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Freitag, 29. Juli 2022

Rumänien, auf ein Neues

Ein Jahr ist endlich rum und dat Carolin ist die nächsten 3 Wochen wieder auf Tour mit ihrem "Traktor". Wie letztes Jahr gehtꞌs nach Rumänien. Das heißt, täglich neue stundenlange Livestreams - und soll ich dir mal was sagen? Darauf freue ich mich richtig. Habe schon die ersten 5 Stunden nur auf der Autobahn, auch noch im Dunklen (man sieht nichts), hinter mir. Trotzdem keine Sekunde Langeweile, das läuft nebenher. Vielleicht ist es ähnlich wie Zugfahren - so lange man aus dem Fenster schauen kann und eine Bewegung feststellt, ist es nicht langweilig.

Inneres Ich: "Hallo? Welche Bewegung denn? Du sitzt doch nur zu Hause auf deinem dicken Popo."

Genau! Dasselbe wie in der Bahn. Ich saß mal 48 Stunden am Stück in einer Bahn (Interrail), von der Erinnerung zehre ich noch heute. Außerdem verschmilzt gegenwärtig ja die virtuelle Realität mit der echten Wirklichkeit, siehe Corona, Energiewende und der Umbau der Gesellschaft in ein virtuelles Wohlfühlland.

Habe vorhin mal direkt für die nächsten 3 Wochen das Banner vom letzten Jahr hier oben eingebaut. Nur ein Klick darauf, schon kannst du mitreisen :-)

Donnerstag, 28. Juli 2022

Spielfilm-Tipps: "Doula" und "The Gray Man"

Es gibt kaum noch annehmbare Spielfilme? Stimmt, heute sindꞌs Serien. Hat Riesenvorteile, doch darüber hatte ich hier schon bis zum Erbrechen meinen Senf kundgetan. Sagt man eigentlich bei zu viel Senf auf der Wurst, sie sei nun versenft? Ich finde ja solche Abkürzungen immer klasse, denn jeder weiß genau, was damit gemeint ist, aber trotzdem ist es ein per Duden nichtexistentes Wort. Wie auch "gepipelined" (gepeipleint), z.B. "Russland peipleint weniger Gas zu uns". Ach, ich schweife ab :-)

Jedenfalls gibt es derzeit zwei neue Spielfilme, die ich gerne gesehen habe. Zum einen "Doula", eine Komödie, die sogar teilweise wirklich lustig ist. Ein Einmal-Film, ein Mal gesehen, geschmunzelt und weg damit, also durchaus akzeptabel aber weniger tauglich fürs Archiv. Zum anderen "The Gray Man", ein Action-Thriller. Ist klar, tausendmal gesehen so etwas, aber dieser Film hatꞌs echt in sich. Ein buntes Spektakel sondergleichen, die halbe Prager Innenstadt wird zerlegt. Auch wenn es wohl nicht die Absicht der Produzenten war (?), so könnte man diesen munteren Streifen als eine prima Parodie der Filme dieses Genres betrachten, besonders auf "007", was auch - ein nur winziger Spoiler - vom Hauptdarsteller als Begründung für seinen Namen "6" herangezogen wird: 007 sei schließlich schon vergeben. Zwar stehe ich nicht unbedingt auf Action-Thriller, doch "The Gray Man" habe ich sogar archiviert, denn er ist meiner bescheidenen und zu nichts tauglichen Meinung nach wirklich gelungen.

Bis Morgen in diesem Theater.

Mittwoch, 27. Juli 2022

Adapter von Baugröße AA zu D

Drei solcher Laternen, 17 Jahre alt, 14 und 11 Jahre jung (klick aufs Bild = groß),  besaß ich noch Anfang des Jahres. Eine ließ meine Großnichte aus nur knapp 50 Zentimeter Höhe versehentlich fallen. Die versprochene Bruchsicherheit der angeblichen Outdoor-Eigenschaft entpuppte sich als glatte Lüge, denn das Kunststoffgewinde des Batteriefaches brach entzwei - und da dieser Deckel gleichzeitig der Boden der Lampe war, konnte er nicht mehr repariert werden. Kleben hätte nicht gehalten, denn der Boden dieser Art von Laternen steht unter enormer Zugspannung wegen des nötigen Pressdrucks an den Kontakten der Batterien. Kunststoff ermüdet überdies unter solchen Bedingungen im Laufe der Zeit. Das ist Fehlkonstruktion Nummer 1. Die Lampe fasst 6 der sehr schweren D-Batterien, was Fehlkonstruktion Nummer 2 ist, da D-Batterien für LED-Lampen unsinnig sind. Warum? Diese Konstruktion stammt aus Zeiten der Glühbirnen, die erheblich mehr Strom verbrauchten als LEDs. Zu jener Zeit gab es noch keine guten AA-Akkus, AA-Batterien waren zu schnell leer. Somit wurden D-Batterien benötigt und als Gehäuse und Boden wurde stabiles Metall verwandt - eben weil man wusste, dass diese Konstruktion für Kusnststoff zu schwer ist. Als sich ab ca. Mitte der "Nuller Jahre" die LED-Technik mehr und mehr durchsetzte, hatten die Hersteller einfach das Design bewährter alter Lampen übernommen aber statt Glühbirnen LEDs verbaut (teilweise sogar mit angedeuteten ehemals notwendigen Lüftungsschlitzen der heißen Glühbirnen wegen). Die vertraute Optik blieb also erhalten. Somit auch das Gewicht. Und das war letztlich die eigentliche Ursache für den Bruch eines bruchsicheren Gewindes.

Die zweite Lampe hing im Schuppen und wurde nur selten benutzt. Eigentlich nur im Winter, da ich meine beiden Fahrräder dort parke. Ihre LEDs brauchten sowieso kaum Strom, so dass ich schlicht und ergreifend vergaß, die Batterien wenigstens ein Mal im Jahr optisch zu überprüfen. Und was geschah? Von 6 Batterien liefen 4 aus und zerstörten den Kunststoff, an dem die Kontakte festgenietet waren. Ein regelrechter Lochfraß fand dort statt. Kurz: Elektroschrott.

Die letzte Lampe fiel heute vom Gefrierschrank auf den Boden aber überlebte den Sturz. Vorsichtshalber schaute ich nach und öffnete das Batteriefach. Pitschnass voller ätzender Flüssigkeit. 2 der 6 D-Batterien waren bereits ausgelaufen, 2 weitere in Begriff, es ihnen gleichzutun. Es gab glücklicherweise noch keinen Folgeschaden. Abwischen, trocknen und alle Batterien in den Sondermüll.

Ich weigere mich strikt, die schlechten D-Batterien jemals wieder zu kaufen. Sie sind nicht nur schlecht, sondern noch dazu völlig überteuert. Da erinnerte ich mich, dass ich vor 20 Jahren mal etwas bauen wollte, für das ich Adapter benötigte. Das Bauvorhaben blieb aber bei einer Idee und die Adapter lagen seither in einem Kram-Karton auf dem Söller. Messitum sei Dank! Ich weiß noch, dass ich seinerzeit nur 4 benötigt hätte, doch 6 gekauft hatte (wegen der Reserve und so). Genau diese 6 Adapter tragen nun 6 erstklassige "Eneloop-Pro"-Akkus. Mit ihrer Kapazität stehen sie den dicken D-Batterien in nichts nach, wenn man dafür nicht die Nutzungsdauer (Duracell-Häschen), sondern die Zeitspanne bis zum Auslaufen der D-Batterien kalkuliert.

Wie bewerte ich das alles jetzt?

Für die erste kaputte Lampe hängt dort im Schuppen seit Februar eine neue mit nur 2 AA-Akkus. Die 2. kaputte ist ein ärgerlicher Verlust aber auch die Erkenntnis, dass diese Art von Laternen, die zum Teil heute noch mit überflüssigen D-Batterien angeboten werden, technisch unnütz sind. Die 3. Lampe wollte bei mir bleiben und bot mir durch ihr energisches Auf-Sich-Aufmerksam-Machen eine tolle Alternative, um sie weiterhin mit wesentlich geringerem Gewicht benutzen zu können, was ebenfalls den Alterungsprozess des Kunststoffgehäuses verlangsamen wird. Also bewerte ich all das durchaus positiv.

Meine neuste Errungenschaft ist übrigens eine Laterne mit 2 auswechselbaren oder wahlweise per USB-Stecker aufladbaren 18650er Akkus (Dampfakkus) von "Brennenstuhl". Sie ist aber mehr ein Kerzenersatz, da sie neben dem typischen hellen LED-Licht auch in einem wunderbaren gelblich-warmen Licht leuchtet, dass heruntergedimmt werden kann.

Naja, das dazu. Und zum Abschluss des heutigen Blog-Marathons singen wir dann frohgemut: "Das Licht ist aus, wir gehn nach Haus, rabimmel, rabammel, rabum."

Carolin Matthie über das Mitläufertum

Wer älter wird, besitzt automatisch immer mehr Lebenserfahrung. Im fortgeschrittenen Alter sicher eine ganze Kiste voll. Es ist dann praktisch und leicht, zu fast jeder Alltagssituation dort passende Beispiele hervor zu kramen. Mit ihnen ist man geschützt vor Rattenfängern, Pfaffen, Gurus, Journalisten und Politikern aller Art. Oft jedenfalls. Junge Leute hingegen sammeln logischerweise erst ihre Erfahrungen und müssen dann lernen, sie in der Gegenwart auch richtig anzuwenden. Doch bereits mit Ende 20 können einige auf etliche erlebte Erfahrungen zurückgreifen und sie bestens im Alltag benutzen. So auch Carolin Matthie, deren Videos ich schon einige Male hier verlinkt habe.

Ihr aktuelles Video dauert 50 Minuten und umfasst mehrere Themen. Mir geht es jetzt aber nur um das Thema, wer die vielen Mitläufer und die sogenannten "Aktivisten" politischer Strömungen eigentlich sind. Deshalb habe ich aus dem langen Video einen nur 6-minütigen Ausschnitt gewählt, den jeder zwischendurch mal schnell ansehen kann. Mit einfachen Worten und einem Beispiel aus ihrer Schulzeit seziert Carolin exakt das Wesen des Mitläufertums. Diese 6 Minuten empfinde ich als besonders sehenswert.

Spirituelles

Oh, wieder zwischendurch ein Tag verschütt gegangen. Wie kam das denn? Weil ich einem Irrenanfall unterlag. Oder sagen wir mal so: ich befand mich in einem Flow.

Durch das vorgestrige Edelstahl-Bild wurden meine Blicke sozusagen unbewusst geschärft und fielen auf den einen in meinem Besitz befindlichen Edelstahl-Kochtopf und auf selbige große Bratpfanne. Beides seit Jahrzehnten (!) nur phlegmatisch und äußerst selten gespült. Kannst du dir vorstellen wie sämtliche Ränder aussahen? Eine Kruste festsitzenden Drecks. Also dachte ich bei mir und stimmte innerlich das Lied des Bären Balu aus dem "Dschungelbuch" an: "Versuchꞌs mal mit Gemütlichkeit, mit Bürste, Draht und Dremel-Zeit …", klar, der Situation reimtechnisch angepasst. Und noch dazu setzte ich mir die Lupenbrille auf die Nase. Ohje!

Doch die kleine Drahtbürste für den Dremel wirkt wahre Wunder. Ohne jede Anstrengung braust sie in die winzigsten Ecken. Vorher natürlich die Griffe abmontieren. Ich sage dir, das hat sogar richtig Spaß gemacht. Okay, damit kommt man nur zentimeterweise voran, deshalb der Flow: das Makroblickfeld scheint unendlich, es findet kein Ende (der Topf ist ja rund) und die vor den Augen munter abspringenden Krusten erzeugten ein ums andere Mal ein freudiges inneres Lächeln. Man könnte diesen Reinugungsprozess auch als eine Restaurierung betrachten: du gräbst dich Schicht um Schicht durch die Vergangenheit, bis der ursprüngliche Zustand der 1980er Jahre wieder vor dir auftaucht. Das Fortschreiten der Millimeter und Zentimeter unter der Minibürste wirkt wie ein langsamer Fluss und verwandelt dein Inneres in eine intensive Meditation, hinein in einen abwesenden Zustand. Du denkst an nichts mehr, die Welt um dich herum verschwimmt, was durch die Lupenbrille tatsächlich optisch noch verstärkt wird, genauso wie akustisch das schleifende hohe Surren (wie nennt man ein solches Geräusch?) die Zeit verschmelzen lässt in einen einzigen langen Augenblick.

Am Ende steht nach Stunden ein beinahe fabrikneues Kochgeschirr vor dir. Doch dem Erfolgserlebnis wohnt gleichzeitig auch eine gewisse Traurigkeit inne, dass alles nun fertig ist und die rauschhafte Meditation ihr Ende findet. In dieser Art sind also einige Stunden vollkommen unbemerkt an mir vorübergezogen. Deshalb der verlorene Tag hier im Tagebuch.

Quintessenz: Ein Dremel mit Drahtbürste verwandelt bisheriges kräftezehrendes Putzen in einen von jeder Anstrengung befreiten Zustand, bei dem selbst Buddha vor Neid erblasst wäre.

Montag, 25. Juli 2022

Monochromes

Okay, den Pfefferstreuer in der Mitte hatte ich letzte Nacht nicht bei der Arbeit, er rief mich aus der Küche, als er meine Foto-Session gerade eben mitbekam (Pfeffermühlen sind entgegen ihres Äußeren recht sensible Wesen und stehen scheinbar mit den anderen in einer magischen Verbindung). Die übrigen Teile hatte ich aber tatsächlich dabei. Und als diese Gesellen so gegen 3 Uhr im schwachen Schein einer Laterne auf der Parkbank standen, da wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich, auch wenn mir grundsätzlich die Optik in Schwarz sehr gefällt, wohl doch in der Tiefe meines Herzens ein Fan von robustem Edelstahl bin.

Sonntag, 24. Juli 2022

Freud & Leid

Freud und Leid liegen bekanntermaßen dicht beieinander. Gestern (für mich noch heute) traten sie Arm in Arm wie zwei Verliebte in meine Hütte.

Der eine dunkel gekleidete Geselle sprach: "Wird höchste Zeit, dass dein großspuriges Gehabe einen Dämpfer erhält, von wegen, du seist mit deinem modularen Kartenhub ein genialer Erfinder." Alsdann verabschiedete sich eines der vier Module von dieser Welt. Beide eingesteckten Karten erschienen nicht mehr im Dateiexplorer, trotz dass der Adapter als USB-Gerät erkannt wurde. Ich hatte noch einen ähnlichen Adapter in Reserve. Der funktionierte mit den Karten einwandfrei. Mehrfach im Wechsel auch mit anderen Karten getestet, Ergebnis: der Adapter ist defekt, nicht die Karten. Gottlob. Schaden: nur 12 Euro. Viel dunkler trübt aber mein naives Herz die Erkenntnis, dass selbst die renommierte Firma "Anker" solch schlechte Produkte verkauft. Das hätte ich nie erwartet. Wahrscheinlicher Grund für den Defekt ist eine Überhitzung, denn die Adapter werden alle nach meinem Verständnis viel zu warm. Jetzt habe ich chinesische No-Name-Adapter gekauft (siehe Foto oben links), denn schlechter als schlechte "Anker-Adapter" können sie gar nicht sein aber vielleicht sogar besser. Ich bleibe dennoch skeptisch. Die Übertragungsraten sind ausreichend, genauso wie bei den Anker-Adaptern (30 bis 70 MBit/s Schreibgeschwindigkeit - übrigens erreicht der externe Samsung-Datenträger (das als Draufsicht fotografierte längliche Teil oben auf dem Bild) stabile 95 MBit/s, er könnte auch mehr nach dem Standard USB 3.2 Gen 2 mit USB-C Anschluss, doch mein Rechner, der USB-Hub und die 4 Kartenadapter sind für USB 3.0 ausgelegt, was heute dem Standard USB 3.1 Gen 1 entspricht. Der Router arbeitet mit maximal 100 MBit/s. Die normalen 10 MBit/s im Netzwerk reichen aber schon für hochauflösende Filme völlig aus, der modulare Kartenhub ist also mindestens dreimal so schnell wie mein Netzwerk. Naja, das nur so nebenbei erwähnt für Interessierte).

Der oder die in einem strahlend hellen Umhang gehüllte Freundin oder eben Freund (man kann das biologische Geschlecht des diversen Paares schlecht ausmachen, wenn "das Leid" so dicht beim "das Glück" steht) lächelte mir zu und flüsterte anschließend in mein Ohr: "Mach dir nichts draus, ich bringe eine Überraschung, die dein Herz wieder erwärmt, die es so heiß vor Glückseligkeit werden lässt, wie selbst 10 Gaskocher-Notheizungen es nicht vermögen". Sodann überreichte es mir ein kleines Päckchen, auf dem das Absendedatum in China aus dem Sommer 2021 stand. Es handelte sich um eine seit einem Jahr verschollene Sendung, die längst vom stets unkenden Inneren Ich abgeschrieben worden war und für deren Ersatz sogar der chinesische Händler "Fasttech" mir im Frühjahr unaufgefordert einen Gutschein für eine neuerliche Zusendung angeboten hatte, den ich aber mit dem Vermerk per Googel-Übersetzer (耐心是一种美德。 请让我们再等几个月。), Geduld sei eine Tugend, ich wolle lieber noch ein paar Monate abwarten, zwar dankend, so doch ablehnend quittierte. Danach vergaßen "Fasttech" und ich die 5 "Dvarw-Verdampfer" in dem Päckchen. Nun bin ich also hocherfreut über die unerwartete Erweiterung meiner Dvarw-Flotte. Solche kleinen China-Päckchen können nämlich manchmal irgendwo unterwegs einfach und wortwörtlich hängen bleiben, in Ritzen oder Spalten der Container verschwinden und erst durch mannigfaltige Erschütterungen beim Transport irgendwann wieder zum Vorschein kommen. Oder eine Putzfrau findet sie in einer dunklen Lagerecke oder was auch immer. Der Rekord der Versanddauer liegt bei sensationellen 1,5 Jahren, aber auch dieses Päckchen war schlussendlich bei mir angekommen.

In diesem Sinne wünsche ich dir am heutigen Sonntag ebenfalls Besuch der helleren Gestalt und ein kräftiges Wohlsein. Jaja, so ist es wohl, so sollꞌs Wohl sein.

Samstag, 23. Juli 2022

Gaskocher und Notheizung

Siehe Foto weiter unten: Klar, ein gebrauchtes Backblech als Unterlage hätte es natürlich genauso getan, doch so ein spiegelndes nagelneues Edelstahlblech für nur 11 Euro macht optisch schon eine Menge her. Das Auge kocht und heizt "bekanntlich" mit :-)

Inwieweit der Heizaufsatz überhaupt taugt, wird sich erst im Kalten zeigen, 2 Liter Wasser im Kessel (fasst 3 bis 4 Liter) sind jedenfalls in 5 Minuten kochend heiß. Das ist schon mal die Hauptsache, denn heißes Wasser würde ich in allen Notzeiten als unbedingt lebenswichtig erachten, also nicht nur wegen des heißen Frühstückskaffees. Die vielen Gaskartuschen lagern aufrecht stehend draußen, zwar überdacht, so aber doch an 3 Seiten im Freien neben dem Schuppen. Frost macht ihnen nichts aus, nur Hitze durch direkte Sonneneinstrahlung.

Wie erwartet funktioniert der Kocher hervorragend, ist leicht zu bedienen und sicher. Er ist so gut konstruiert, dass sein Gehäuse kaum warm wird, der Bereich der angeschlossenen Kartusche bleibt sogar kalt. Innerhalb eines Raumes müssen natürlich bestimmte Dinge beachtet werden (Brandschutz, kleiner Küchenfeuerlöscher, Lüftung usw.). Mit tobenden Kindern oder Hunden im Haushalt würde ich ein solches Teil nicht benutzen, ebenfalls sollte der Kocher nie unbeaufsichtigt bleiben. Falls ich dennoch während einer Heizphase im TV-Sessel einschlafe, sorgt ein extra gekaufter CO2-Melder dafür, dass ich auch wieder irgendwann aufwache - wobei ein solches Ende eigentlich nicht das schlechteste wäre. Für Selbstmordgefährdete ist ein Gaskocher somit auch eher ungeeignet (oder eben besonders geeignet, je nach Betrachtungsweise). Genauso für Alkoholiker, die kurz vor dem Zu-Bett-Gehen nur noch grobmotorische Bewegungen ausführen (ich kenne da schlimme Beispiele).

Falls es stimmt, dass derzeit Tausende solcher und ähnlicher Geräte als Kocher und Notheizungen verkauft werden, und sollten sie im Winter wegen eines Stromausfalls alle zum Einsatz kommen, dann möchte ich definitiv kein Feuerwehrmann sein. Kannst du dir das Elend vorstellen, wenn in den Straßenzügen der Städte in jeder zweiten oder dritten Wohnung munter die Gasflammen lodern? Ich meine, in den Städten leben doch eh die ganzen Irren, das könnte ziemlich übel ausgehen. Politik, Medien und die Mehrheit der Wähler wollen es aber nicht anders ("Kauft nicht bei Russen!"). Bitteschön, wie gewollt, wenn die Moral über dem Notwendigen steht, sind Kollateralschäden eigene Schuld.

Guckst du hier: nicht die dollsten Fotos, doch für einen Schnellblick reichen sie (klick aufs Bild = noch etwas größer).

Freitag, 22. Juli 2022

Angstkäufer oder Schwarmintelligenz?

Heute kam endlich der kleine Gaskocher an. Weiter unten zeige ich dir mal das Begleitschreiben, das die verspätete Lieferung entschuldigt. Das hat es in sich! Die Unterschrift habe ich nur wegen der Persönlichkeitsrechte unkenntlich gemacht. Der Brief soll hier keine Anklage oder ein Lustigmachen sein, sondern ganz im Gegenteil: er ist vorbildlich und zeugt davon, dass diese Firma noch weiß: der Kunde ist König. Sie strengt sich an, Versprochenes auch einzuhalten.

Der Gaskocher selber hat mich total überrascht. Eine hohe Verarbeitungsqualität, wie ich sie nicht erwartet habe. Alles an ihm ist aus Edelstahl und Edelstahlblech gefertigt (wie das einer normalen Spüle). Bis auf den Reglerknopf und Schonbezüge für die Füße gibt es keinen Kunststoff an diesem Gerät. Eine mechanische Maschine, die perfekt gearbeitet ist und im Ergebnis Robustheit und Zuverlässigkeit verspricht. Gute Materialien, nichts wackelt oder hakt, sogar die Federn und deren Aufhängungen bestehen aus hochwertigem Edelstahl. Modelle chinesischer Nachbauten erkennt man an verwendeten Kunststoffen, wo es technisch möglich ist, und an minderwertigen Blechen, Verschraubungen usw. - und an Kleber *lach*. Morgen oder übermorgen mache ich mal ein paar Fotos.

Doch nun zum Begleitschreiben (klick drauf = größer): Wenn das stimmt - und nichts spricht gegen den Wahrheitsgehalt der original unterschriebenen Entschuldigung, Form, Rechtschreibung und Ausdruck um so mehr für Authentizität (es ist ein Händler, kein Germanist) - dann sieht es so aus, dass sich gegenwärtig Tausende Bürger um Alternativen fürs Kochen und Heizen bemühen und gerade dabei sind, sie anzuschaffen. Das bedeutet, dass ein unerwartet großer Teil der Bevölkerung davon ausgeht (Schwarmintelligenz), im kommenden Herbst/Winter mit Energieengpässen und -ausfällen zu kämpfen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was dann, falls der Worst-Case-Fall also wirklich eintreten sollte, gesellschaftlich los sein wird.

Donnerstag, 21. Juli 2022

Kälterekorde - Lügenmärchen - Maskenorakel

Wenn auf der nördlichen Seite des Globus Sommer ist, herrscht auf der gegenüberliegenden Erdseite Winter. Ein Gegengewicht zu den Hitzerekorden sind da die Kälterekorde, die aber so gar nicht ins "Narrativ" der Klimaarlamisten passen und deshalb medial auch geflissentlich verschwiegen werden. Aber nicht nur wegen der Vollständigkeit des Gesamtbildes sollten sie Erwähnung finden, auch fallen schließlich der Kälte wesentlich mehr Menschen zum Opfer als der Hitze. Der Kältereport Nr. 23. Sehr interessant und aufschlussreich.

Endlich findet eine Besinnung auf die deutsche Sprache statt und das Wort "Lüge" wird aus dem Giftschrank genommen. Die Lüge wird ja in den Medien meist mit Begriffen vernebelt wie "hat die Unwahrheit gesagt", "entspricht einem verzerrten Bild" oder "Desinfomation" und so weiter. Aus Angst vor juristischen Konsequenzen, sprich Strafzahlungen gegen den Autor. Deshalb wird immer mehr eine klare deutliche Sprache vermieden. "Deutschland, ein Lügenmärchen" (Teil 1), so titelt nun Andreas Zimmermann seine Zusammenfassung des Zustands deutscher Politik. Auch im weiteren Verlauf umschwurbelt er den Begriff der Lüge nicht, sondern benennt die "Falschaussager" explizit als Lügner. Dem 2. Teil der Zustandsbeschreibung des Landes darf man gespannt entgegensehen. Erscheint am heutigen Donnerstag.

Die Masken fallen. Ähm, nicht ganz, nur jene, die die Wahrheit verbargen. FDP-Justizminister Buschmann orakelt für den Herbst: "Die Maske wird sicher eine Rolle spielen." FDP-Fraktionsvize Christian Dürr wird deutlicher: "Wir haben die Sorge - und das sagen auch die Mediziner - dass wir eine heftige Influenza-Saison, also Grippe-Saison bekommen. [...] Das ist unter Umständen noch relevanter diesen Winter als die Corona-Situation, die zum Glück ja im Griff ist." Die Verschwörungstheoretiker hatten also recht mit der Behauptung, dass die Masken als Zeichen der Unterwerfung einzig politische Maßnahmen sind. Im Herbst Maskenpflicht wegen der Grippe, ausgerechnet von der FDP vorgeschlagen. Mensch, wer hätte gedacht, dass sich diese Partei um 180 Grad  von vor der Wahl bis nach der Wahl dreht?

Inneres Ich: "I-hich! Ich, ich, ich!"

Was sacht man dazu? Es lebt auch ein Orakel in mir! "Wer tut wieder unseren Hirnen weh? Buschmann, Dürr und die FDP."

Mittwoch, 20. Juli 2022

Die Tagesschau lügt

Ach, gerade eben gesehen. Es gibt ja viel mehr Leute, als man denkt, die in den News nur die Überschriften lesen. Guck mal, so wird mit Überschriften dreist gelogen, denn im Text steht das genaue Gegenteil der Überschrift:

Heute Stichpunkte

  • @"Tacho-Andi": Ich habe vergessen, deine Mailadresse zu notieren. Hoffentlich liest du das hier. Leider kann ich mit dem Teil nichts anfangen, kriegste zurück. Warum genau er für mich nicht taugt, das erkläre ich dann.

  • @All: Naja, ein bisschen Kryptisches in the morningtime is better than a cup of Haferschleim :-)
Inneres Ich: "Nenene, der Spruch lautet anders!"
Jaja, ist aber nicht jugendfrei (was man so alles noch aus Jugendtagen irgendwo im Hirn herumspuken hat, Mannomann).

  • Habe meine persönliche Klimastudie vom Mittwoch letzter Woche wie versprochen ergänzt und somit abgeschlossen (2. Bild).

  • Es gibt 2 tolle neue Serien, über die ich "eigentlich" unbedingt schreiben wollte, komme nur nicht dazu. "The Terminal List", ein gelungener spannender Thriller (9 Georg-Punkte) und wiedermal eine erstklassige Apple-Serie namens "In With the Devil" - im Original heißt sie "Black Bird"). Erinnert mich atmosphärisch stark an "True Detective", wenn auch mit anderem Inhalt natürlich. Bisher sind 3 Folgen verfügbar, alle 3 = 10 Points.

Bis morgen in diesem Theater. Genieße noch mal die Sonne, bevor (hier zumindest) 24 Stunden lang anhaltender massiver Regen niedergehen soll (in dem ich 8 Stunden dann draußen sein werde).

Dienstag, 19. Juli 2022

Siesta

In diesem Sinne. Nu' weißt du, was ich heute hauptsächlich so mache, und ich, was du hoffentlich auch machst. Guck mal, wie wunderbar unbekümmert man noch 1905 mit einem Opium-Pfeifchen umging. Das Bild trägt neben "Siesta" als Untertitel "Nachmittag in Träumen". Stell dir ein solches Bild mal 2022 vor :-)

Der heiße Herbst

Schwiegermutters Liebling, Robähhrt Habeck, bekommt rund 25.000 Euro pro Monat an Diäten und spürt somit kaum etwas, wenn im Lande die Lichter und Heizungen ausgehen. Prächtig feudal lebt die gesamte Kaste der Politiker im Dunstkreis all der dem Geld nachhechelnden Opportunisten und Profiteure. Satt und abgesichert lassen sich energiepolitische Spielereien natürlich prima aushalten, selbst wenn alles in die Hose geht. Durch sie muss jedenfalls im kommenden Winter keiner dieser ehrenwerten Gestalten frieren. Sie verheizen unser Geld.

Wer das sagt, wer diese Tatsachen ausspricht, delegitimiert neuerdings den Staat und kann schon bald frühmorgens mit einer Razzia der Polizei rechnen, bei der fast sämtliche technischen Geräte beschlagnahmt werden und wodurch man mangels eben dieser Geräte hinterher nicht einmal mehr in der Lage ist, seine Rechnungen online zu bezahlen. Wer den Staat deligitimiert, wird verfolgt und bestraft. Und falls du glaubst, wie ich etwa auch, nichts Verbotenes zu tun, sich immerzu an Fakten und Regeln zu halten und nur das Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen, dann befindest du dich bereits im Irrtum, denn hier in NRW soll jetzt eine Meldestelle eingerichtet werden, die "insbesondere auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze" registriert. Das Denunziantentum ist des Deutschen liebstes Kind, so schreibe ichꞌs schon seit 22 Jahren in dieses Weblog. Die "Kraftvergeudung.de" wird somit, wenn sie es nicht längst schon ist, garantiert irgendwo registriert werden. Immerhin hat Google mir längst mitgeteilt, dieses Tagebuch nicht mehr in den Google-Suchergebnissen zu führen. Bemerkt wurde also schon seit Anfang Corona, dass an diesem Ort kein regierungsfreundlicher Umgangston gepflegt wird.

Derzeit hat die Regierung Angst. Regelrechtes Fracksausen. Sie hat Holland und Frankreich im Blick, wenn sie vorsorglich den Bürgern mit staatlicher Gewalt droht, sollten sie es wagen, im Herbst/Winter wegen Unzufriedenheit auf die Straße zu gehen. Das machte Innenministerin Faeser sehr deutlich. Kritik am Staat wird nicht geduldet. Sie weiß schon heute, also bevor überhaupt jemand auf der Straße ist, wer diese Kritiker sein werden: Querdenker, Reichsbürger und Rechte, dagegen ginge der Staat entschlossen vor. Dass sie damit ihre antidemokratische Haltung offen preisgibt und gegen das Grundgesetz arbeitet, das die Kritik am Staat und die Protest- bzw. Versammlungsfreiheit der Bürger garantiert, ist ihr egal. Tja, ich würde meinen, so etwas geschieht eben, wenn Leute, die Angst in der Bevölkerung schüren, von dieser Angst eingeholt werden und gegen Ende hin selber Angst vor der Bevölkerung bekommen. Zum Schluss stehen sie da wie Honecker: verbohrt, ungläubig überrascht und uneinsichtig bis ins Greisenalter. Ein heißer Herbst steht uns bevor.

Montag, 18. Juli 2022

James-Webb-Telekop

Sensationell und unfassbar - es gibt keine treffenden Worte für das, was das "James-Wepp-Teleskop" dieser Tage fotografiert. Dabei sind die Bilder nur ein winziger Ausschnitt: wenn du ein Sandkorn in die Hand nimmst und die Hand ganz zum Himmel ausstreckst, dann entspricht ein Bild in etwa diesem Ausschnitt. Also 99,999 % des nun sichtbaren Universums ist noch gar nicht fotografiert. Und selbst dieser Sandkorn-Ausschnitt ist atemberaubend.

Vor nur 100 Jahren glaubten wir, es gäbe nur eine Galaxie, in der die Erde ein Planet unter Milliarden anderer sei. Nun sehen wir, dass es Abermilliarden andere Galaxien mit ebenfalls jeweils Milliarden Planeten gibt. Allein das ist - ich finde kein Wort dafür. Um nur unsere eigene Galaxie zu durchqueren, bräuchte ein Raumschiff rund 200.000 Jahre mit Lichtgeschwindigkeit. Diese Geschwindigkeit ist theoretisch möglich, praktisch natürlich nicht. Oder um eine Frage von einem zum anderen Ende unserer Galaxie zu senden, würden 200.000 Jahre vergehen, die Antwort bräuchte dann noch einmal 200.000 Jahre. Also fast eine halbe Million Jahre würde vergehen, um sich gegenseitig kurz mal Hallo zu sagen. Die Menschheit, der Homo Sapiens, existiert aber erst seit  +/- 300.000 Jahren, Zivilisation (Schrift usw.) seit 5.000 Jahren; das nur mal, um die Dimension dieser Zeitspanne zu ermessen. Und das alles im Universum mit Abermilliarden Galaxien bestehend aus Zentillionen Planeten multipliziert, den leeren Raum unterwegs noch gar nicht mitgedacht - da wird mir schwindlig :-)

Schau dir die hochauflösenden Bilder direkt bei der NASA an. Demut fällt mir dazu nur ein, sie erzeugen nichts als unendliche Demut. Angesichts der größenwahnsinnigen Allmachtsfantasien großer Teile der politischen und medialen Öffentlichkeit wäre Demut sicher nicht das Schlechteste.

Sonntag, 17. Juli 2022

Klimaangst = Sommerangst. Wir kriegen euch alle!

Unfassbar, wie schlicht die Klimaalarmisten die Leute in eine bestimmte Denkrichtung drängen. Kaum ist mal wieder die Rede von einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, da halten selbst auf Wetterseiten Prognosen Einzug (man erinnere sich: Prognosen = Computermodelle = "ergebnisorientierte Wissenschaft"), die indirekt (!) dafür kräftig Unterstützung  bieten. "Ab Montag vermehrt Sommersmog". Die Freude an diesen wenigen hochsommerlichen warmen Tagen wird den Leuten gewiss bald gänzlich vertrieben; ich zitiere: "Kindern, Jugendlichen und Menschen, die empfindlich auf den Anstieg der Werte reagieren, wird empfohlen, anstrengende körperliche Tätigkeiten im Freien zu vermeiden. Auch von sportlichen Ausdauerleistungen wird abgeraten."

Überhaupt wo kämen wir denn hin, wenn die Menschen auch noch Spaß am herrlichen Wetter haben? Also wird das Thema der Blaualgen in der Ostsee (erinnerst du dich an den 4. Juli? Da begann es mit den Blaualgen) mal ganz schnell aufgewärmt und gleich auf alle Wasser ausgedehnt: "Bakterien vermehren sich. Achtung: Badespaß teilweise getrübt": "Diese Bakterien befinden sich überall in den Gewässern. Bei einer geringen Konzentration bleiben sie ungefährlich. Gefährlich werden sie dann, wenn sie sich explosionsartig vermehren. Dies ist besonders an heißen Tagen der Fall." Hervorhebung von mir. Also nix wie raus ausꞌm Wasser!

Dicke Dinger

Ist schon lustig, wie die Vorlieben beim E-Dampfen stets so alle halbe Jahre wechseln. Nachdem ich die letzten Monate total auf die kleinen und kleinsten Dampfen abgefahren war, bekam ich wie aus dem Nichts plötzlich Lust auf die ganz großen Gesellen. 25 Millimeter Flashi und "Ehapro Mod 101 pro", ein richtiger Brummer. Dampfen tun sie alle gleich. Die Akkukapazität der großen ist natürlich höher, dafür wiegen sie halt mehr, was man an meiner angestrengten Handhaltung und den Adern gut erkennen kann. Im Normalfall treten sie nicht so hervor. Aber für den Schreibtisch macht diese Wuchtbrumme von einer Zigarre gehörig Spaß.

Einer der Vorteile, wenn man viel (manche sagen zu viel, stimmt aber nicht) Dampfkram in den Schubladen hat: man braucht nichts zu kaufen.

Apropos kaufen. Der Vogelfutterlieferant, für den bei Amazon ein monatliches Abo läuft, kann oder will nicht mehr liefern. Neues Abo = anderer Händler = Preiserhöhung. Ist dir eigentlich auch schon aufgefallen, dass fast alles bei Amazon erheblich teurer geworden ist? Also Unterhaltungselektronik nicht aber "Normal-Kram" wie Lampen, Birnen und Batterien, Werkzeuge, Schuhe und Textilien, Lebensmittel - wo vorher eine 2 der Zehnereinheit oder eine 3 stand, sind es heute 50, 60 oder gar 70 Euronen. Das sind keine 7 Prozent der Inflation, das ist bei manch einem Produkt bis zu 50 Prozent Preiserhöhung. Wieder so eine Diskrepanz zwischen dem, was die Regierung uns erzählt und dem, was wir in der Realität erleben. Nun, wie heißt es noch gleich? Da machste nix dran. Die Mehrheit der Wähler wollte es schließlich so. Scheinbar haben alle sehr viel mehr Geld zur Verfügung als ich, dann fallen die Mehrausgaben ja auch nicht auf. Noch nicht.

Genieße derweil die wärmer werdenden Sommertage. Wir lesen uns morgen wieder. Bis dahin, gehab dich wohl.

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Nachtrag. Ach, übrigens: Falls du fragst, wo denn das versprochene Foto des kleinen Gaskochers bleibt, des Panikofens; der wird erst Mitte nächster Woche geliefert. Mittwoch ist angesagt, also kann ich ihn frühestens Donnerstagmorgen nach der Arbeit auspacken.

Samstag, 16. Juli 2022

Lackschuh

Kuma (guck mal), das sind meine Uralt-Treter für den Sommer. Die haben unzählige Löcher; für sie wäre der Begriff Sandalen viel treffender. Sie wurden über Jahre aber so wunderbar eingelaufen, dass sie sich leicht und nicht spürbar wie eine zweite Haut um die Füße legen, anschmiegen. Leider werden sie schon lange nicht mehr hergestellt. Sie sind auch zigmal gerissen und mit Silikon geklebt. Nach jedem Kleben, rissen sie woanders. Ich habe dummerweise so eine seltsame Fußstellung, dass neue Schuhe lange irgendwo drücken. Durch das Klebe-Abo und dadurch, dass der weiße Innenstoff außen immer sichtbarer wurde, sahen sie zum Schuss so schrecklich aus, dass ich sie nicht mehr zum Dienst anziehen konnte. - Aber im Bastelschrank lag noch eine Sprühdose Autolack. Und sieh an: nuꞌ sindse fast wie neu. Erst recht im Vergleich zu vorher. Schade, ein Vorher-Nachher-Bild wäre schön gewesen, hab ich einfach nicht dran gedacht. 

Der Lack hat jetzt eine Woche lang gehalten. Es sieht so aus, als ob er auch länger hält. Also nix mit "der Lack ist ab".

Ich wünsche dir ein sommerliches Wochenende und entscheide selbst: "Barfuß oder Lackschuh …"

Freitag, 15. Juli 2022

Verpuffungen

Wenn du nachts gegen 1 Uhr den Parka anziehen musst, weil es so frisch ist, wenn du ihn ab 3 Uhr mit Reißverschluss bis unters Kinn zuziehst, weil es einfach nur saukalt ist, wenn du dich noch dazu ab 4 Uhr nach der Wollmütze sehnst und ebenso gegen deine Handschuhe nichts einzuwenden hättest, die aber zu Hause mitsamt der Mütze bei den Wintersachen liegen - wenn du also in einem solchen Zustand oder Umstand überall etwas von schlimmer Klimaerwärmung liest und hörst, und wenn du das dann jemandem erzählst und der dir antwortet: "Kälte spricht nicht gegen die Klimaerwärmung, denn in der Wüste ist es auch nachts bitterkalt", dann hat er zwar mit der nächtlichen kalten Wüste recht aber du kommst dir trotzdem, und ich mir, nicht nur verarscht vor, sondern dann verliert sich der Glaube an die Intelligenz der Menschheit, würde ich sagen. Er verpufft förmlich.

Donnerstag, 14. Juli 2022

Preppern

Nuꞌ isses geschehen, ich habe mich von der allgemeinen Angst anstecken lassen. Nein Corona isses nicht, nach wie vor bleibt meine Wenigkeit ungeimpft, da das fleischinterne Immunsystem bis jetzt noch hervorragend funktioniert, aber wenn der Gefrierschrank bei einem Stromausfall auftauen sollte, möchte ich mir wenigstens so viele Frikandels wie möglich einpfeifen, bevor sie irgendwann weggeworfen werden müssten.

Inneres Ich: "Aha, nennst du jetzt ein Notstromaggregat dein Eigen? Sorry, ich hatte den Bestellvorgang doch glatt verschlafen."

Aber nein! Es ist ein Gaskocher, geeignet auch für Innenräume. Mit je 25 Gaskartuschen zweier unterschiedlicher Hersteller. Wenn ich meinen Kaffee nicht mehr bekomme, also kein heißes Wasser mehr vorhanden sein sollte, dann werde ich nämlich leidlich unleidlich, ums nett auszudrücken.

Inneres Ich: "Und warum gleich 50 Gaskartuschen?"

Weil ich dazu auch ein Heizelement gekauft habe. Immerhin soll der Kocher rund 2 Kilowatt Leistung erbringen, das wäre für meine durch Dachschrägen kubikmetermäßig eher kleine Höhle oben in der Maisonette, wenn ich die Tür zur Diele schließe, ganz ordentlich. Bei, sagen wir mal, 10 Stunden ohne Strom in Eiseskälte auf voller Leistung wären 10 Kartuschen verbraucht. Alles weniger ist quasi Bonus-Zeit im Warmen (wobei so ein Teil natürlich nicht wirklich heizt, so dass es muckelig warm wird, ist schon klar).

Sämtliche Bekannte, wie auch meine Nichte im Haus, besitzen neuerdings Möglichkeiten, ohne Strom wenigstens die notwendigsten Dinge heiß zu machen. Also Dosenessen, Heißwasser und so weiter. Alles im Grunde genommen Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten, die dich bei einem etwas längeren Stromausfall aber um so schneller ziemlich dumm aussehen lassen. Und im Kalten sitzen ohne Internet, Filme oder Serien und dann auch noch nicht mal einen Schluck heißes Wasser - nö, das muss nicht sein.

Man kann einen Stromausfall übrigens auch herbeireden: wenn alle ständig davon sprechen, ja, geradezu davon ausgehen und auf ihn als Gewissheit sogar warten, dann geschieht so etwas auch. Es ist ähnlich wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Ein bisschen ärgere ich mich aber schon, dass ich mich vom Panikmodus der anderen habe anstecken lassen, doch noch mehr würde mich ärgern, wenn ich für jede Thermoskanne heißes Wasser zu meiner Nichte rüber müsste. Es ist somit weniger eine eigene Panik als vielmehr der Wunsch nach Selbstständigkeit, der mich zum Kauf dieser Gerätschaften animierte.

Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde: Wie machst du das, liebe Leserin, lieber Leser? Ich meine, hast du für einen möglichen Stromausfall im Winter irgendwie vorgesorgt?