann versuch ichꞌs mal, und zwar mit einfachen kurzen Sätzen:

Grundwissen:

Stromleitungen bestehen aus 2 stromführenden Kabeln und einem Massekabel, auch Nullleiter genannt. Also aus 3 Kabeln - meistens, wer mehr wissen möchte, kann sich bei Wikipedia schlau machen. Bei Lampen, um die es hier und jetzt geht, werden oft nur 2 Kabel benötigt, da ihre Schalter und Fassungen doppelt isoliert sind und/oder ihr Gehäuse aus nichtleitendem Material besteht. Bei alten Lampen oder solchen aus Metall, insbesondere bei Eigenbauten oder jenen, um die es im Folgenden geht, wird zusätzlich zu den beiden Stromkabel die Masseverbindung benötigt. Im Falle einer Fehlfunktion kann ohne diese Masseverbindung unter Umständen das gesamte Gehäuse unter Spannung geraten, was lebensgefährlich ist. Wenn du, ich oder ein Kind sie anfasst, bekommt man einen Stromschlag. Meine neue Lampe besteht nur aus Eisen. In ihrem dünnen Rahmen sind die Stromkabel für die 4 Fassungen verlegt. Dort ist technisch kein Platz vorhanden für eine extra Isolierung. Deshalb besitzt diese Lampe einen sicheren dicken Schuko-Stecker ("Schuko" = Schutz-Kontakt). Sollte eine Kabelverbindung innerhalb der Lampe schadhaft sein oder in Zukunft werden, verhindert dieser Nullleiter, dass die Lampe jemals unter Strom gerät. Soweit klar, oder?

Die 4 Birnen sind trotz ihres geringen Verbrauchs von je 4 Watt noch viel zu hell, um für meinen Geschmack ein stimmungsvolles Licht zu erzeugen. Ich benötigte also einen Dimmer. Die LEDs sind Faden-LEDs der neusten Generation und extra als dimmbar ausgelegt. 4 mal 4 Watt = 16 Watt zu dimmende Leistung. Mein vorhandener Dimmer zum Zwischenstecken hat aber nur einen flachen zweipoligen Stecker und eine ebensolche flache Aufnahme (Steckdose). Der dicke Schukostecker der Lampe passt dort nicht hinein. Was tun?

Zu Testzwecken verwandte ich einen hierzulande verbotenen Stecker-Adapter, der aus dem dreipoligen Stecker einen zweipoligen macht. Damit ist die Schutzfunktion der Lampe außer Betrieb und deshalb sind solche Adapter verboten. Was absolut sinnvoll ist. Aber testen unter Aufsicht des Inneren Ichs muss immer möglich sein. Ich verband den Dimmer mit der Lampe und alles funktionierte einwandfrei. Jetzt war mir klar, dass die Dimmfunktion der Lampen auch tadellos arbeitet. Der Dimmer funktioniert in der Bandbreite von 1 bis 60 Watt. Deutlich mehr als 60 Watt = Dimmer wird zerstört, weniger als 1 Watt und es wird nicht gedimmt (habꞌs mit den 0,5-Watt-LEDs ausprobiert). 16 Watt sind demnach kein Problem, was sich ja auch an einer hervorragenden Dimmung zeigte.

Gut, aber jetzt erst begann meine Google-Odyssee. Denn suche mal einen Dimmer mit dreipoligen Anschlüssen, der bei 16 Watt arbeitet. Ihn gibt es schlichtweg nicht. Sämtliche Modelle, die für die Aufnahme eines dreipoligen Steckers geeignet sind, funktionieren nur zwischen 30 und mehreren Hundert Watt. Die, die auch bei geringerer Last arbeiten, haben nur zwei Kabel, verzichten also auf den Masseanschluss. Warum es keine Dimmer für weniger als 20 Watt für einen Schuko-Stecker gibt, sei mal dahingestellt, ich habe mehrere mögliche Erklärungen, doch das wäre nur Spekulation. Man muss sich einfach mit den Gegebenheiten abfinden und akzeptieren, dass es solche Dimmer derzeit nicht gibt. Dann aber fand ich etwas, das mich stutzig machte: Ein einziger Dimmer unter fast Hundert, die ich in stundenlanger Recherche verglich, vermeldete in seinen Produktinformationen, dass er in der Range von 3 bis 200 Watt arbeiten würde. Den habe ich gekauft. Stutzig war ich deshalb, da sämtliche baugleichen und bauähnlichen Dimmer der anderen Hersteller 30 bis 200 oder 300 Watt Arbeitsbereich angeben. Auch auf der Verpackung, die ich leider schon entsorgt habe, stand 3 - 200 Watt.

An die 16-Watt-Stehlampe angeschlossen (wunderbar sicher per Schuko-Steckverbindung) und was geschah? Genau, die Birnen flackerten wie in der Teufelsgrube. Hätte ich durch meinen vorherigen Test nicht gewusst, dass die Lampen ordentlich dimmbar sind, hätte ich zweifelsohne sie als Fehlerursache diagnostiziert.

Also setzte mein Gehirn ein: Wenn alle (ich betone: ALLE) anderen externen Dimmer 20, 30 oder 40 bis mehrere Hundert Watt Verbraucher einfordern, und wenn die 4 Birnen flackern, dann ist am Wahrscheinlichsten, dass entweder der Dimmer kaputt ist oder aber die Angabe der Minimalvoraussetzung für Verbraucher muss ein Druckfehler sein und eigentlich sollte es statt 3 eben 30 Watt heißen.

Dimmer-Test:

1. mit einer einzigen alten 40-Watt-Glühbirne = der Dimmer funktionierte, die Lampe ließ sich prima dimmen. Das heißt, der Dimmer ist in Ordnung.

2. Mit einer einzigen der 4-Watt-LEDs = gar nichts geschah, sie blieb hell wie ohne Dimmer.

Und 3., das wusste ich ja bereits, bei 4 LEDs und 16 Watt flackertꞌs. Das ist der Beweis, dass die Leistungsangaben falsch sind. 

Konsequenz: Um die Lampe mit ihren 4 LEDs dimmen zu können, muss ich also mindestens auf einen Verbrauch von 30 Watt gelangen.

Jetzt folgt der trickige Moment:

Die vielen Dekolampen im großen Raum werden durch Funksteckdosen und einen einzigen Schalter ein- und ausgeschaltet. Ich fand das immer schon so schön, wenn in amerikanischen Filmen die Leute das Licht einschalten und statt des großen Zimmerlichts ging dann ein Dutzend im Raum verteilter Dekolampen an. Das lässt sich mit den Funksteckdosen prima und ohne Aufwand realisieren. An einer dieser Funksteckdosen hängt die neue Lampe und 3 weitere Lampen mittels einer 4-fach Steckerleiste. Die 3 alten Lampen wurden bis jetzt mit 4 LEDs der ersten Generation betrieben. 4 mal 6 Watt. Vor 10 Jahren hatte ich sie mit Wasserfarbe bemalt, um die seinerzeit ungemütliche bläuliche Lichtfarbe zu verändern und um sie auf diese Art und Weise zu dimmen, denn sie waren auch viel zu hell aber technisch noch nicht mit einem Dimmer herunter zu regeln. Ich tauschte also die 4 alten LEDs durch neue baugleiche 4-Watt-Faden-LEDs aus. Dann steckte ich den Dimmer von der Stehlampe ab und versetzte ihn hinter die 4-fach-Steckerleiste. Jetzt waren also 4 Lampen oder 8 Verbraucher mit insgesamt 32 Watt angeschlossen. Und? Es funktioniert ausgezeichnet! Der Dimmer dimmt von dunkel stufenlos bis hell ohne zu flackern. Im hellen Zustand sind für mich auch die neuen LEDs zu hell, dimme ich alle 4 Lampen mit ihren 8 LEDs herunter, so ist das Licht perfekt ausgewogen. Der Dimmer merkt sich auch die Einstellung (weil die Lampen per Funk geschaltet werden), so dass man nicht bei jedem Einschalten neu dimmen muss. Perfekt, genau so wie ich es haben wollte.

Jetzt noch kurz eine Idee so lange es unter diesen Voraussetzungen keine passenden Dimmer für die geringe Leistung gibt (ich bin sicher, sie gibt es bald, die Faden-LEDs sind einfach noch zu neu):

Wer eine einzige oder wenige dimmbare  LEDs in einer mit Massekabel verlegten Metalllampe dimmen möchte und glaubt, dies würde angesichts des vorausgesetzten Leistungsbereichs für die Dimmer mit Masse-Steckerverbindung nicht gehen, braucht nur eine zusätzliche Lampe anzuschließen, die, je nach verwendeter LED, die Spanne bis zum nötigen Minimalbereich quasi auffüllt. Diese zusätzliche Lampe, z.B. eine alte Kühlschrankbirne von 15 Watt oder eine 25-Watt-Birne kann man dann per Verlängerungskabel leicht irgendwo verstecken - in einen Schrank oder in eine Schublade tun oder was auch immer. Ein höherer Stromverbrauch wäre nur im ungedimmten Zustand zu verzeichnen. Beim Herunterdimmen einer alten Glühlampe parallel mit einer Faden-LED, dreht man den Regler für ein deutliches Ergebnis locker um ¾ herunter; dann leuchtet die LED noch recht hell, bei der Glühbirne ist aber kaum noch ein Glühen zu erkennen, so dass der Stromverbrauch sich auch bei ihr wohl gen null bewegt. Man könnte statt Glühbirne natürlich auch einen Widerstand einbauen, das erfordert aber Bastelarbeit - meine Lösungsidee kann jeder kinderleicht ohne zu basteln selber installieren, und darauf kommtꞌs an. Vor allen Dingen ist es 100prozentig sicher.

Schlussbemerkung:

Trotz der gelogenen Angabe auf dem Dimmer bin ich äußerst dankbar über diese Falschaussage. Denn hätte dort richtigerweise 30 Watt gestanden, so hätte ich den Dimmer auch nicht gekauft. Dann hätte die neue Lampe nicht gedimmt werden können. Erst der Fehler der Angabe brachte mich auf meine gefundene Lösung. Schon irrwitzig, nicht wahr?

Und heute alles ohne ein Bild oder Foto der Erklärung; ich hoffe nur, dass das Geschriebene auch zu verstehen ist.

Mittwoch, 11. Januar 2023

Morgen mehr davon

Rund zwei Stunden war ich damit beschäftigt, eine Lösung für den Anschluss eines Kabel-Dimmers (also mit Stecker) zu finden. Ideen führen zu alternativen Ergebnissen, und sieh an, es funktionierte letztendlich. Aber da ich jetzt zur Arbeit muss, fehlt die Zeit, es aufzuschreiben. Mal schauen, vielleicht erkläre ich morgen Früh "die Sachlage". Bis dahin: ein weiterer Tag im Tagebuch mit nix erst mal :-)

Dienstag, 10. Januar 2023

Nachschub

Wenn du nächtelang im Regen und folglich bei nassen stürmischen Winden draußen im Lande der Dürre unterwegs bist, verlierst du die Motivation, anschließend ins 3 Kilometer entfernte Dorf zu Edeka zu radeln. Um aber nicht vom Rad geweht zu werden, braucht es gewichtsfördernden Nachschub an Ballast - nicht zuletzt als professioneller Satteltester der Stiftung "CPT-eMV" (China-Produktions-Test - ein Mann Verein). Diesen Nachschub an biologischen Wertstoffen bei gleichzeitigem kulinarischen Hochgenuss bringt Amazon direkt vor die Tür.

Unterstütze ich damit denn nicht das Aussterben der dörflichen Lebensmittelinfrastruktur? Nein! Denn Edeka wird hier von den meisten Leuten eh aufgesucht, um samt der großen Einkaufswagen die Gänge zu verstopfen und mit den dörflichen Bekanntschaften ein Schwätzchen zu halten oder um das neueste Elektromobil direkt vor dem Eingang stolz mit einem wiederholten Auf- und Abfahren vorzuführen. Diese Kunden bleiben Edeka immer treu.

Wohlan denn, die Segel für die nächste dienstliche Kreuzfahrt werden gleich gesetzt. Bis morgen also.

PS: Heute istꞌs gar nicht mal so einfach, neben dem Aufziehen der Sturmfock, unter dem Regenmantel für die Nacht die richtige Kleidung zu wählen. Es soll Stunde um Stunde wärmer werden. Erstaunlich, nicht wahr?

Montag, 9. Januar 2023

Materialermüdung

"Knack", hörte ich nur - zeitgleich rutschte ich fast vom Fahrradsattel. Den Rest der rund 27 Kilometer musste ich zu Fuß zurücklegen. Dass jedem, dem ich davon erzählte, Bemerkungen einfielen wie: "da hättest du Weihnachten nicht so zuschlagen sollen" oder "Frikandels mit Mayo ...", versteht sich von selbst. Der alte wortkarge Fahrradmechaniker des Vertrauens würde dazu aber nur ein Wort grummeln: Materialermüdung. Denn ich wiege nicht zu viel, nicht sehr viel zu viel, jedenfalls nicht genug, um diesen Bruch ursächlich hinzubekommen. Es sind einfach 6 Jahre nächtliche Fahrten über Stock und Stein im schlagloch-peinigenden wahrlich holprigen Gelände auf der Arbeit und in Schrittgeschwindigkeit mit ständigem Auf- und Absitzen, die diesen chinesischen Stahl an sein natürliches Ende gebracht haben.

Amazon sei Dank: günstigen Ersatz gabꞌs binnen 24 Stunden.

Sonntag, 8. Januar 2023

Streitgespräch

Für heute gabꞌs schon genug Plarerei. Plarerei? Tatsächlich habe ich vorhin erfolglos nach diesem Begriff gegoogelt. Nichts, es gibt ihn nicht, auch nicht in diversen Mundart-Lexika. Dabei benutze ich ihn seit meiner Kindheit. Er vereinigt den Begriff der Plackerei mit dem der Kramerei. In gewisser Hinsicht wäre das Synonym ein angestrengtes Wühlen oder Räumen. Das Jahr ist nämlich um und ich habe meine Wäsche sortiert, gefaltet und eingeräumt. In was geräumt, wenn gar kein Platz vorhanden ist? Hineingequetscht in Schubladen und Schrankfächer, schnell anschließend die Türen zu, denn nach einem nochmaligen Öffnen purzelt die Hälfte wieder heaus. Aber so lange sie geschlossen bleiben, siehtꞌs von außen recht ordentlich aus.

Dann wollte ich die Müllcontainer den Feldweg entlang zur Straße karren, hatte die Schuhe schon an, da kam eine SMS: "Nicht den Müll rausbringen! Ich komme nachher und mach die Tonnen noch voll".

Inneres Ich: "Den Müll nicht rauszubringen ist doch nicht anstrengend oder überhaupt erwähnenswert."

Da nimmt es aber wieder jemand ganz genau. Richtig, es ist nicht erwähnenswert. Weshalb ich auf deinen Kommentar auch nicht weiter eingehen werde.

Inneres Ich: "Aber du hast doch mit dem Thema begonnen! Du hast Unerwähnenswertes erwähnt, nicht ich".

Und du hörst mit dem Unerwähnenswerten scheinbar nicht mehr auf. Ich lass mich aber von dir nicht provozieren. Niemand möchte über Nichterledigtes informiert werden.

Inneres ich: "Ach? Und wer informierte in diesem Tagebuch die Leserinnen und Leser gerade eben erst über deine Nichterledigung?"

Die ist aber nicht erwähnenswert.

Inneres Ich: "Warum erwähnst du sie denn?"

Mache ich ja nicht, du hörst einfach nicht auf, danach zu fragen.

Inneres Ich: "Wie passt dann die ꞌPlarereiꞌ mit dem Nicht-Getanen zusammen? Ist das Nicht-Tun wirklich so anstrengend?"

Strümpfe sortieren und im Hinterkopf behalten, dass anschließend der Müll noch raus muss, das ist seelisch anstrengend.

Inneres Ich: "Aber du hast den Müll doch gar nicht rausgefahren."

Was ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wusste. Ich befand mich also innerhalb einer potentiellen Anstrengungsphase.

Inneres Ich: "Du bringst den Müll demnach am Abend raus. Ist das jetzt nicht auch zu anstrengend für die königliche Hoheit deiner Person? Für den altersschwachen Prinzen auf der Erbse sozusagen?"

Genau. Deswegen schrieb ich einleitend ja auch "Für heute gabꞌs genug Plarerei". Das impliziert das Ende vom Weiterschreiben eines heutigen Eintrags.

Inneres Ich: "Also hast du aufgrund nichterledigter Pflichten zu viel am Hut, um etwas Vernünftiges hier zu virtuellem Papier zu bringen? Verstehe ich das richtig?"

Was heißt denn "nichterledigter Pflichten"? Den Müll karre ich nachher an die Straße, diese Arbeit steht mir noch bevor. Und das Bevorstehende stresst mich jetzt.

Inneres Ich: "Oh, es stresst ihn. Was sollen da die Leute denken? Vor lauter bevorstehender Pflichten wäre es heute eine wortkarge, um nicht zu sagen, eine stille Welt im Internet, so sich denn jeder ein Beispiel an deinem Tun und Nichttun nehmen würde."

Ich bin aber als Vorbild ungeeignet.

Inneres Ich: "Weil du bereits zu jammern beginnst, wenn du noch gar nichts getan hast."

Ich habe nicht gejammert! Und ich habe etwas Unangenehmes getan! Nämlich die Wäsche sortiert!

Inneres Ich: "Das ist schlimm so ganz ohne Butler oder Diener, nicht wahr?"

So ist es. Da sind wir uns wenigstens ein Mal einig.

Samstag, 7. Januar 2023

Fertig - Wie wunderschön

Schlimme Sachen - manche - wenn man alt wird. Nach ungefähr einer Stunde Knopf drücken der Sprühlackdosen habe ich keine Kraft mehr in den Daumen und Zeigefingern. Zum Ende fasste ich die Lackdosen beidhändig an und drückte mit beiden Daumen. Muss man sich mal vorstellen, taub und kraftlos wie nach einem Tag im Steinbruch. Nicht zu fassen so etwas. Wirklich, ich bin schockiert.

Wenn man von den reichlich erzeugten Nasen absieht (war klar, das ist aber nicht dem Alter, sondern meinem Naturell des Schnell-Schnell zu verdanken), bin ich mit dem Ergebnis überglücklich. So hatte ich mir das auch vorgestellt. Erst Schwarz, dann Antik-Bronze, danach Fake-Rost und abschließend eher punktuell und abwechselnd Gold-Bronze und Fake-Rost. Ich habe aber keine Trockenphasen eingehalten, das durfte sich alles ein wenig vermischen. Verbrauch: dreieinhalb Dosen. Ja okay, das Ergebnis ist nicht unbedingt jedermanns Sache, ich steh aber auf so etwas. Schon immer. Edel, gleichmäßig, rein und glänzend, das ist ja ganz schön, vor allen Dingen für kleine Dinge, doch bei größeren Sachen finde ich die Optik von rostigem Metall, verfallenen Backsteinen oder morschem Holz ungeheuer ansprechend. Sagt das etwas über die Psyche? Ich meine, auch in einer alten Küche mit zusammengewürfelten Holzmöbeln und einem Mix aus Geräten, womöglich sogar mit einem uralten Sofa und Kohlekochherd, darin war ich aufgewachsen und fühle mich bis heute in solchen Räumen viel wohler als in geleckten Designer-Küchen, so hip und cool sie auch aussehen mögen.

Wieso bin ich denn schon fertig, es ist doch noch gar nicht so lange hell? Das liegt daran, dass ichꞌs mal wieder nicht abwarten konnte und die Sprühaktion in unserer Rumpel-Garage betrieb. Da ist helles Neonlicht vorhanden, man kann nichts versauen und es ist ja trotz offenem Garagentor recht mild, was die Temperaturen angeht, nicht das Klima der Gesellschaft.

Wie immer: auf ein Bild klicken, dann wird's groß.




Freitag, 6. Januar 2023

Aus-X-Tag oder kurz: Kaffee oder News?

Heute war bzw. ist nur ein Tag zum Wegixen. Abhaken auf dem Kalender, ein Zwischentag, der allein für die Arbeit taugt, die allerdings für das nötige Kleingeld zur Beschaffung der Ballaststoffe nötig ist, die wiederum fürs biologische Funktionieren der Verdauung sorgt. Und für Lack und Lampen, die also auch fürs Vergnügen und Wohlbefinden zuständig ist. Oder kurzum: ein schnöder Arbeitstag.

Ein Blick in die Nachrichten, schon vergeht einem sogar die neutrale Laune und der Miesepeter macht sich im Kleinhirn breit. Nun befinde ich mich schon im 6. Jahr meiner absoluten Abstinenz des TVs und muss dennoch erfahren, wie dumm und dämlich die Desinformationszentrale, die "Tagesschau", ihre Wunschwirklichkeit erschafft, indem sie die Berliner Ausschreitungen zu Silvester framt (neudeutsch für Lug und Trug). Die Redakteure manipulieren Interviews mit Feuerwehrleuten und zensieren überall den Begriff "mit Migrationshintergrund", da er nicht in ihr Weltbild passt. Politiker der Regierung tun es ihnen gleich: Die Berliner CDU stellte eine Anfrage an den Senat; sie wollte die Vornamen der "deutschen" Beteiligten an den Ausschreitungen erfahren. Diese Frage alleine sei schon so schlimm, dass sie natürlich auch nicht beantwortet werde, so die Regierungsvertreter. Wie soll man ein Problem, das man nicht benennen darf, denn lösen? Es geschieht medial dasselbe wie Silvester 2016 in Köln. Wegixen, abhaken. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Warum tun die Damen und Herren Redakteure und Redaktösen so etwas? Weil über 90 % von ihnen Anhänger der grün-linken Politik sind und den Journalismus mit politischen Aktionismus verwechseln. Oder auch hier in Kurz: weil sieꞌs können. So lange eine Mehrheit der Zuschauer ihnen glaubt und alles nachplappert, ist ihr Verhalten rational sogar nachvollziehbar. Es gibt für sie keine Kontrolle, dafür aber Geld bis zum Abwinken.

Apropos Geld: Ohne Berichte, bis auf jene der Bild-Zeitung, verlief klammheimlich die jährliche "automatische" Gehaltserhöhung von 50.000 Angestellten der EU. Während überall die Menschen zurückstecken, sollen die bloß nicht darben. "Flinten-Uschi" zum Beispiel hat ein Einkommen von 1.000 Euro pro Tag. Dafür würde ich auch meine SMSen löschen oder ein Handy wegwerfen. Das ist legale Korruption, denn die EU entscheidet selber über den Automatismus ihrer eigenen jährlichen Gehaltserhöhungen.

Das sind nur zwei Aufreger, die bereits den Genuss des Tässchen Kaffees am heutigen Morgen überflüssig macht. Da kriegste Blutdruck. Wenn aber solche Journalisten und Politiker nach wie vor von einer Mehrheit der Bevölkerung gelesen, angeschaut und gewählt werden, dann kann man nichts machen. Die meisten Leute im Lande sind dumm - und das soll keine Beleidigung sein, es ist die Zustandsbeschreibung. Oder sagt man heute nicht mehr "dumm"? Steht dieses Wort bereits auf dem Index der nicht mehr sagbaren Begriffe? Wie nennt man es stattdessen? Vielleicht beschränkt, zurückgeblieben, rückständig, ungünstig, unbedarft, närrisch, misslich, peinlich, stupide, langwellig oder abträglich?

Naja, einmal noch zur Arbeit und morgen Früh startet vor der Tür ein um eine Woche verschobenes Silvesterfeuerwerk der Kreativität zugunsten eines kommenden Wohlbefindens optischer Eindrücke der designtechnischen Umgebungsveränderung - oder nochmal kurz: ich gestalte mir die Welt nach meinem Gutdünken. In einem Fake-Rost-Design. Von daher istꞌs auch nicht viel anders als das, was die Journalisten gerade machen. Nur mein Lack hält beständiger, da gehe ich jede Wette ein.

Bis morgen also, gehab dich wohl. Du musst morgen Früh selbst entscheiden: Kaffee oder News? 

Donnerstag, 5. Januar 2023

Neue Lampen - Vorbereitung

Nun habe ich mich dazu entschlossen, die "neue Lampe 1" zu lackieren. Drei Sprühdosen Lack lachen mich an: Schwarz als nur oberflächliche Grundierung durchaus mit noch etwas sichtbares durchschimmerndes Weiß, dann Gold-Bronze als Haupt-Lackierung und abschließend Antik-Rost für die Effekte - so jedenfalls bildlich in meinem Kopf.

Das für die neue - bei der alten Lampe stellte sich diese Grundform heraus (auf dem Foto). Bei ihr dachte ich zuerst, der Stab sei einfach nur durchgehend, ist er aber nicht, wie du siehst, und diese interessante Form in einer ebenso rost-bronzenen Farbe hätte etwas, finde ich. Das Gestell kommt auf den Müll, denn es sieht bescheiden aus, wenn ich dort etwas herumwickle. Auch hatte ich sogar extra eine billige Papierröhre gekauft, allerdings wirkt die Lampe damit wie eine stumpfsinnige Ikea-Schlafzimmerlampe. Hässlich. Das Grundgestell hingegen ist ohne den Käfig erheblich kürzer, wie du siehst, und passt perfekt zwischen die Kunstblumen auf die Fensterbank. Allerdings eben nicht in Weiß, also wird auch diese alte Lampe neu lackiert.

Hach, nun muss ich aber erst mal zwei Nächte arbeiten, bevor ich wieder etwas Zeit habe. Das ist kaum auszuhalten, denn mich treibt eine riesige Lust an, sofort mit dem Lackieren zu beginnen, ich muss mich regelrecht gewaltsam zurückhalten. Und wie es der Zufall will, ist von den Wetterfröschen für Samstag der einzige Tag ohne Regen prophezeit worden, das passt somit perfekt, denn dann kann die Lackiererei Samstagmorgen, sobald es hell geworden ist, beginnen. Es sind mindestens drei Trocknungsphasen von zwei, drei Stündchen zwischendurch angesagt, was bedeutet, dass ich nicht vor Samstagmittag ins Bettchen kommen werde - notabene für mich Samstagnacht. Heute also hier im Tagebuch nur Tag 1 von 2 der Vorfreude auf die kommende Lack-Orgie.

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Nachtrag. Wegen der Unauffindbarkeit seit Googles Shaddowban ist hier quasi der einklammernde Link: zum Endergebnis.

Mittwoch, 4. Januar 2023

Neue Lampe 2

Zuerst ein kleiner Nachtrag zu gestern. Die Bilder an der Wand habe ich "passend zur Lampe" ein wenig neu angeordnet.

Morgen erwarte ich noch 4 neue Faden-LEDs, große runde. Dann versuche ich mal ein besseres Foto hinzubekommen.

Doch nun zur neuen Lampe, die diesen alten Holzfuß ablöst. Die alte war zwar auch schön, doch nicht mit den winzigen Birnen. Die braucht es aber, weil die Stehlampe auch als Nachtlicht fungiert. Daher soll sie die 0,5-Watt-Birnen enthalten. Diese alte Stehlampe hat nun also ausgedient.

Die neue, einen Tag "zu früh" gelieferte Lampe ist einfach nur sensationell schön. Dazu brauche ich nichts weiter zu schreiben, schau dir die Bilder an - und schön ist sie selbst bei diesen stümperhaften Fotos. Du kannst dir sicher vorstellen, wie es im Original vor Ort aussieht, so etwas Wunderbares kriege ich gar nicht fotografiert.

Du weißt ja, immer auf ein Bild klicken für eine größere Ansicht:



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Nachtrag. Wegen der Unauffindbarkeit seit Googles Shaddowban ist hier quasi der einklammernde Link: zum Endergebnis.

Dienstag, 3. Januar 2023

Neue Lampe 1

Seit 10 Jahren steht eine an sich sehr schöne Stehlampe in den heiligen Hallen meiner wundersamen Behausung. Ihr Bezug besteht aus einer Art abwaschbaren Kunststoff in vielen Lamellen gefaltet. Nach ca. 5 Jahren begann sich dieser Kunststoff selbsttätig aufzulösen. Zuerst langsam, dann zerbröselte der Stoff immer mehr. Ein paar Jahre konnte ich die Schadstellen noch nach hinten verstecken, nun gehtꞌs aber wirklich nicht mehr, der Bezug löst sich vollends auf. Den werde ich also entfernen und um das Drahtgestell irgendetwas anderes wickeln. Noch weiß ich nicht was. Ich habe einen schwarz-weiß-gemusterten dünnen Stoff, denn man als Tagesdecke fürs Bettchen benutzen kann (so man denn nicht faul wie ich ist, der ich das nämlich nie nach dem Aufstehen mache). Mal gucken, die Tage experimentiere ich etwas damit.

Am Donnerstag kommt noch eine andere neue Stehlampe, die den alten Holzfuß ablösen wird, der mir mit der kleinen Nachtlicht-Birne (ich berichtete) nicht mehr gefällt.

Für die zerbröselte Lampe gibtꞌs jetzt diesen Ersatz. Keinen Schirm mehr, der sich ebenfalls auflösen könnte, die Antik-Birnen sind nun der eigentliche Hingucker. Vielleicht besprühe ich das Gestell mit Bronze-Lack, da bin ich gegenwärtig noch unschlüssig, denn in Weiß gefällt sie mir auch. Natürlich sieht es in Wirklichkeit sehr viel schöner aus als auf den Fotos. Durch den Dimmer (der genauso wie die Leuchtmittel nicht beim Kauf inbegriffen ist, als Messi habe ich so etwas stets separat "auf Lager") leuchten die Birnen nicht so hell wie es auf dem Bild erscheint und auch das weiße Gestell ist im normalen Tageslicht eher unauffällig, nicht wie durch das Blitzlicht strahlend hell. Aber du weißt ja, meine talentierte Wenigkeit und die Fotografie ...

Wie immer: auf ein Bild klicken = Großansicht.

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Nachtrag. Wegen der Unauffindbarkeit seit Googles Shaddowban ist hier quasi der einklammernde Link: zum Endergebnis.

Montag, 2. Januar 2023

Rosinen picken

Guten Morgen! Nach der letzten Nacht, die ich durchgehend draußen im Regen verbracht und in der ich locker 30 Kilometer zu Fuß sowie mit dem Fahrrad zurückgelegt hatte, wollte ich erst mal heute quasi rund um die Uhr meinen Schönheitsschlaf pflegen. Klappte auch prima. Nur ein Mal musste ich nachts raus, weil ich mich als querdenkender Mensch ja auch den Gaben von "Da gibtꞌs doch was von Ratiopharm" verweigere und statt "Granofink" lieber vor und nach dem Toilettengang aus den kleinen eigens abgepackten Dosen die Rosinchen pickte. Nicht nur Hund und Mensch ähneln sich charakterlich im Laufe der Jahre, auch meinen Lieblingstieren, den Vögelchen an der Fütterungsstation, wird mein Tun sozusagen immer gleicher.

Nun denn, frohgemut und ausgeschlafen schicke ich dir einen munteren Gruß, liebe Leserin und lieber Leser. Die News des Tages lass ich fürs Erste links liegen, damit der morgendliche Sprit noch ein wenig erhalten bleibt.

Sonntag, 1. Januar 2023

2023

Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir, liebe Leserin und lieber Leser! Wie war die Nacht? Wie im Frühling, nicht wahr? Und bei mir inklusive "meiner" Nachtigall, die ab 1 Uhr durchgehend sang.

Und sonst?

Feuerwerk: Ja, deutlich mehr als sonst. Mein Eindruck war, dass es zwar nicht mehr Böller gab, doch wunderschönes Feuerwerk. Prächtige bunte Sterne, zauberhafte Explosionsmischungen, überall herrlich Buntes und Glitzerndes, so viel, wie lange nicht mehr gesehen. Dabei beobachtete ich das alles nur am Rande eines winzigen Ortes, wie es da wohl in den größeren Städten aussah? Gut eine halbe Stunde lang gabꞌs das Feuerwerk, dann ebbte es ab. Um 1 Uhr war im Prinzip alles schon wieder vorbei bis auf vereinzeltes Böllern irgendwelcher Jugendliche. Nur ein Mal hörte ich das Martinshorn der Rettung und gegen 4 Uhr weit entfernt die Feuerwehr. Das ist weniger als an einem gewöhnlichen Wochenende. Vermisst hatte ich die Kirchenglocken. Nichts, sie schwiegen. Warum, weiß ich nicht, vielleicht "Stille für den Frieden" oder als Energiesparmaßnahme oder wegen Benedikts Tod? Egal, jeder dieser Gründe würde die Missachtung der Kirche vor den Menschen bekunden. Das neue Jahr mit Glocken zu begrüßen, ist zwar kein religiöser Brauch, doch es ist eben ein Brauch. Nun, auch im Ahrtal hatten die Glocken geschwiegen, ihr Läuten hätte Menschen retten können, indem sie Aufmerksamkeit schaffen. Naja, die Kirche stirbt halt Stück für Stück. Soll sie ruhig, die Leute begrüßen das neue Jahr auch ohne Glockengeläut.

So, jetzt werde ich mich erst mal über ein Neujahrsessen hermachen. Was es gibt? Nichts anderes als sonst auch aber zum Gruß ans neue Jahr deutlich mehr davon. Möge 2023 überall den Hunger stillen, Frieden bringen und endlich die Regierung stürzen ;-)

Samstag, 31. Dezember 2022

Guten Rutsch!

Mit der letzten Episode von "Slow Horses" fand nun die 2. Staffel ihren würdigen Abschluss. 2023 gehtꞌs mit der 3. Staffel weiter, man darf sich freuen. Ebenfalls habe ich die Episoden 6 und 7 von "1883" gesehen: wieder erste Sahne. Wenn diese Serie nach 10 Episoden zu Ende ist, es folgt keine 2. Staffel, dann werde ich mir alle Folgen am Stück nochmal anschauen. Das wird dann eine Western-Nacht, ein Festival vom Feinsten. Die Episode Nr. 8 der Serie "Echo 3" liegt ebenfalls hinter mir - diese Serie hat garantiert ihre Fans, ist perfekt inszeniert und gespielt - sie ist aber nicht unbedingt "mein Fall" und ich weiß noch nicht, ob ich sie ins Archiv übernehmen werde, denn ich kann die Frage momentan nicht eindeutig beantworten, ob ich sie mir jemals ein zweites Mal anschauen werde. Die Tendenz geht eher zum Nein.

Ansonsten wünsche ich dir einen guten Rutsch und ein gesundes und frohes Jahr 2023. Meine Wenigkeit muss zur Nachtschicht, und da sie nur draußen im Freien ist, bin ich ja mal gespannt, wie es dieses Jahr mit der Böllerei aussieht. Man liest viel von Verkaufsrekorden der Hersteller. Ich gönne es allen Beteiligten nach den Umsatzeinbrüchen und Pleiten während der letzten Jahre der Verbotskultur. Es wird niemand gezwungen zu böllern, wer sein Geld lieber für "Brot für die Welt" spenden möchte, kann es gerne tun, doch anderen ihre Freude verbieten zu wollen oder zu bestimmen, wer woran welche Freude zu haben hat und woran nicht, das ist einfach nur dumm und destruktiv.

Jetzt hätte ich doch beinahe abschließend geschrieben: Helau! und Alaaf!