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Donnerstag, 17. November 2022

Rechtschreibintermezzo - Rechtschreib-Intermezzo - Rechtschreib Intermezzo

Es war eine kalte, windige Regennacht, weshalb ich justamente keine große Lust auf den Schriftverkehr verspüre und eine neue Serie weiter schaue, die es in sich hat. Jawohl, eine 9-Punkte-Serie, wenn nicht sogar 10 Punkte. Morgen mehr dazu, bin bei Episode 6 von 10. 2 jetzt, 2 morgen früh, dann "verrate" ich, wie sie heißt.

Übrigens: soll ich dir mal was anderes verraten? Weil ich gerade von morgen früh schrieb: bis heute kriege ich es nicht zweifelsfrei auf die Kette, Wochentage und Tageszeiten richtig zu schreiben. Es klappt zwar so einigermaßen, doch ich bin meist unsicher dabei, denn ich vermisse die Logik hinter der Rechtschreibung. Dass Sonntagmorgen, Dienstagabend usw. großgeschrieben wird und zusammen, das habe ich mittlerweile verinnerlicht. Weshalb dann aber heute Abend getrennt und "heute" klein sowie "Abend" groß geschrieben wird, verstehe ich nicht; noch weniger will in meinen Kopf, dass entgegen morgen früh die Angaben Vormittag, Abend und Nacht wiederum großgeschrieben werden. Ja, ich weiß, es sind Substantive und "früh" ist ein Adverb, trotzdem ist deren Funktion doch identisch. Genauso identisch ist, wenn ich jetzt schreibe: "Ciao bis morgen Abend" oder "Ciao bis Freitagabend". Wo ist da eine Logik? Wenn dann auch noch nach neuer Rechtschreibung "früh" ebenfalls "Früh" geschrieben werden kann, es somit egal ist, wieso ist es dann nicht gleichsam egal, ob ich "Freitagmorgen" (richtig) oder "Freitagfrüh" (falsch) schreibe? Oder ob ich "morgenfrüh" (falsch), "Morgen Früh" (falsch) oder "morgen früh" (richtig) schreibe?

Jaja, deutsche Sprache, schwere Sprache, schon klar. Also bis ... *hüstel* … bis später ;-)

Mittwoch, 16. November 2022

Schuster, bleib bei deinem Leisten

Man sollte die eigenen Grenzen kennen. Ich gebꞌs zu, die Chinesen könnenꞌs erheblich besser (klick aufs Bild = groß): 

Dienstag, 15. November 2022

Pferdchen

Heute wurde der Verkauf einer meiner Domains abgeschlossen. Eine fällt also weg, dafür gibtꞌs zwei neue im Impressum. Rheinpferdchen.de und Donaupferdchen.de (die Webseiten erscheinen wohl erst im Laufe von ein, zwei Tagen). Finde ich schon seltsam, dass bei der Googlesuche so gut wie nichts mit diesen Namen erscheint. Noch nicht, denn wir leben bekanntlich in einem Land, dessen Gesellschaft mehr und mehr zur sprachlichen Infantilität neigt. Da ist es m.E. nur eine Frage von relativ kurzer Dauer, bis dass Pferde allgemein zu Pferdchen mutieren und Gestüte diesen Trend aufgreifen. Falls ich mich irre und es länger dauert, ich meine, auch die verkaufte Domain wurde rund 20 Jahre lang von mir gelagert, also wenn's nochmal so lange braucht, bis jemand finanzkräftiges die Pferdchen haben möchte, dann nehme ich sie halt mit ins Grab bzw. steige auf ihnen wie Mohammed empor zu den göttlichen Reiterspielen: im fröhlichen Galopp um die Monde des Jupiters.

Sonst nix Neues in the Candel Cave.

Montag, 14. November 2022

Die Lust am Untergang

Schon interessant: heute bekam ich eine SMS von Vodafone. "Sie können jetzt Warnmeldungen […] auf Ihr Handy erhalten." Es hätte nach "jetzt" nur noch "auch" oder "endlich" stehen sollen, um den Duktus des Geschriebenen zu unterstreichen: "endlich ist es so weit" oder "jetzt können Sie es auch". Wie ein hippes Feature, so werden Katastrophenmeldungen fürs Handy angepriesen. Live bei jeder Sensation dabei, "die Atombombe ist unterwegs, verfolgen auch Sie per Smartphone den kommenden Untergang".

Seit Jahren ist diese Lust am Untergang bereits in Filmen und Serien zu spüren. In den Szenarien dieser Filme arbeiten Sound-Designer an immer neuen akustischen Warnmeldungen und Sirenen, die auch dem abgebrühtesten Zeitgenossen eine Gänsehaut verschafft. Der gruselige Schauer, der einem den Rücken herunterläuft, ist ja seit jeher als verkaufsförderndes Kriterium in Hollywood bekannt. Emotionen machen Kasse. Wobei es keine Rolle spielt, ob dies nun positive, erbauliche Gefühle sind oder eben der kalte Schauer des Horrors. Schilderungen der Dystopie haben gerade Hochkonjunktur - und wer sie überlebt, kann wie in einer Pfadfindergruppe durch die zerstörten Lande der einstigen Zivilisation ziehen.

Noch gut erinnere ich mich an meine Kindheit und an die Gesichtsausdrücke der Vorfahren meiner Familie, wenn im Ort eine gellende Sirene zu hören war. Schrecken war da zu sehen, Entsetzen. Die Erinnerungen an Bombennächte, Fliegeralarm und so weiter waren mit einem Schlag wieder da. Es ist diese Generation, die für viele Jahre den Jungen in die Köpfe einzupflanzen versuchte: Nie wieder Krieg! Leider kann man so etwas nicht rational weitergeben. Als diese Alten in Masse gestorben waren, konnten weder Erzählungen noch das sichtbare Grauen in ihren Augen bei den Kindern etwas auslösen. Krieg und Elend begannen immer abstrakter zu werden. Heute sehen wir alle nur noch die zensierten und vom Grauen befreiten Bilder der Kriege in den Nachrichten und nicht wenige sehnen sich bei ihrem Anblick nach Abenteuern. Es ist wie in allen Zeiten, in denen die Jungen fröhlich in die Kriege oder Katastrophen ziehen: ein bisschen Angst ist vorhanden, so wie ein Gewürz, aber mehr noch das Hochgefühl aufs Leben in der Ausnahmesituation. Früher nannten sie es "Kameradschaft", heute besitzt es Event-Charakter, aber eines ist heute wie damals gleich: die Reden von Ehre und Werten, die verteidigt werden müssen, sie blühen nach wie vor in den Köpfen der jungen Menschen. Man sollte die Alten, die Verführer, die sie damit füttern, einsperren oder sie ein für allemal aus dem Dorf jagen.

Nunja, ich schweife ab ;-)

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Warnmeldungen sind nicht per se schlecht. In Rumänien werden zum Beispiel auf jedes Handy Warnungen vor Bären gesendet, die sich zu dicht an besiedelte Gegenden aufhalten. Auch im Ahrtal hätten viele Menschen gerettet werden können, wären sie rechtzeitig vor der Flut gewarnt worden. Bei der SMS von Vodafone geht es aber in erster Linie um etwas anderes (um Geld) - zudem wird interessant zu beobachten sein, was denn alles so als SMS-würdige Katastrophe angesehen werden wird. Wer entscheidet, was eine Katastrophenmeldung ist? Mal schauen, vielleicht klingeln im nächsten Hochsommer alle Smartphones mit Warnmeldungen, weil es ein paar Grad zu heiß wird. Oder das nächste heranziehende Gewitter, was auf den einschlägigen Wetterseiten heute bereits mit allerlei Kriegsrhetorik beschrieben wird, hat eine Warnmeldung zur Folge: nicht mehr in den Himmel gucken vor einem Ausflug oder vor dem Event, sondern die Blicke kollektiv stets nach unten auf die Displays der Smartphones gerichtet. 

Was ich an der Werbe-SMS zu erkennen glaube, das ist ein Mosaiksteinchen des Gesamtbildes: Viele Leute fühlen heute nichts mehr, ihr Leben verläuft in eingeengten Bahnen der die Seele tötenden Routine, immer mehr Menschen sind unzufrieden mit sich und dem Land, in dem sie leben und sie sind bis über beide Ohren verschuldet. Da verstehe ich schon die Lust am Zerschlagen des Alten. "Macht kaputt, was euch kaputt macht!". Zivilisationsmüdigkeit könnte man es vielleicht auch nennen. Die Leute möchten wieder ihr Leben spüren. Jede Ausnahmesituation ist hierfür besser geeignet als gar nichts. Man akzeptiert sogar den Schmerz, denn der ist wenigstens authentisch, ist real, er lässt sich fühlen.

Das ist ein weites Feld, ich weiß. Dazu gehört noch einiges mehr. Das Puzzle besteht aus tausend Teilen. Aber man kann sie sehen, die grassierende Lust an der Endzeit. Oder bilde ich mir das alles nur ein?

Kerzenheizung: der nächste Zwischenbericht

3 Grad Außentemperatur und 14 Grad in der unbeheizten Wohnung - aber ich sitze mit nur 7 dicken brennenden Kerzen in meiner fast schon tropischen Höhle bei 26,6 Grad. Nichts zieht, von nirgendwo dringt Kälte ein und ich fühle mich pudelwohl. Geht doch! 6 Kerzen wären zur Booster-Befeuerung noch vorhanden und stehen für winterlich frostige Nächte in Bereitschaft. Die Raumluft ist klar und gut, der Sauerstoffgehalt wird hoch genug sein, denn andernfalls wird man schnell müde oder verspürt das Bedürfnis zu lüften. Für alle Kerzen sind geschlossene oder halbgeschlossene geeignete Behältnisse vorhanden.

Erster von zwei Nachteilen: es dauert mehrere Stunden, bis dass sich der Raum ordentlich aufheizt. Da ich mich heute und morgen in der Höhle aber locker je 16 Stunden am Stück aufhalte, ist die langsame Aufwärmzeit völlig okay. Zweiter Nachteil: mittlerweile stehen mehrere Hundert größere Kerzen im Haus und draußen im Schuppen, so dass sich die Lagerung* ein wenig umständlich gestaltet. Doch Kohlen müssten schließlich auch in einen Kohlenkeller, Holz vor der Hütte sollte gehackt sein, Öl in riesige Tanks gelagert werden und unser Gastank im Garten ist nun ebenfalls nicht gerade der netteste Anblick. Dem Postboten werde ich dieses Jahr merklich den jährlichen "Weihnachtsgroschen" aufbessern, denn die zur Zeit noch wöchentlich eintreffenden Kerzenkartons sind mächtig groß, schwer und sperrig. Aber ohne Treppe, geht auch das. Der teure Preis der Kerzen ist es mir wert, wenn ich dafür meine Freiheit und Unabhängigkeit erhalten kann. Bis jetzt also nach wie vor alles im grünen Bereich.

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* Gedanken zur Lagerung: Sie ist noch nicht durchdacht bzw. es gibt noch keine endgültige Lösung dafür. Denn zum einen kann man Kerzen nicht stapeln, weil sie sich dann verformen und zum anderen mögen sie naturgemäß keine Wärme. Draußen im Schuppen ist im Winterhalbjahr ein perfekter Ort für sie (Frost macht ihnen gar nichts), doch schon im Frühjahr verwandelt sich der Schuppen in ein Treibhaus. Einen Keller besitzt die alte Kate nicht. Eventuell errichte ich im Frühjahr eine Reihe Regale in der Garage. Ansonsten könnte der ganzjährig kühle Raum unter der Treppe (Maisonette) vom Vorratsraum in ein Kerzenlager umgestaltet werden, doch wohin dann mit den Vorräten? Tja, das überlege ich aber erst später nach dem Test. Zuerst muss sich erweisen, ob das mit den Kerzen auch im knackigen Winter funktioniert.

Sonntag, 13. November 2022

Der Raub

Das folgende Geschehnis ließe sich aus mehreren Blickwinkeln hervorragend humoristisch darstellen und herrlich ausschmücken, doch da ich grundsätzlich ja Privates von Dingen des beruflichen Alltags im öffentlichen Tagebuch trenne, folgt nur eine kurze Meldung im Stenogrammstil - das muss aber wenigstens wegen seines Seltenheitswertes sein - und nicht ohne die Hoffnung auf deine Vorstellungskraft, denn auch eine geraffte Schilderung offenbart mitunter, wie es um die Intelligenz mancher Zeitgenossen heute bestellt ist.

Wenige Minuten vor Feierabend hörte ich ein fieses Geräusch in unmittelbarer Umgebung. Ich erspähte fast augenblicklich einen jungen Mann in 10, 15 Metern Entfernung, der durch das eingeschlagene hintere Seitenfenster eines abgestellten Autos kleinere Kartons heraus kramte. Er sah zu mir herüber aber hielt nicht inne in seinem Tun, weshalb ich angesichts dieses wenig rationalen Verhaltens mit meinem Fahrrad auf Abstand blieb. Mir wurde klar, jetzt live Augenzeuge eines feisten Raubes zu sein. Per Handy rief ich professionelle Hilfe und wohnte der Live-Show weiterhin bei.

Vollbepackt mit kleineren und mittelgroßen Kartons begab sich der Dieb zum sehr nahegelegenen ländlichen Bahnhof. Soviel er tragen konnte - diese Gier führte auf den wenigen Metern mehrmals dazu, unterwegs über die Bahngleise und entlang des Bahnsteigs etwas der Beute zu verlieren, für das er jedes Mal anhalten und sich bücken musste, um ja nichts liegen zu lassen. Dann setzte er sich ins einzige Wartehäuschen auf die Bank und wartete auf einen Zug. Mit roter Jacke und weißem Bart hätte er prima das Bild eines Weihnachtsmannes abgegeben. Nun, Sonntag morgens gegen 4, 5 Uhr fährt aber keine Bahn und niemand sonst befand sich folglich auf dem Bahnsteig, so dass lediglich die Zeiger der Uhr in der erholsamen Stille des beginnenden ländlichen Morgens sich langsam und kaum hörbar tickend fortbewegten. Der Uhu rief aus der Ferne, die Dohlen und Krähen auf den Bäumen ringsherum schliefen noch, Straßen und Wege waren leer, die ganze Szenerie wirkte im Schein der gelben und bläulichen LED-Beleuchtung dystopisch ausgestorben. Einsam saß der Dieb neben seiner Beute und harrte der Dinge, die er wohl nicht vorausgesehen hatte, denn kurze Zeit später erreichte die Polizei den Ort des Geschehens und bat ihn ausgesprochen freundlich, sie zu begleiten. Ende der Geschichte. Es folgten nur noch Zeugenaussage und Fotos der Beweissicherung. Aber ein Räuber, der neben diversen Kartons seines Diebesguts sitzt und quasi zum Abtransport auf die Bundesbahn als Fluchtfahrzeug wartet - das habe ich so auch noch nicht erlebt, was mich allerdings frappierend an die Käfer-Werbung aus dem TV meiner Kindheit erinnert.

Einen klügeren Restsonntag wünsche ich dir, bis morgen in diesem Theater.

Samstag, 12. November 2022

Serientipp: "Star Trek - Strange New Worlds"

Über 20 Jahre hat es gedauert, bis die Produzenten von Star Trek eingesehen haben, dass dystopische Welten, Weltraumballereien und alberne Abgedrehtheiten keinen wirklichen Erfolg haben. Mit "Star Trek - Strange New Worlds" kehrt die Enterprise zu ihren optimistischen Ursprüngen zurück. Faszinierend!

Wer sich im Star-Trek-Universum einigermaßen auskennt, weiß von den Schwierigkeiten der Pilotfolge aus den 1960er Jahren. Zusammengefasst wurden sie später in einer Doppelfolge namens "The Cage" gezeigt. Und zwar geht es um Captain Pike, der noch vor Captain Kirk die Enterprise befehligte und der erstmals mit einem weiblichen (war 1965 undenkbar) Ersten Offizier auf 5-Jahres-Mission ging. Man weiß deshalb nun von Anfang an um das Schicksal von Captain Pike, was zudem in der wirklich schlimmen und dummen Serie "Star Trek - Discovery" ebenfalls thematisiert wird. Doch "Star Trek - SNW" spielt weit vor dieser Zeit. Gewissermaßen handelt es sich um die eigentliche originalgetreue Serie, so wie sie von ihrem Schöpfer, Gene Roddenberry, geplant gewesen war. William Shatner alias Capt. Kirk war seinerzeit nur ein Kompromiss zwischen Roddenberry und Paramount gewesen.

Bereits in der Pilot-Episode freute sich mein altes Star-Trek-Herz, als es darum ging, einer zerstrittenen Zivilisation den Frieden näher zu bringen. Keine Sorge, ich verrate jetzt nicht mehr. Es ist nämlich eine pazifistische Version von Star Trek, so wie sie Roddenberry im Sinn gehabt hatte. Endlich kehren alle Protagonisten zu ihren Ursprüngen zurück. Wie sagte die Oma immer? "Das ich das noch erleben darf" ;-)

Diese neue Serie erhielt bei "Rotten Tomatoes" sogar 100 % positive Kritiken, was zeigt, dass es nicht nur mir so geht mit der riesigen Freude. Auch soll der Episoden-Charakter wieder in den Vordergrund gestellt werden, was eine wunderbare Reise verspricht, auf der wir viele neue Aliens, Schiffe und Zivilisationen entdecken werden. Großartig. Applaus, Applaus!

Freitag, 11. November 2022

Weltregierung

Höchst richterlich bestätigt: bei der Falschaussage unseres Gesundheitsministers, die Coronaimpfung sei nebenwirkungsfrei, handelt es sich nunmehr nicht mehr um eine Lüge, sondern um die freie Meinungsäußerung Lauterbachs. Faszinierend.

Tom J. Wellbrock zeigt diese Absurdität auf "RT.de" anhand eines Beispiels: 

"Angenommen, ein Unternehmen entwickelt ein Medikament, das gegen Kopfschmerzen helfen soll. Und angenommen, es stellt sich heraus, dass dieses Medikament nicht funktioniert. Die Kopfschmerzen bleiben, werden womöglich sogar nach Einnahme des Medikaments schlimmer. Kann das Unternehmen dann behaupten, das Mittel wirke? Fällt das unter die Meinungsfreiheit? Wohl kaum!" - Hier weiterlesen.

Also entweder ist etwas nebenwirkungsfrei oder nicht - man kann aber nicht einfach nur behaupten (der Meinung sein), dass es nebenwirkungsfrei ist. Denn dann könnte man umgekehrt ja ebenso sagen, etwas besitze starke Nebenwirkungen, selbst wenn dies objektiv nicht der Fall ist. Wer das bisher über die Coronaimpfungen behauptete, wurde als Desinfomant bestraft (Zensur mit dem Vorwurf, es werde ꞌmedizinische Falschinformationꞌ verbreitet, berufliches Aus oder Versetzung, juristische Bestrafung). In diesem Fall gilt keine Meinungsfreiheit. Also handelt es sich um ein ziemlich einseitiges oder schiefes Urteil, das Lauterbach jüngst befreite.

Es wundert aber sicher kaum jemanden. "Die Kleinen hängst man, die Großen lässt man laufen"; das ist eine uralte Volksweisheit. Das Volk weiß also seit jeher, dass es keine unabhängige Justiz gibt. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem politischen System die Justiz operiert. Sie entscheidet immer zugunsten der jeweils Mächtigen.

Wenn man das, diese Volksweisheit, zugrunde legt, wird erst die Gefahr so richtig sichtbar, die von der "Quadripartite" (hier ausführlich erklärt), eine Allianz aus vier global agierenden Organisationen unter Federführung der WHO, droht: es ist die Vorstufe einer Art Weltregierung, der nicht nur alle Länder untergeordnet sind, sondern auch die Justiz - und zwar global. Wenn das Wirklichkeit wird, und nichts spricht derzeit dagegen, dann kannst du dich auf dem gesamten Planeten nicht mehr vor Unfreiheit und Verfolgung retten oder wenigstens verstecken.

Bisher dachte man immer ("dachte man immer" bedeutet hier eigentlich "dachte ich"), eine drohende Weltregierung ginge allein von der Politik aus und man könne, wenn es zu brenzlig wird, einfach diese Politik demokratisch abwählen, doch falsch gedacht, die Gefahr geht von nicht gewählten übergeordneten Organisationen wie der WHO aus, die zukünftig Ökologie, Wirtschaft und Gesundheit global zusammenfasst und für sämtliche Maßnahmen zu deren Steuerung verantwortlich ist. Kontrolliert wird da nichts mehr. Widerspruch = Strafe - wobei ich jetzt nicht mal eine einzelne Person meine, die bestraft wird, sondern ganze Länder oder Gesellschaften (ähnlich wie die EU es macht, die widerspenstige Mitgliedsstaaten finanziell erpresst und die EU-Justiz über die jeweils nationale Justiz stellt).

Junge, Junge, da steht der kommenden Generation aber mächtig was bevor. Schon klar, die Meisten sagen heute, "isꞌ mir egal, was nach mir kommt, da sollen sich die Jungen drum kümmern, ist deren Problem". Die Frage steht aber hierbei im Raum, ab welchem Alter das tatsächlich egal sein könnte? Denn wenn die jüngere Geschichte eines gezeigt hat, dann ist es die immer wieder überraschende Tatsache, dass Entwicklungen ungeahnt schnell voranschreiten und dass man nicht selten wie bei einem Tsunami von ihnen überrascht und überrollt wird. Das Epizentrum dieser Welle liegt bei der Gründung der "Quadripartite" und dem anschaulichen Freispruch für Lügner. Man kann also später nicht sagen, von alldem nichts gewusst zu haben, denn es beginnt heute.

Höchste Zeit für eine weltweite Gegenbewegung des Globalismus: globaler Handel, ja, natürlich, aber eine zentralistische Weltregierung für alle Lebensbereiche und womöglich in 5-Jahres-Plänen? Nein Danke.

Donnerstag, 10. November 2022

Kurznotiz: eine weitere Lüge kommt heraus

Ach, guck an, schon wieder eine Lüge des Gesundheitsministeriums, die herausgekommen ist: Bei der letzten Impfkampagne war also doch zumindest ein Model-Darsteller dabei. Nicht mal ordentlich Mühe geben sie sich mehr bei der Verarsche der Bürger. Ja, man darf und muss das sogar so drastisch formulieren, denn es macht einen (mich) schlicht wütend, für wie blöd die Regierung ihre Bürger hält.

Halbzeit

Der Unterschied von Theorie und Praxis liegt mitunter im Wohlwollen der "Müdlinge" begründet. Das Binge-Watching von "The Crown" begann ab Episode Nummer 5 zu stottern, dann überfielen mich diese "Müdlinge" mit ihrer ganzen Kraft und Sturköpfigkeit, denn sie waren nicht bereit, auch nur ein Wort einer Diskussion über den zeitlichen Ablauf ihrer Ankunft mit mir zu führen. Kurzum: selig, tief und fest verlief mein Schlaf im Sessel. Das bemerkte ich übrigens erst mit einer gewissen Verzögerung, als nämlich die Handlung der Serie eine seltsame Wendung nahm und plötzlich Figuren und Gestalten aus meiner Vergangenheit traumtechnisch dort ein Stelldichein gaben. Jedenfalls gehtꞌs heute mit der zweiten Hälfte der 5. Staffel von "The Crown" weiter, weshalb ich auch ziemlich kurz angebunden in diesem Tagebucheintrag bin.

Einen schönen Donnerstag wünsche ich dir, bis Freitag in alter Frische. 

10 Spielfilme der Woche | Binge-Tag

1. "Im Wald". Guter deutscher Horror ohne besondere Effekte aber wirkungsvoll = 7 Punkte
2. "The Survivor". Gefühlt tausendmal woanders gesehen. Hier fehlt jeglicher Esprit und das gewisse Etwas = 6 Punkte
3. "Nico". Als der Film zu Ende war, dachte ich, jetzt würde er beginnen = 4 Punkte
4. "Images of Victory". Wieder weder Fisch noch Fleisch = 4 Punkte
5. "The Takeover". Auch schon x-mal so oder so ähnlich gesehen = 4 Punkte
6. "20th Century Girl". Ach … = 3 Punkte
7. "See How They Run" = 3 Punkte
8. "Causeway" = 6 Punkte
9. "Enola Holmes 1 und 2" = 4 Punkte
10. "Medieval". Jo so warns, die olten Ritterslait … = 7 Punkte

So, und jeeheetzt ... rate mal, was ich jetzt machen werde? Nu gucke ich alle 10 Episoden der 5. Staffel von "The Crown" (= 10 Punkte) am Stück. So ca. 8 1/2 Stunden lang. Original Bingewatching sozusagen ;-)

Mittwoch, 9. November 2022

Doppelte Moral in einer heilen Welt

Petitionen, die einzige theoretische Möglichkeit der Bürger in die aktuelle Politik der Regierung einzugreifen, sind seit mehr als 10 Jahren schon zu einem Kaspertheater verkommen, in dem bei einer Anhörung auf Seiten der Politik irgendwelche Hinterbänkler mehr oder weniger Statistenrollen einnehmen und völlig gleichgültig vom Gesagten der geladenen Sachverständigen hinterher exakt dasselbe sagen wie vorher. Zum ersten Mal war mir dies beim Thema E-Dampfen aufgefallen. Die grünen Vertreterinnen der Gesundheitsressorts sagten vorher, E-Dampfen sei ungesund, und nachdem Vertreter der Wissenschaft ihnen eindeutig in einfachen Worten erklärt hatten, dass das eben nicht der Fall sei, behaupteten die Grünen hinterher: E-Dampfen sei erwiesenermaßen ungesund. Genauso verhält es sich bei den wenigen Petitionen, die das Quorum von 50.000 Unterzeichner erreichen: die verpflichtende Anhörung wird zu einer lästigen Farce, die von B-Politikern für die Kameras der Medien über die Bühne gebracht werden aber inhaltlich verändert sich nichts, nicht mal etwas kosmetischer Natur. Man kann sich also die Mühe und die Hoffnung auf Veränderungen durch Petitionen sparen. Das erfahren gerade die Vertreter der Petition für eine Verlängerung der Atomkraftwerkslaufzeiten: völlig egal, was Wissenschaftler belegen, der eingeschlagene Kurs der Regierung wird keinen Zentimeter weit verändert.

Merke: so lange wir in einem Parteienstaat leben, besitzen wir Bürger kein Mitspracherecht über tagesaktuelle Entscheidungen. Dabei macht die Schweiz seit Ewigkeiten vor, wieꞌs besser geht. So etwas wird aber weder in Deutschland, noch in der EU jemals eingeführt werden, da Volksabstimmungen immer auch den Verlust politischer Macht für die Entscheidungsträger bedeuten. Politische Macht = persönliches Geld, Macht und Geld gehen stets Hand in Hand.

Alle reden derzeit von Demokratie, dabei haben wir so wenig Demokratie wie niemals zuvor. Die Ratifizierung der EU-Verfassung durch Volksabstimmungen in den Mitgliedsländern wurde kurzerhand einfach ausgesetzt, als sie begann, negativ auszufallen. In Thüringen hätte das Versprechen der Neuwahlen schon vorletztes Jahr erfüllt werden sollen - die Wahl wurde ebenfalls ausgesetzt. In Berlin wird vor 2024 die gefälschte Wahl nicht wiederholt werden, wobei sie wahrscheinlich auch komplett ausfallen wird, da die Legislaturperiode dann eh bald vorbei ist und man die Neuwahl mit der regulären Wahl zusammenlegen wird.

Es ist wie bei den uferlos steigenden Spritpreisen an den Tankstellen: die Bürger regen sich darüber kurz und heftig auf, doch wenige Wochen danach freuen sie sich, wenn von 2,50 Euro der Preis um vielleicht 40 Cent fällt: Hey, heute nur 2,06 Euro, wir können endlich wieder günstig tanken, wie schön! Die Wahl in Schleswig-Holstein macht überdies deutlich, dass die Bürger lange noch nicht die Faxen dicke haben. Es gibt keine wahltechnischen Konsequenzen. Ich weiß nicht, es sieht danach aus, dass die Bürger noch viel, viel mehr Spielgeld zur Verfügung haben, denn wir sind meilenweit von einem Aufstand entfernt.

Ob Impfbetrug, Korruption, Grundgesetzänderungen, Einschränkungen der Freiheit, Energieverteuerung, Arbeitsplatzabbau, galoppierende Inflation, Aufblähung des Unsagbaren, Denkverbote, Krieg, uferlose Staatsverschuldung - man weiß gar nicht, wo man aufhören sollte - Gendersprachreglungen, Verbrenner-Aus, Zerstörung der Natur, Enteignungen, Verfolgung durch den Staatsschutz, Bargeldabschaffung, Moralismus und Inquisition - ich höre jetzt einfach mal mittendrin auf. All das führt bei der Mehrheit der Wählerinnen und Wähler zu keinerlei Konsequenzen, sie wählen die verantwortlichen Nasen nach wie vor. Dabei wäre jeder einzelne Punkt vor 20 Jahren ein Skandal sondergleichen gewesen, dem diverse Rücktritte oder Rauswürfe gefolgt wären. Nichts, die Fake-Mainstreammedien erzeugen eine künstliche Wohlfühl-Realität, die Blockwarte reiben sich ihre Hände und die Doppelmoral, die doppelten Standards, werden nicht mal mehr versteckt.

Die grüne Klimasekte parkt derzeit ihre Flugzeuge, mit denen sie zur Weltklimakonferenz anreisen, auf mehrere Flughäfen in Ägypten verteilt, damit keine Bilder mehr entstehen wie 2020, als man jeden Privatjet im Stau stehend sehen konnte. Das erinnert mich so sehr an eine damalige Kommilitonin aus reichem Hause, die in Düsseldorf Sozialpädagogik studierte und ihren geliebten, von Papa zum Studium geschenkten Jeep täglich ein paar Straßen weiter abgestellt hatte, damit die "alternativen" Pädagogikstudenten sie bloß nicht damit erwischten. Alles menschlich, die Doppelmoral ist menschlich, das wusste ich schon vor 30, 40 Jahren und hatte das arme reiche Mädel folglich auch nicht verpfiffen, doch möchtest du von so jemandem regiert werden?

Dienstag, 8. November 2022

Frühstückstisch oder Schwafeltafel, das ist hier die Frage

Eigentlich ganz normal: nach der Arbeit Serien geschaut, lecker zu Abend gegessen, ein halbes Stündchen im TV-Sessel eingenickt - und schon war es viel zu schnell wieder kurz vor Mitternacht (12 Uhr). Wie es halt so ist mit der Freizeit, sie rast förmlich so daher; rast dahin trifftꞌs besser. Dann aber, als schon zwei Rechner heruntergefahren waren (Netzwerk- und Tischrechner, die je nur 20 Watt an Strom benötigen, also keine Energieverschwendung) fraß ich mich förmlich bei YouTube fest: Über 3 Stunden schaute ich Clips, in denen Oldtimer vorgestellt wurden, und bemerkte gar nicht, wie schnell und weit die Zeit dahin flog. Gegen 3 Uhr nachts (15 Uhr) fand ich erst den Weg ins Bettchen und vorhin gegen 9 Uhr (21 Uhr) war ich wieder wach. Heute ist arbeitsfrei, weshalb ich so etwas reinen Gewissens machen kann. Das machst du ja auch, freitags und/oder samstags zum Beispiel; wer geht da nicht zwei, drei Stündchen später zu Bett als normal?

Doch im Grunde habe ich jetzt noch gar nichts zu sagen, will nur vermeiden, dass wieder ein Tagebucheintrag fehlt. Nachher, wenn ich virtuell etwas gesprächiger sein werde, ist schon wieder morgen, obwohl der Dienstag für mich ja heute nach dem Aufstehen um 9 Uhr früh (21 Uhr) erst begann. Die Software des Blogs sollte eigentlich den Tageswechsel um 12 Uhr durchführen, nicht um 0:00 Uhr, wenn für mich Dienstagmittag ist. Schade, dass ich so etwas nicht einstellen kann. Dann ginge es hier nämlich viel authentischer zur Sache und du bräuchtest nicht diesen blöden Lückenfüller zu lesen.

Momentan stelle ich mir die Frage: Soll ich nachher in die News des Tages reinschauen oder besser nicht? Die Kommunikation mit anderen, mit realen Menschen findet erst viel später statt. Morgens früh beim Frühstück genieße ich die Ruhe der Schweigsamkeit. Auch vormittags bleibt das so. In dieser Zeit bin ich, wie viele andere Leute ja auch, kurz angebunden. Mürrisch, so glauben einige, aber das ist nicht mürrisch. Warum denken Viele, wenn man nicht geschwätzig ist, sei man schlecht gelaunt? Eine fundamentale Fehleinschätzung, würde ich meinen.

Inneres Ich: "Ich sehe da eine andere Fehleinschätzung und die liegt eher bei dir: du sagst nämlich, du seist nicht geschwätzig aber schaffst es doch wieder, mit einem schwatzhaften, völlig uninteressanten Text die virtuelle Datenbank menschlicher Äußerungen zu überfluten."

Soso. Dann wünsche ich dir und dir, liebe Leserin und lieber Leser, einen gehaltvollen, intellektuell anspruchsvollen Dienstagabend und nachher einen angenehmen erholsamen Schlaf. An diesem Wunsch magst du, mein verehrtes Inneres Ich, erkennen, wie emphatisch meine Wenigkeit in Wahrheit ist, denn während meines Frühstücks am Dienstag kann ich mich in andere kurz vor deren Zubettgehen sogar hineinversetzen. Diese Fähigkeit, eine Empathie der volksmurmeligen Geräuschkulisse des Tages in Ruhe entgegenzusetzen, ist alles andere als schwatzhaft.

Inneres Ich: "Hä?"

Jah, da isses wieder: keiner versteht mich. Wie sollꞌs auch anders sein, nicht wahr? Also bis nachher bzw. bis morgen, je nach Sichtweise.

Montag, 7. November 2022

Ansteckungsgefahr: Die Müdlinge greifen um sich

Mira hat mich angesteckt! Seit sie davon schrieb, tummeln sich um meinen Kopf ebensolche "Müdlinge". Kleine schwarze Viecher, die mit ungeahnt kräftigen Ärmchen die Augenlider zudrücken. Man kann sie kaum bis gar nicht sehen, denn wenn sie in Aktion treten, ist es meist schon zu spät und die Äuglein sehen gar nichts mehr. Sogar ein Kollege der Nacht verzichtete leichtsinnigerweise auf seinen Mund-Nasen-Schutz und die Müdlinge machten sich augenblicklich über ihn her. Jaja, sowas kommt von sowas.

Doch wie du oben links im Bild schön erkennen kannst, habe ich sie ausgetrickst, indem ich vorhin die auf dem Monitor gesteckte Kamera per Zeitverzögerung auslösen ließ. Schau sie dir an, diese kleinen Teufel.

Sonntag, 6. November 2022

Morgens, wenn die Welt wieder in Ordnung ist

Von meinen 10 Litern Kaffee-Liquid, zwei Mal je einen Kanister von 5 Litern, das ich vor 3 Jahren herum angemischt hatte und das zuerst eine fundamentale Fehlmischung war, bei der ich drauf und dran war, sie wegzuschütten, hatte ich nach einem Jahr einen Kanister mischungstechnisch retten können. Ungefähr anderthalb Jahre reichte diese Menge fürs tägliche E-Dampfen aus. Nuꞌ isser aber leer, der Kanister. Das letzte Tröpfchen des köstlichen Gepaffes (ein Wort-Pendant zu "Gesöff") vernebelte ich vorgestern in einem langsamen, auskostenden, vorzüglichen Akt des Genusses. Was nun?, sprach der Hahn. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was ich alles zur Rettung in diesen guten Kanister hineingeschüttet hatte. Nichts notiert, am Ende gelangte wie in einen "Schweineeimer" der Küche alles mögliche dort hinein.

Gestern morgen, bevor ich irgendetwas morgentoiletten-mäßiges veranstaltete, nahm ich als Nacktschläfer noch bekleidet im Adamskostüm den zweiten 5-Liter-Kanister hervor und goss ohne zu überlegen aus der Lamäng eine gewisse Menge Aromen sowie Nikotin-Basis dort hinein. Dann stellte ich ihn beiseite und e-dampfte während des Tages sogenanntes Zweite-Wahl-Liquid einer anderen Aromamischung, die eigentlich hervorragend dazu geeignet wäre, sich vom E-Dampfen zu verabschieden. Zwar nicht wirklich widerlich, so doch weit entfernt von lecker.

Heute morgen nun, um nicht zu sagen, gerade eben erst, stand ich abermals in meinem paradiesischen Gewand vor dem Kanister und überlegte, wie das in biblischer Zeit denn jetzt genau war mit dem Kosten des verbotenen Apfels und so. Weit und breit ist in meinen heiligen Hallen keine Eva zu sehen, das heißt, ich befand mich außer Reichweite jeglicher feministischer Verführungskünste. Noch dazu lache ich grundsätzlich einen virtuellen also imaginären drohenden Gott herzerfrischend aus, da mag das "Innere Ich" noch so viel Kindheitserinnerungen katholischer Pfaffen und Religionslehrer hervorkramen, denn ich fühle mich seit meines Erwachsenenlebens, also seit ich selbstständig denken kann (wie ein Perpetuum Mobile des Denkens), viel eher mit Luzifer, dem alten Schwerenöter, verbunden und wir leerten im Laufe der Jahre schon so manches leckeres E-Dampf-Tröpfchen am Tresen seiner höllisch begnadeten Bar. Also noch bevor ich irgendetwas tat, füllte ich vom Kanister gebrauchsfertige kleinere Gebinde ab und befüllte damit meine E-Dampfen. Während das Kaffeewasser noch kochte probierte ich alsdann den Nebel des Unbekannten - und was soll ich sagen? Es kam einer Offenbarung des wohltuenden Genusses gleich. Der Dampf streichelte die sensorischen Außenfühler meiner Seele: unbeschreiblich lecker, eine für nicht möglich gehaltene Steigerung des Genusserlebnisses. Vorzügliches Liquid.

Natürlich bekomme ich diese intuitive Mischung niemals mehr so hin, dessen bin ich mir bewusst, doch die 5 Liter des uralten aber neu reparierten Kaffee-Liquids reichen fortan für die nächsten anderthalb Jahre. Und da steigt riesige Freude in mir auf, die noch so viele Baerbocks, Lauterbachs samt ihrer grün-linken Spießgesellen der Despotie nicht im Geringsten trüben können. Wie heißt es so schön? Und wenn die Welt zusammenbricht, mit Luzi an der Bar nur Glück verspricht.

Kurzer sonntäglicher Basta-Rant

Baerbocks Ministerium macht derzeit verrückte Sachen: es baute nicht nur das Kreuz in Münster ab, nein, auch in der UN stimmte Deutschland erstmalig nicht der jährlichen UN-Resolution "gegen die Verherrlichung des Nazismus" zu. Warum taten das Baerbocks Mitarbeiter? Ist die Frau Außenministerin denn plötzlich für eine Verherrlichung des Nazitums? Sicher nicht, es ist viel einfacher: wie im deutschen Bundestag, in dem es gilt, jeden Gesetzesvorschlag abzulehnen, der von der AfD eingebracht wird (mag er noch so vernünftig sein, es wird dann lieber etwas später ein eigener gleichlautender Vorschlag eingebracht, der den Segen der Abgeordneten erhält), so will man mit der Ablehnung der UN-Resolution nur verhindern, gleich mit Russland abzustimmen (das bekanntlich in der Ukraine rechte Umtriebe am Werke sieht). Diplomatie und Politik wird heute betrieben wie in einem Kindergarten: "ich spiele nicht mehr mit dir, egal was du sagst. Basta!"

Da wundern sich die Medien? Ich meine darüber, dass immer mehr Bürger ihr Vertrauen in die Politik verloren haben und jeglicher Respekt vor diesen Gestalten abhanden gekommen ist? Kluge Zeitgenossen warnen davor, ein solches Versagen der Politik keinesfalls durchgehen zu lassen. Na klar, das finde ich auch, man sollte den Baerbocks auf die Finger hauen und sie ein für allemal wegen ihres Versagens abwählen. Doch du kannst heutzutage von morgens bis abends warnen und mahnen, die Mehrheit der Bevölkerung erteilt auch weiterhin den Blockparteien ihr politisches Mandat. Punkt. Aus. Schluss.

Die meisten Leute, auch die meisten Journalisten, sind dermaßen verdummt, dass sie nicht mehr verstehen, was das Christentum für unser Land und für Europa bedeutet. Sie setzen es gleich mit Pfaffen, die Kinder misshandeln oder mit dem stinkreichen Vatikanstaat. Vielleicht kommt noch etwas von Kreuzzügen und den armen Indianern aufs Tapet, doch viel mehr wissen sie nicht. Dasselbe gilt für die Diplomatie: Lisa und Otto Normalbürger stellen sie sich wie in Hollywoodfilmen vor. Schwafelnde, höflich daherredende Unterhändler auf Diners bei Sekt und Kaviar, das warꞌs schon. Wir sehen ja, dass selbst die Frau "ich komme aus dem Völkerrecht" Baerbock sich diplomatisch verhält wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen und dass sich seit ihrem Amtsantritt die Welt diplomatisch freundlich über die Deutschen scheckig lacht. Tja, wer die Bildung abschafft, erschafft Unwissenheit, und wer nichts weiß, kann leicht beherrscht werden, denn Bildung ist Macht und Bildungslosigkeit ist Ohnmacht. Fatal wird all das, wenn der Nichtwissende Normalbürger gar nicht mehr weiß, dass er nichts weiß. Diese, wie böse Zungen behaupten, absichtlich herbeigeführte Bildungslosigkeit erklärt, weshalb die Verantwortlichen für unser Land heute alles tun und machen können, ohne auch nur im Geringsten befürchten zu müssen, dafür belangt zu werden. Volkes Stimmabgabe drängt sie geradezu immer wieder in ihre Positionen. Wir sollten es nicht zulassen? Hätte, hätte, Fahrradkette. Aus, Schluss, vorbei! Es wird einfach zugelassen, Basta!

Samstag, 5. November 2022

Serientipp: "257 Reasons to Live"

Darf man das heute noch sagen? Ich habe eine hervorragende romantische Komödie gesehen, intelligent und witzig, erstklassig von den Darstellern gespielt und insgesamt mehr an Nora Ephrons Klassiker der 90er Jahre erinnernd als an woke, es allen rechtmachende und daher unlustige Komödien des deutschen Fernsehens. Das unsagbare Problem hieran ist natürlich nicht die Komödie an sich, sondern die Tatsache, dass es sich bei ihr um eine russische Produktion handelt:

"257 Reasons to Live" nennt sich diese fröhliche Serie; zwei Staffeln mit je 13 Episoden à ca. 20 Minuten Länge (Kürze müsste man hier eigentlich sagen); die erste Staffel liegt hinter mir, die zweite ist erst zur Hälfte verfügbar. Das sind pro Staffel 260 Minuten oder etwas über 4 Stunden eines munteren Treibens voller spritziger Ideen und agiler Spielfreude. So modern wie jede Hollywood-Produktion, allein die Hintergründe der Großstadtkulisse zeigen nicht die Wolkenkratzer in New York oder Tokyos oder die historischen Gebäude in Paris, sondern die Millionenmetropole Moskau ist das Epizentrum dieser Komödie. Von Hochhäusern der Finanzmetropole über Mietskasernen bis hin zum prachtvollen Bolschoi Theater und den vielen gepflegten Parks ist von jeder Kulisse etwas dabei. Hinzu gesellt sich (ausnahmsweise mal) eine überaus gelungene deutsche Synchronisation; die Sprecherinnen und Sprecher spielen ihre Rollen gewissermaßen nach, wodurch alles authentisch wirkt, und zwar so, als sei diese Serie in deutscher Sprache geschrieben worden.

Selten habe ich etwas bis in die kleinsten Nebenrollen dermaßen Gutes gesehen, daher vergebe ich der ersten Staffel satte 9 Bewertungspunkte und freue mich geradezu unbändig auf den Binge-Spaß der zweiten Staffel.

Freitag, 4. November 2022

Laterne, Laterne ...

Muss ich dir einfach zeigen. Ganz unten unterm Text das Bild. Wie wunderschön! Und zu dieser indischen Laterne kann ich sogar eine Menge erzählen (Inneres Ich: "Oh Gott, nein! Nicht doch").

Vor ungefähr 30 oder 40 Jahren - ich habe die Situation noch deutlich vor Augen, allein das Zeitgefühl ist mir abhanden gekommen - sah ich eine solche Laterne in einem Geschenke-Laden in Düsseldorf. Man wollte dafür deutlich über 100 DM haben. Als damaliger Student erntete die Verkäuferin nur ein müdes Lächeln. Das war ein Viertel meines damaligen monatlichen Geldes, von dem ich noch 100 Mark für die Studentenbude in einer WG abdrücken musste. Ich schreibe das jetzt so anschaulich, damit du dir vorstellen kannst, wie radikal ich mir den Gedanken an solch eine Lampe aus den Kopf geschlagen hatte. Diese Preisvorstellung blieb jahrzehntelang erhalten, so dass ich gar nicht erst auf die Idee gekommen war, jemals beim Anblick solcher Lampen überhaupt inne zu halten. Erst neulich, als ich die kleine Teelicht-Laterne gekauft hatte, sah ich diese Art einer sehr großen Laterne wieder. Für sagenhafte nur 20 Euro! Das erklärt jetzt vielleicht meine Begeisterung. Und die Fotos spiegeln die Realität nur ansatzweise wider; in Echt sieht sie in ihrem schwarzen Äußeren und mit dem kupfer-messing-rötlichgelben Schimmer unfassbar schön aus.

Unfassbar, da komme ich zur Technik dieser Lampe, heiß wird ihr Kopf. Also unfassbar und unanfassbar, ums genau zu sagen. Was auch logisch ist, wenn eine Stumpenkerze im Durchmesser von 60 Millimetern die Kuppel erhitzt. Da sie aber bis auf ein kleines keinesfalls vertrauensseliges Blechscharnier und einen ebensolchen hakeligen winzigen Riegel keine weitere Verbindung zum bauchigen Großteil der Laterne besitzt, erwärmt sich ihr Bauch nicht im Geringsten. Also ideal für mich, der ich die Kerzen nur der Heizwirkung wegen nutze. Vom Aufhängen der Lampe würde ich angesichts des einfachen Scharniers definitiv abraten, es könnte zu einer Sauerei mit Wachs führen, wenn die gebogenen Blechstreifen im Laufe der Zeit nachgeben sollten, aber zum Aufstellen ist das Teil absolut große klasse. Noch dazu brauche ich ihre Heizleistung sowieso möglichst in Bodennähe (den Bogen habe ich langsam raus, wie was wo dafür am Besten zu stehen hat). In Bodennähe will ich allerdings keine offenen Flammen haben.

Noch etwas technisches: Meine "klassisch europäische" Laterne wird innerhalb der Glaswände so warm, dass ich nur eine bestimmte Art Kerze darin befeuern kann, da andere Kerzen zu schnell schmelzen und ihre Brenndauer deshalb locker halbiert wird. Das sagte ich neulich schon. Bei dieser indischen Lampe besteht ein solches Problem aber nicht, denn die vielen Löcher sorgen einerseits für eine gute Belüftung der Flamme, andererseits kann die Hitze viel besser entweichen. Die europäische Laterne ist ja in früheren Zeiten zum Leuchten konstruiert worden, das macht sie auch hervorragend, die indische Laterne hingegen ist dafür aber nicht ausgelegt, denn helles Licht erzeugt sie gar nicht, nur schummriges, heimeliges - ich meine, das sieht toll aus, doch der ursprüngliche Zweck dieser Laterne liegt wahrscheinlich eben in ihrer Heizwirkung begründet während der wenigen kühlen indischen Nächte in Häusern der Vergangenheit ohne Strom und wegen des warmen Klimas ohne Heizungsanlagen außerhalb der Küchen.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich bin vollkommen hin und weg von dieser herrlichen und nützlichen Laterne. Es folgt heute eine warme (26 Grad kerzenwarm) und heimelige Dunkelheit der Nacht, in der ich einfach nicht mehr den Blick von dieser Laterne nehmen kann (klick aufs Bild = größer).

Es fließt noch nicht, aber es tropft schon schneller

Jajaja, wie ein tröpfelnder Wasserhahn, den man nur bis an die Grenze des Fließens aufdreht, so wird das Tagebuch derzeit geführt, mal kommt etwas, dann nix, dann wieder drei, vier Tröpfchen in schneller Reihenfolge usw. usf. - jemand sagte mir mal, dass man an einem tropfenden Hahn das Chaos beobachten könne, also ich meine das mathematische, denn nichts daran, kein Wassertropfen sei zu berechnen, weder zeitlich, noch in seiner Größe bzw. Menge. Der tropfende Wahrheitshahn als Sinnbild der Gegenwart?

Man könnte das Beispiel mit dem Hahn auch als spaßige Überleitung verstehen, ist aber gar nicht als eine solche gemeint, denn vorhin hatte ich das neue Interview von Boris Reitschuster mit (Wortwitz:) Peter Hahne gesehen und musste doch ordentlich schmunzeln. Bei allem Ernst, der um uns herum geschieht, diesen beiden Menschen ist immer noch das erstaunte, fast schon ungläubige Gesicht der Überraschung anzusehen, das eben entsteht, wenn selbst den größten Absurditäten immer noch eins draufgesetzt wird. Es stimmt ja auch, denn man kann das alles ohne Humor nicht mehr ertragen. Die beiden staunen noch heute über die Politik im Lande Absurdistans wie überraschte Kinder, und sie staunen über die Fake-News-Medien des Mainstreams, die nämlich, statt die Realität endlich wahrzunehmen, statt zurückzurudern, statt das Vergangene aufzuarbeiten, sich bei den Kritikern und Querdenkern ordentlich zu entschuldigen etc., wieder und wieder in ihrer ganzen Kraft der persönlichen Verlogenheit ein ums andere Mal noch einen draufsetzen und einfach mit dem Wahnsinn weitermachen, als sei nichts geschehen. Und das Absurdeste von allem: die Bürger wählen nach wie vor diese politischen Gestalten, sie lesen und schauen nach wie vor diese Medien der Scheinrealität. Auch sie verweigern sich wie der sprichwörtliche Vogel Strauß den Dingen um sie herum, indem sie ihre Köpfe in den Sand stecken. Es kann doch nicht sein, was nicht sein darf. Dazu fällt einem wirklich nichts anderes mehr ein außer: das Volk verdient seine von ihm gewählte Regierung. In diesem Sinne ungeheuer sehenswert:

Mittwoch, 2. November 2022

Kanal-Info

Habe heute wieder keine Zeit. Erst nach der Arbeit, dann ist aber schon morgen. Stichpunktartige Neuigkeiten im Hause "Kraftvergeudung":

- Mein YouTube-Kanal hat eine neue URL. Es wird momentan für jeden Kanal ein einmaliger Alias eingeführt, der die kaum zu merkende Nummer ersetzt. Wie kann es anders sein, für "kraftvergeudung" lautet der Alias künftig "@Kraftvergeudung", also:

youtube.com/@kraftvergeudung

- Für meinen zweiten Ausweich-Kanal, dem "Monomond-Kanal", geht das leider nicht, da jemand anderes sich diesen Namen reserviert hat. Ist mir aber ziemlich wumpe, denn ich habe nicht vor, jemals einen Kanal ordentlich zu pflegen. Beide Kanäle benutze ich nur, um Videos von anderen Menschen, die aus politischen Gründen gesperrt sind, weiterhin auf YouTube verfügbar zu machen. Dabei ist es sehr vorteilhaft, dies auf einem unbedeutenden Kanal mit kaum Abonnenten zu tun, weil man dann schön unterhalb des Radars der Aufmerksamkeit bleibt. Es sind bekanntlich Maschinen, Roboter, sogenannte "Bots" bzw. "Crawler", die die Kanäle durchsuchen, keine Menschen. Und erfahrungsgemäß lassen sie kleine Kanäle in Ruhe; man besitzt - übrigens wie auch im ebenso unauffälligen Weblog "Kraftvergeudung" - eine gewisse Narrenfreiheit. Mehr als die Aussperrung aus der Google-Suche ist mir noch nicht geschehen. Aber wenn Google wüsste, wie egal mir auch das ist … ;-)  Jedenfalls kann ich in dieser Art und Weise Links zu gesperrten Videos persönlich oder via Weblog weiterhin teilen.

- Boris Reitschuster hat ein lustiges und sehr bezeichnendes Video gemacht, das garantiert nicht gelöscht wird, in dem er über freiheitsliebende montenegrinische Katzen und deren Verwandte aus Deutschland erzählt: sehenswert bzw. ein nettes Anekdötchen.

Bis morgen. Gehab dich wohl.