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Mittwoch, 8. September 2021

E-Dampfen, Klima und Corona

Dem hochinteressanten Artikel in Daniels "Dampfdruckpresse" habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Es ist dieselbe technische Vorgehensweise wie bei den Themen Corona oder Klima: mit modellierten Untersuchungen (Computermodellen), deren Parameter nicht bekannt oder umstritten sind, werden bestimmte und zu erwartende Ergebnisse generiert (für diesen Vergleich wurde mir im Dampferforum "Vapoo" seitens der Moderation Perfidität vorgeworfen, was u.a. zu meiner Sperrung dort führte - also mea culpa, sollte der Vergleich in diesen Kommentaren ebenso als perfide ausgelegt werden). Anschließend sind es die Haltungsjournalisten eines links-grünen Nanny-Staats der Gesundheit, von denen 90 % die Untersuchung genauso wenig verstehen, wie Lisa oder Otto Normalbürger, die das Ergebnis aber in plakativen und Angst schürenden Artikeln unters Volk bringen. Die Politik wird dadurch zu Getriebenen und reagiert immer gleich, nämlich mit Verboten. Dafür wiederum wird sie von der Masse uninformierter Schafe gefeiert und gewählt. Am Ende steht eine Diskussion über den Glauben und das Vertrauen: die Menge glaubt den vermeintlichen Warnern, da sie ihnen vertraut. Um Wissen geht es in der Folge nicht mehr. Absolut dasselbe bei Corona, Klima und dem Thema Dampfen. Übrigens auch bei anderen Gesundheitsthemen wie Feinstaub, Ernährung und Verhalten der Bürger. Ein weites Feld.

Die Gegner des Dampfens zeigen mit dieser Art Studien jedenfalls, dass sie von der Methodik aktueller Themen gelernt haben. Solchen Studien, bei denen es, wie gerade angerissen, letztlich nur um den Glauben geht, haben wir nichts Rationales entgegenzusetzen, bzw. unsere zukünftigen rationalen Erwiderungen verpuffen vor dem Altar einer Gesundheits- und Haltungsdiktatur.
Um durch diesen Vergleich einen erneuten Vorwurf der Perfidität zuvorzukommen und nicht den dortigen Kommentarbereich zuzuspammen, möchte ich ihn deshalb hier ausführlicher erklären.

Vielleicht setze ich bei der Verwendung einzelner Begriffe zu viel voraus, ohne es immer wiederholend zu erklären. Wenn ich allgemein von Klima schreibe, meine ich natürlich nicht, dass es keine Veränderungen/Erwärmung des Klimas gibt. Natürlich ist das Klima ein Prozess, der nie abgeschlossen sein wird und zu globalen Schwankungen führt: mal wird es ein paar Tausend Jahre kälter, nasser, stürmischer, ein andermal ist das Gegenteil der Fall. Dasselbe gilt beim Thema Corona: das Virus existiert selbstverständlich. Beides, ein sich stets veränderndes Klima sowie die Existenz von Viren, sind aber die Normalität.

Perfide wird es nun, wenn der Kern Wahrheit herangezogen wird, um ihn mit geschickten Methoden zu überhöhen. Also ihm mittels Katastrophenszenarien (für die Gesellschaft oder für den individuellen Körper) künstlich eine Bedeutung zuzuschreiben, die er nicht hat (aus einer Mücke einen Elefanten machen). Beispielsweise aus der Anregung des Kreislaufs beim Genuss von Nikotin (wie auch von Koffein oder Sport) auf eine Schädlichkeit zu schließen - oder einen den Grippe-Virus ersetzenden Virus als todbringende Pandemie zu überzeichnen - oder statt sich einer veränderten klimatischen Umwelt zu stellen und sich ihr anzupassen (wie seit Hundetausenden Jahren), das Klima unseren eigenen Bedürfnissen anpassen zu wollen. Es ist der logische Fehlschluss, der allen drei Themenbereichen inne wohnt, und mit dem politische Aktivisten hauptsächlich in und durch die Medien Politik für ihre Interessen betreiben.

Jene Leitmedien, die nach Befragungen zu über 90 % aus politisch grünen oder linken Journalisten bestehen, sind die eigentlich Treibenden der Politik unseres Landes und mittlerweile der gesamten westlichen Welt. Die Politiker sind in diesem Spiel nur noch die ausführenden Organe. In gewisser Hinsicht sind sie Marionetten der Medien oder andersherum betrachtet ließe sich sagen, wir leben in einer Mediendiktatur (denn Journalisten werden nicht gewählt).

Bei Corona und dem Klima geht es um Geld, um sehr viel Geld. Ob CO2-Steuer oder Impf-Abo; die Bürger verhalten sich wie eine Herde Vieh, die zur Schlachtbank trottet. Erst im allerletzten Moment, wenn das einzelne Tier am Haken kopfüber hängend dem Tod ins Antlitz blickt, wird ihm mit großen Augen schrecklich klar, was gerade mit ihm geschieht; jetzt würde es wegrennen, wenn es das noch könnte.
 
Wir dürfen den Leittieren der Spezies Mensch nicht blind folgen. Das ist die einzige wirksame Konsequenz, wie wir dem Geschehen mit uns und um uns herum begegnen können. Ist es erst zu spät, unseren Anführern zu misstrauen und fortzulaufen, ist unser Schicksal besiegelt.

In den kleineren Bereichen des allgemeinen Interesses, wie dem des E-Dampfens, finden heute dieselben Mechanismen der Manipulation statt wie bei den großen thematischen Geschwistern. Zuerst die modellierten Studien, danach die Indoktrination der Masse durch die Medien (eine künstliche Überhöhung der Bedeutung, Angstmachen, die Politik vor sich hertreiben usw.). Am Ende folgt die Reaktion der Politik, sich mit Maßnahmen beim Wahlvolk lieb Kind zu machen. Schon schließt sich der Kreis.

Dienstag, 7. September 2021

Freizeitvergnügen

Ich: Endlich, heute ist frei!

Inneres Ich: Ach, da kannst du doch seitenweise nette Tagebucheinträge schreiben.

Ich: Hätte, hätte, Fahrradkette. Hätte ich auch gemacht, wenn da nicht die vielen Büsche draußen wären, die sämtliche Wege schon zuwachsen. Und hätte es geregnet, wären sie mir auch egal gewesen und es hätte reichlich Zeit fürs Tagebuch gegeben. Zwei große Container Bio-Müll (wir haben zwei, worum uns die weiter entfernte Nachbarschaft beneidet) habe ich heute Abend vollbekommen. Kleingeschnibbelt und gestampft. Vier Stunden schweißtreibende Arbeit war das. Mit Gartenhandschuhen (war mal ein Werbegeschenk von irgendwem), meine Arme sehen trotzdem von kleinen Wunden rot gesprenkelt aus.

Inneres Ich: Na, ist doch jetzt vorbei und du kannst ohne Handschuhe tippen, wäre quasi eine Erholungskur für deine Patschehändchen.

Ich: Du weißt doch, was nach den Frikandels angesagt ist.

Inneres Ich: Schreibe über das, was du dir gleich anschaust.

Ich: Mal schaun. Die Nacht ist noch jung.

Montag, 6. September 2021

Ändert sich gerade etwas? Teil 2

Meine Rede! Sahra Wagenknecht darf es ungelöscht bei YouTube sagen, denn ihr den Mund zu verbieten, das traut sich derzeit definitiv noch kein Zensor. Wäre sie doch bloß nicht in der Beklopptenpartei, dann würde ich sie sogar für wer weiß was alles wählen bzw. unterstützen. Ihre eigenen Genossinnen und Genossen wollten sie allerdings gerade erst aus der Partei mobben, denn so vernünftig und wahr Frau Wagenknecht auch in diesem Video redet, ihre Partei vertritt die gegenteilige Linie, ihr sind sämtliche Maßnahmen (auch gegen Kinder) nicht weitreichend genug. Deshalb eben Beklopptenpartei. Leider, leider unwählbar.

Ändert sich gerade etwas?

Sehr vorsichtige Kritik an den Impfungen insbesondere der Kinder ist von der noch nicht veröffentlichten Doku "Die andere Freiheit" zu erwarten, bei der neben Ärzten und Wissenschaftlern auch wieder viele Prominente Künstler mitwirken. Vorsichtig aber dennoch eindeutig. Es soll eben kein politisches Statement sein (was es bei dem Thema aber zwangsläufig ist), sondern die Gesundheit und vor allen Dingen das Wohl der Kinder steht bei den Machern im Vordergrund. Eine Webseite sowie ein Trailer stehen bereits im Netz - wobei ich mich wundere, dass der Trailer bei YouTube noch nicht gelöscht wurde. Wahrscheinlich haben die Damen und Herren Zensoren angesichts der mitwirkenden Prominenz aus der A-Riege (noch) eine gewisse Beißhemmung. Es kann aber auch einfach am Wochenende liegen und gleich schon vorbei sein mit dem Tolerieren Andersdenkender, denn der Trailer wurde erst vorgestern hochgeladen. Man darf jedenfalls auf die Doku gespannt sein, ich meine, wenn schon die Ankündigung samt Trailer bei einigen Zeitgenossen für Wellen der Empörung sorgen, dann verspricht die Doku gesellschaftlichen Sprengstoff. Tja, so weit sind wir schon gekommen, dass eine andere Meinung, die fundiert geäußert wird, droht, zu einem Skandal aufgeblasen zu werden.

Sonntag, 5. September 2021

Puzzle

Würde ich dem heutigen Zeitgeist entsprechen, der da sagt: "Ich kann nix dafür, Schuld sind immer nur die anderen", dann könnte ich für den viel zu kurzen heutigen Eintrag prima die liebe Mira verantwortlich machen. Du bist Schuld :-)
 
Denn Mira hat ein kleines Puzzle online gestellt, das vollkommen unscheinbar daherkommt, mich aber tatsächlich heute Morgen nach der Arbeit so lange fest in seinem Bann hielt, bis das Essen fertig war. Danach trug die Müdigkeit die schwere Last des alternden Verdauungsapparats, indem sie unaufgefordert den Schlaf zu mir schickte, der mich wiederum unbemerkt aus dem Hier und Jetzt ins Reich fantastischer Träume beförderte, so dass ich mich noch puzzelnd vor dem Monitor im Sessel sitzend nicht einmal aus dem Heute verabschieden konnte. Nachher muss ich zum Dienst, womit erneut nicht ich es bin, der sich der Zeit fürs Schreiben verweigert, sondern die Schuld, dass du jetzt keinen interessanten Blogbeitrag hier vorfindest, trägt im weiteren Verlauf der Kette der Verantwortung allein die Arbeit. Es bleibt mir justamente nichts anderes übrig, als mich bei dir aus dem Schuldturm heraus, dem Kerker multipler jämmerlicher Verpflichtungen, nur noch mit einem kurzen "Hab erbarmen!" zu entschuldigen und mich willenlos ins Los lustloser Tätigkeiten des schnöden Mammons wegen zu fügen. Ich schließe daher das Plädoyer der Verteidigung und wünsche dir, damit du den guten Kern meines Selbst wohlwollend zur Kenntnis nimmst, einen angenehmen Restsonntag.

Samstag, 4. September 2021

Wahl-O-Mat

Da schau an. Nachdem ich beim Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl sämtliche Parteien zum Vergleich bzw. zur Bewertung angeklickt und danach die Fragen beantwortet hatte, erschienen die etablierten Parteien alle unter ferner liefen. Siegerpartei war mit satten 75 % Zustimmung tatsächlich "die Basis", was mich eigentlich wenig wundert, viel mehr hingegen, dass es keine 100 % sind. Die Frage ist nur, und die stelle ich mir jetzt immer häufiger, ob "die Basis" die 5-Prozent-Hürde schaffen kann oder nicht. Falls nicht, wäre meine Stimme verloren, falls sie diese Hürde aber nimmt, so würde es zwar auch nichts an der gegenwärtigen Politik der Blockparteien und ihrer zukünftigen Koalition ändern (die Farbzusammenstellung bewirkt bekanntlich diesmal kaum etwas bis rein gar nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung der Bundespolitik), doch mir persönlich gäbe es wenigstens ein gutes Gefühl. Tja, ist echt schwierig in the Year 2525 - ähm, 2021.

Freitag, 3. September 2021

Serientipp: Nochmals Djatlow-Pass

Endlich ist die letzte Episode von "Djatlow-Pass" verfügbar. So kann ich meine kurze Rezension von vor zwei Wochen vollenden.
 
Die Tragödie wird aus zwei Perspektiven geschildert, zum einen aus Sicht der Bergwanderer und zum anderen richtet sich der Fokus des Interesses auf den vom KGB eingesetzten Sonderermittler Major Oleg Kostin, gespielt von Pjotr Petrowitsch Fjodorow. In den Episoden wechseln die Geschehnisse dieser Erzählstränge einander ab, also eine Folge gilt den Wanderern, die nächste Folge dem Ermittler, die übernächste wieder den Wanderern und so weiter. Diese Methode führt dazu, dass die Serie gewissermaßen in zwei Schlussepisoden ihr Ende findet. Das war aus Sicht des Ermittlers vorletzte Woche bei Folge Nr. 7 der Fall. Der KGB-Mann gesteht der Gerichtsmedizinerin seine Liebe und klärt sie über seine Vergangenheit mit der ihres im Krieg gefallenen Ehemanns auf (die Handlung spielt in einer weiteren Zeitebene Ende des 2. Weltkriegs, wovon ich hier aber nichts spoilere). Die Rationalität der bisherigen Ermittlungen inmitten eines Sumpfs aus Legenden, Mythen und Gerüchten führt zu einem dem Ockhamschen Gesetz folgenden wahrscheinlichen sowie für die Zuschauer versöhnlichen Abschluss.

Mit dieser 7. Episode könnte die gesamte überaus gelungene Serie ihr Ende finden, denn man verspürt nicht mehr den Drang, die nächste Folge unbedingt sehen zu müssen. Dann folgt mit Episode 8 aber noch das Geschehen aus Sicht der Bergwanderer - und damit wird der Erzählung gewissermaßen die Krone aufgesetzt, bei der ich nicht sicher bin, ob man auf sie nicht besser hätte verzichten sollen.

Keine Frage, auch die 8. Folge ist gelungen - aber weil sowieso jeder weiß, was geschehen wird und da sie in weiten Teilen wie im Studio gespielt herüberkommt, fehlt ihr sämtliche Natur-Dramatik, die über den Tod der neun Wanderer hinaus reicht. Weder wird ansatzweise deutlich, in welch niedrigen lebensbedrohlichen Temperaturen sich die jungen Leute befinden, noch wird die Nacht dunkel dargestellt, im Gegenteil, für uns Zuschauer ist es die gesamte Zeit beinahe taghell, und zu guter Letzt findet sich nicht einmal wenigstens ein bisschen ergreifender Kitsch quasi als überhöhter emotionaler Schlusspunkt. Weder Dramatik, noch Kitsch, die jungen Leute fallen einfach der Reihe nach um und erfrieren. Nun, das mag so ähnlich auch gewesen sein, doch was es heißt, wenn junge, durchtrainierte und bärenstarke Menschen mit dem unbedingten Willen zu leben, sich bis ans Ende ihrer Kräfte abmühen, das kommt nicht rüber. Geschehen war mehr als ein Erfrieren "einfach so", ich meine, bevor es tatsächlich geschieht, findet ein Überlebenskampf eines jeden einzelnen statt. Davon ist aber leider kaum etwas zu spüren - vielleicht sehe nur ich das so, kann sein, doch irgendwie fehlt mir hier am Ende Hollywood, bzw. das gewisse Etwas, das die Dramatik dieses Überlebenskampfs schildert. Wäre die 8. Episode um einiges gekürzt Bestandteil der 7. gewesen … nun, es ist müßig, solche Kritik anzuführen, da es ja ist, wie es ist. Nichtsdestotrotz behält die Serie als Ganzes die 10 von 9 Georg-Punkte, die also den Bewertungsrahmen sprengend meiner bescheidenen Meinung nach absolut geniale Ansätze beinhaltet.

Donnerstag, 2. September 2021

Neues durch Kombination von bewährtem Alten

Auch nicht schlecht, was? Um nicht zu sagen, zum Verlieben wunderbar. Gleich zwei Überraschungen:
 
1. hätte ich nie gedacht, dass die alte "Wismec P80" mit einem 16-Millimeter-Verdampfer so gut aussehen kann (ich hatte da ausschließlich 22-Millimeter-Verdampfer drauf und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dünnere zu verwenden. Es heißt ja immer, optisch solle der Verdampfer mit dem Akkuträger bündig abschließen - Bullshit, ich finde, so sieht es sogar noch schöner aus).
 
2. habe ich das Unterteil dieses Driptips verwendet (die Kühlrippenattrappe) und war erstaunt, wie perfekt es einerseits zum Verdampfer und andererseits zum schlichten und stinknormalen aber sich herrlich anfühlenden Driptip passt (hier bei Fasttech). Tja, nach so vielen Jahren gibt es immer noch Neues zu sehen in der Kombination.

Wie immer: aufs Bild klicken = Großansicht. Einen schönen Donnerstag wünsche ich dir, bis morgen.

Mittwoch, 1. September 2021

10 Minuten über den neuen Faschismus

Heute liest Paul Brandenburg seinen Text vor, der schon vor knapp einer Woche bei "Reitschuster.de" erschien. Das ist großartig, denn wie ich nicht müde zu beklagen werde, lesen "normale Menschen des Alltags" im 21. Jahrhundert keine ausführlichen Texte mehr (ob dies "unnormale Menschen eines besonderen Tags" tun, sei mal dahingestellt, wahrscheinlich liest gar keiner mehr). Du kannst also schreiben, was du willst, vor dem geschriebenen Wort hat niemand mehr Angst, da es in der Masse der Texte einfach untergeht. Einst Schwerter, scharf wie Rasierklingen, so sind Bücher und längere Texte heute die Abstellgleise ausgemusterter Gedanken.

Aber auch das gesprochene Wort alleine bleibt unbeachtet. Podcasts werden vielleicht noch während längerer Auto- oder Bahnfahrten angehört, doch über die Gehörgänge allein wird der Weg ins Gehirn nach Sekunden schon von Displays oder Monitoren abgeschnitten, die allesamt durch reichlich penetrante Töne und Geräusche ihre vordringliche Wichtigkeit anmahnen und dich nach kurzem holprigen Multitasking zu Sätzen hinreißen lassen wie etwa "Was hat er gerade gesagt?" oder "Habe ich richtig gehört?". Und das wäre noch ein positiver Fall, in dem eine Information wenigstens die Hirnrinde erreicht hat und durch ein Zurückspulen sodann neu gehört werden kann. Doch nicht wenige Zeitgenossen kannst du nach dem Anhören eines zehnminütigen Vortrags getrost zu dessen Inhalt fragen und du bekommst mit einer Garantie, von der ein Lottospieler jede Woche aufs Neue träumt, ein "Ähm, ꞌtschuldigung, ich war grad mit den Gedanken woanders" zur Antwort.

Erst muss das Display durch ein bewegtes Bild besetzt werden, dann besteht die Chance der Wahrnehmung. Das allein reicht aber ebenfalls nicht, siehe den gestrigen langen Vortrag, denn auch das bewegte Bild darf nur kurz sein. Es kann der Videoersteller sich mit noch so vielen Schnitten und munteren Szenenwechseln die größte Mühe geben, es hilft nichts, denn alles über 5 oder 10 Minuten wird heute vorzeitig ausgeschaltet. Es bedarf zusätzlich wieder der Theatralik des alten bewährten Theaters, was ich völlig wertfrei meine. Denn erst im Spiel mit der unmaskierten Mimik einer leidenden Seele des charismatischen Paul Brandenburgs erwecken seine sorgenvoll vorgetragenen wichtigen Worte jene Aufmerksamkeit, die sie wahrlich verdienen.

In diesem Sinne heute ein weiteres Video:

Dienstag, 31. August 2021

Wirksamkeit der Impfung: Aus 0,8 % mach 95 %

Ausschnitt aus dem Videovortrag des Informatikers Marcel Barz "Die Pandemie in den Rohdaten". Warum zeige ich diese zweieinhalb Minuten? Weil ich schlichtweg schockiert bin. Auch ich hatte bisher angenommen, dass die überall berichtete Wirksamkeit von 95 % der Impfungen absolut gemeint ist (dass also 95 von 100 Menschen geschützt seien). Dass hier aber einfach ein statistischer Trick angewandt wurde, der aus 0,8 % 95 % macht, so etwas lässt mich vollkommen sprachlos zurück. Das ist diametral entgegengesetzt zu dem, was uns Politik und Medien seit einem Jahr erzählen. Wo sind die Ärzte jetzt? Was sagen sie zu diesem Unterschied? Hatten sie es selber nicht gewusst oder führen sie absichtlich die Leute in die Irre? Unfassbar.

Aufklärer 2021

Er spricht leise, ist weder rhetorisch geschickt, noch zeigt er Talent, an der Haustür Versicherungen zu verkaufen - und doch würde ich den Informatiker Marcel Barz in seiner ganzen Unaufgeregtheit als einen großen Aufklärer der heutigen hysterisch-medialen Zeit bezeichnen. Das folgende Video dauert satte anderthalb Stunden, ist vollgepackt mit Zahlen und Informationen rund um statistische Methoden. Deshalb sehen es nur wenige Menschen, nämlich jene, die sich für diese Materie interessieren. Der Großteil der Bevölkerung würde hier leider nach 10 Minuten abbrechen. Es ist dasselbe wie mit dem Lesen längerer Texte - man hat so etwas im Land der Dichter und Denker einfach verlernt. Dabei ist das Zuhören der Schlüssel zum Verstehen, und wer versteht, dem kann keiner mehr ein X für ein U vormachen:

Zwei Mal wurde das Video gelöscht (Original und Re-Upload). Jetzt habe ich es auf meinem eigenen Kanal hochgeladen. Sollte es da ebenfalls gelöscht werden, ist es noch hier zu sehen.

Montag, 30. August 2021

Endlich 2G - ich freu mich drauf!

Der Gedanke Henryk M. Broders mit dem gelben Stern ist schlichtweg wahr, er lässt er sich nun mal weder verbieten, noch verdrängen, wenn er dermaßen offensichtlich auf die Wirklichkeit trifft. Apartheid ist hier aber der treffendere Begriff, finde ich, da er für uns Deutsche im schamlosen kollektiven Gedächnis verhaftet ist und wir somit leichter mit den Fingern darauf zeigen können. Im Süden der USA hatte Kennedy erst in den 60er Jahren die Nationalgarde geschickt, um Farbige quasi im militärischen Begleitschutz den Weg zur Schule, zur Arbeit oder in die Unis zu ermöglichen. Noch präsenter ist uns allen natürlich Nelson Mandela und Südafrika. Wenn nun also der deutsche Süden vorprescht, es der dunkleren Seite der Geschichte nachzumachen, dann besitzt dies eben viel mehr als nur eine an den Haaren herbeigezogene geografische Doppeldeutigkeit. Zwar ist es nicht die Wiederholung der Geschichte aber ein ziemlich gelungener Reim derselben.

Die schlimmsten Befürchtungen beinhalten für mich auch ein gehöriges Potential positiver Hoffnung, denn unser kultureller Mainstream entsprang der damaligen Subkultur. Er ist heute nicht denkbar ohne diese revolutionäre Kraft in allen Bereichen. Wenn sich die Betschwestern im Süden unseres Landes mit der protestantischen Verbotskultur des Nordens auf einem Kirchentagersatzfestival im Bund einig sind, dann bedeutet es den Startschuss einer neuen Subkultur, die sich anfangs im Verborgenen trifft, doch bereits übermorgen die Kultur wahrscheinlich ganz Europas beeinflussen wird. Darum lächle ich bei der Vorstellung, dass sich die braven Bürger in braven Lokalitäten treffen, um ihre braven Filme und Events zu zelebrieren. Brav ohne Alkohol bei vegetarischen Knabbereien und ohne jeden Spaß daran, denn ich weiß heute schon, dass zur selben Zeit des zwanghaften Zeitvertreibs die ersten in schummriges Licht gehüllten Örtlichkeiten entstehen, die von Woche zu Woche, wie Magneten der Freude, immer mehr Leute aus den heiligen Haltungs- und Tugendtempeln anziehen werden und die in Zukunft als eben jene Wurzeln der neuen Freiheit gelten, aus denen die wahrhaftige Demokratie der Bürger, des Volks oder neudeutsch der Zivilgesellschaft erwachsen sein wird.
 
Macht nur eine Apartheid, ihr Lieben, sie trägt bereits den Keim der Freiheit in sich - oder sollte ich sagen, jede Apartheid ist von Beginn an mit dem Virus ihrer Überwindung infiziert? Ja, das trifftꞌs noch besser, nicht wahr? Ich freue mich als gesunder Ungeimpfter auf 2G, denn auf dem Weg bergab wird das Gehen nicht nur bei jedem Schritt leichter, darüber hinaus erwartet uns ein fruchtbares Tal der Verheißung. Dankeschön! 2G ist notwendig, denn ohne Apartheid kann's keine Befreiung geben.

Sonntag, 29. August 2021

Brandgefährlicher Kurzschluss

Nachts um 4:37 Uhr, ich war noch beim Dienst, in der Wohnung befand sich niemand. Alle Geräte waren ausgeschaltet, die Netzteile, Monitore usw. sogar zusätzlich per Schaltsteckdose. Nur eine 2-Watt-Lampe leuchtete und das Netzteil des großen TV-Geräts befindet sich stets auf Standby. Achja, auch zwei Netzteile zweier Uhren waren eingesteckt. Kühl- und Gefrierschrank schalten sich automatisch bei Bedarf ein, anders geht's ja nicht. Wie immer: klicke auf die Bilder für eine Großansicht.

Es wäre dennoch um ein Haar das Haus abgebrannt, wenn die Sicherung nicht reagiert hätte. Hatte sie aber gottlob. Unglaubliches Glück gehabt! Ich kam heim, es roch ein wenig kokelig und kein Strom war vorhanden. Wäre blöd wegen des Gefrierschranks voller Frikandels und Krokettchen, doch eine Stunde nach dem Stromausfall, was eine der Uhren anzeigte, war ich schon zu Hause. Auf den Fotos siehst du die Ursache: eine alte 3er Steckdose, über die seit 10 Jahren der Kühlschrank lief und die genauso lange hinter dem Kühlschrank verstaubte, hatte versagt. In der Dose unter dem Kühlschrankstecker war die 3er-Dose verschmort. Es wurde sogar ein drittes Loch eingebrannt. Der Kurzschluss muss wie ein Miniatur-Blitz gewirkt haben. Aber warum? Jetzt werde ich die Dose mal öffnen. Aufdremeln besser gesagt, denn sie besitzt keine Schrauben zum Öffnen. Schon geschehen, du siehst ja die Fotos. Ich komme nicht dahinter, warum es zu diesem Kurzschluss kam.

Nachtrag, 11 Uhr (das lässt mir ja keine Ruhe): Vielleicht komme ich gedanklich der Ursache schon nahe. Es könnte sehr wohl der Kühlschrankstecker gewesen sein. Der funktioniert jetzt mit einer neuen Dose zwar einwandfrei, doch seine Schmauchspuren könnten auch von ihm selber stammen und nicht vom Kurzschluss in der Dose. In dem Fall wäre dann ein Kontaktproblem die Ursache, was in der Dose zu einem hohen Übergangswiderstand geführt hätte, der sich blitzartig entlud. Das weiß ich aber nicht genau, ich schließe es aus dem E-Dampfen, wenn man zum Beispiel in einem 2-Akku-Gerät einen guten und einen verschlissenen Akku steckt, dann kann es ebenfalls zu einem hohen Übergangswiderstand kommen, der dann beide Akkus zerstört. Plus und Minus suchen immer einen Ausgleich. Sollte es so etwas sein, wäre es ein Fabrikationsfehler, da der Stecker stabil und nicht zu öffnen ist. Vorsichtshalber halte ich den Kühlschrank jetzt außer Betrieb. In den nächsten Tagen baue ich einen neuen Stecker an. Mal schauen, ob ich dann den alten irgendwie aufschneiden kann, um innen nachzusehen.

Samstag, 28. August 2021

Dampfkram

Zuerst bemerkt: ja, entschuldige, denn ich hätte Fotos machen können, doch die Reinigung und Anders-Wicklung einiger Dvarw-Verdampfer hatte ich wegen der Entspannung und Ablenkung aus dem Hier & Heute vorgenommen, nicht aber weil ich etwas dokumentieren wollte. Die Ablagerungen nach einem Jahr Kaffee-Liquid sind schon enorm. Also nahm ich die Verdampfer komplett bis zur letzten Schraube auseinander und ließ alles im Ultraschallbad reinigen. Sensationell dieses Vor- und Nachher, ein Foto wäre natürlich klasse. Die Verwandlung von bräunlich angelaufen hin zum spiegelnden Glanz des Edelstahls.

Durch die neue Liebe zu den dünnen 16-mm-Dvarws (5 sind derzeit im parallelen Einsatz), bei denen ich Kanthaldraht verwende, der seinen Widerstand kaum ändert und somit perfekt für ungeregelte Akkuträger geeignet ist (meine Pfeifen), der aber wahrscheinlich ebenfalls die bessere Wahl für die nur zum Teil geregelten kleinen "Eleaf Amnis" Akkuträger ist (ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass bei ihnen eine permanente elektronische Anpassung an einen wechselnden Widerstand vorgenommen wird), habe ich nun zwei größere Dvarw V2 gleichfalls mit Kanthaldraht bestückt, was zwar nicht nötig wäre, da sie auf geregelten Boxen mit permanenter Widerstandsanpassung laufen, was jedoch zu einem absolut gleichen Geschmacks- und Dampferlebnis führt. Die Liquids (3 Geschmacksrichtungen) wurden ja speziell für die kleinen MTL-Verdampfer und den Kanthaldraht angemischt, so dass sie gut (gut?, exzellent!) schmecken. Eine Edelstahlwicklung wäre gleichsam gut, doch "anders gut". Fürs DL-Dampfen mit höheren Leistungen und dickeren Wicklungen bevorzuge ich Edelstahl, beim MTL-Dampfen, das ich zwar trotzdem in einer Mischform zwischen MTL und DL dampfe, bin ich nach wie vor ein Fan von Kanthaldraht. Vielleicht, weil ich damit vor fast 10 Jahren das Dampfen begonnen hatte und mit ihm die ersten Erfolgserlebnisse eintraten, die zur absoluten Zufriedenheit, ja, sogar zur Begeisterung geführt hatten. Die Welt der Gerüche und des Geschmacks verknüpft sich wohl sofort mit irgendwelchen Hirn-Nerven unserer Bio-Sensorik, ums mal so laienhaft platt auszudrücken.

Gewickelt auf dünnem 30er Draht (ich hätte sogar 28er verwendet, bloß den habe ich nicht mehr da) mit ca. 8 Windungen auf 2,5 Millimeter (bei den 16er Dvarws sindꞌs 2 Millimeter), das ergibt rund 1,5 Ohm Widerstand (je nach Akkuträger +/- 0,1 bis 0,2 Ohm). Diese Wicklung lässt sich unter Verwendung der mittleren Luftschraube hervorragend bei 7 bis 12 Watt dampfen, wobei auch hier der exakt eingestellte Leistungswert von Akkuträger zu Akkuträger schwankt. Was beispielsweise beim einen mit 8 Watt zu hervorragenden Dampfeigenschaften führt, braucht beim anderen 10 Watt. Die Akkuträger sind halt keine teuren Hochleistungs-Messinstrumente, sondern ihre Messungen zeigen lediglich Annäherungswerte. Das reicht ja auch, denn letztendlich bewegen wir Dampfer*innen uns je nach Laune, Befinden und gefühlsmäßigem Zustand aber auch je nach Ort, wo gedampft wird (es ist ein großer Unterschied, ob draußen oder drinnen, ob in Gesellschaft oder alleine, ob im Warmen, bei Minusgraden oder im kalten Regen stehend usw.) in einem Spektrum von locker 5 Watt mehr oder weniger. Und abschließend, das habe ich ja schon oft betont, ist die Wahl des passenden Driptips mindestens zur Hälfte mit verantwortlich, wie gedampft wird, was auch die Leistung einschließt.

Jeder Dvarw ist kinderleicht zu wickeln. Nun sah ich in einem YouTube-Video aber zufällig einen Briten, der die Watte vor dem Einsetzen der Verdampferkammer an beiden Enden durch die Liquid-Öffnungen der Kammer zog, danach erst die Kammer fest aufsteckte, die Watte gerade zog und zum Schluss die überstehenden Enden bündig zur Kammer abschnitt. Diese Verlegung findet dann ohne den leichten U-Bogen statt, der entsteht, wenn man die Watte von innen zu den Öffnungen führt. Zeigen beide Methoden einen Unterschied? Bis jetzt nicht. Vielleicht steigert es die Haltbarkeit der Watte und ich kann sie auch prima pechschwarz und eklig glibberig ein paar Wochen weiterdampfen, das wäre dann etwas für bewattungs-faule Menschen wie mich :-)  Schaun wir mal, wieꞌs wird.

So, für mich ist jetzt Mitternacht, Zeit fürs Bettchen. Bis Morgen (oder übermorgen, kann ich noch nicht sagen, denn die zwei Tage Blog-Pause stehen ja noch aus).

Freitag, 27. August 2021

DPD, Versadhandel, Märkte und Lastenräder

Der "Deutsche Paketdienst" (DPD) ist ein Saftladen. Zum wiederholten Mal fährt der Bote mit einem Amazon-Paket nicht zu uns. Wir leben in einem freistehenden Haus, abseits gelegen, zwischen den Feldern jwd auf dem Lande. Eine hinterlegte Abstellgenehmigung existiert längst. Somit kann der Bote nicht wie früher behaupten, niemanden angetroffen zu haben (behaupten bedeutet hier lügen, denn er war nie vor Ort, als er das behauptet hatte, da rund um die Uhr jemand im Haus ist und sowieso nie eine Benachrichtigung dagelassen worden war, man erfährt das dann per E-Mail). So weit, so gut. Was aber geschieht jetzt, also trotz Abstellgenehmigung? Ich bekomme eine E-Mail, in der es heißt: "Leider ist bei DPD ein Problem beim Zustellversuch aufgetreten. Der Transportdienst wird einen weiteren Zustellversuch unternehmen." Wie ist das zu verstehen? Ich verstehe es so, dass ein paar Tage abgewartet werden soll. Weit gefehlt, denn das Paket droht nun zurück an den Absender geschickt zu werden, weil es seit Tagen in der Paketstation liegt und bisher nicht abgeholt wurde - von mir. Wie kann es in die Paketstation (einem Shop) gelangen, wenn doch eine Abstellgenehmigung fürs Haus vorhanden ist? Und woher sollte ich, herrje, überhaupt wissen, dass es dort liegt? Eine entsprechende Nachricht bekam ich nicht.

Diese Information erfuhr ich rein zufällig erst später während der Recherche nach dem Verbleib des Pakets.

Den Support interessiert es nicht die Bohne. Weder Amazon, noch DPD. Also bleibt mir als Kunde nur die Möglichkeit, bestimmte Waren, bei denen nicht ersichtlich ist, wer den Transport übernimmt, nicht mehr bei Amazon zu bestellen, sondern das Produkt zwar bei Amazon auszusuchen aber, falls möglich, die Ware direkt beim Shopbetreiber zu ordern mit dem Vermerk, nicht per DPD zu versenden. Andernfalls muss ich dieselbe Ware bei einem Konkurrenten bestellen, bei dem das möglich ist. So etwas ist zwar mühseliger als ein bequemes Einkaufen im Amazon-Shop, doch was bleibt mir anderes übrig? Für jedes DPD-Paket sechs Kilometer bei Wind und Wetter mit dem Rad fahren? Dann aber her mit der 1.000-Euro-Subvention für ein neues Lastenfahrrad.

Achja, falls jetzt ein Oberschlauer meint, ich könne doch im Einzelhandel einkaufen, der Onlinehandel sei sowieso schlecht. Nein, es gibt im nahegelegenen Ort bis auf zwei Discounter gar keinen Einzelhandel, die nächste Kleinstadt ist rund 15 Kilometer entfernt und selbst dort gibt es nur noch zwei Fachmärkte, doch keine gemischten Märkte mehr - weder draußen, noch drinnen. Die Kaufhäuser machen alle dicht. Wegen Amazon? Das ist eine faule Ausrede, die von überteuerten Preisen und einer viel zu geringen Auswahl ablenken soll, denn ausgerechnet Amazon beabsichtigt in den nächsten Jahren sogar die Eröffnung von Riesenmärkten. Ich wette, sie werden boomen. Dann wird es dort vielleicht ein wenig wie heute bei den Ikea-Märkten sein: sie sind ein Ausflugsziel mit Essen, von dem nie jemand ohne wenigstens ein paar Kleinteile wieder heimfährt. Der Einzelhandel wäre eh nicht die Lösung, der Versandhandel ist schon der richtige Weg, doch Amazon braucht Konkurrenz, bei der die Kunden unter anderem auch den Versender auswählen können. Dass es genau so funktioniert, beweist z.B. "MyTime.de", denn dort kann man seit Jahr und Tag nicht nur den Transporteur auswählen, sondern in einem Kalender sogar den Tag der Ankunft frei wählen. Vorbildliche Kundenfreundlichkeit.

Naja, also schwinge ich mich jetzt an meinem späten Abend noch mal aufs schnelle Gazelle-Rad und tu etwas für meine Fitness. Öffnungszeit des Paketshops: ab 10 Uhr. Daran wird ersichtlich, in welche Art Shop die Paketstelle untergebracht ist. Jene Inhaber betreiben für gewöhnlich stets dieselben Läden: Outlets, Döner-Fressbuden und Import-Export-Läden, in denen du alles bekommen kannst, was transportabel bzw. was nicht niet und nagelfest ist. Naja, letzteres finde ich sogar prima, damit bloß keine Missverständnisse aufkommen, vielleicht besorge ich mir in einem solchen Import-Export-Laden demnächst einen Fake-Impfausweis. Je nachdem, wie paranoid hier alle noch werden.

Donnerstag, 26. August 2021

Von Inzidenzen und unseren Brüdern

Nur kurz, denn diesen wunderbaren Netzfund möchte ich mit dir teilen, wie man heute für "Boah, guck mal" sagt. In den Kommentaren bei Boris Reitschuster gefunden und so richtig rabenschwarz aber tatsächlich wahr:

Von 709 Abgeordneten stehen 12 unter Korruptionsverdacht. Das ist eine Inzidenz von 1693! Wir sollten vorsichtshalber alle einsperren, bis der Wert unter 25 fällt.
Und noch eine winzige Randbegebenheit, die dermaßen grotesk ist, dass man sie anfangs kaum glauben mag:

Mittwoch, 25. August 2021

Mehrarbeit

Es bleibt jetzt mal zwei Tage ruhig hier. Muss nachher zur Arbeit und habe soooo eine riesige Lust darauf, das kannst du dir nicht vorstellen. Außerdem habe ich nach einem Monat erst vorhin entdeckt, dass für mich in dieser Woche mehr Schichten als üblich anstehen. Der neue Dienstplan (ihn bekomme ich monatlich) setzt dieses Mehr dann auch noch bis weit in den September hinein fort. Oh, wie ist das doch gute Laune fördernd. Wenn ich jetzt etwas schreiben würde, egal was oder worüber, dann wärꞌs alles andere als lieb und nett. Das möchte ich dir dann doch nicht zumuten. Also abtauchen, wegducken aus dem Zeitstrang ist angesagt, Gehirn ausschalten und Gefühle ablegen. Gewissermaßen ein Sprung in eine Art Zeitmeer, dem ein Tauchgang folgt, aus dem ich alle zwei Tage mal kurz rausschaue, um wie aus dem Wasser Luft zu holen.

Auch ein Aspekt: wenn Urlaubszeit für die meisten Leute ist, müssen andere logischerweise deren Arbeit übernehmen. Oder es ist wie bei einem Corona-Lockdown "für alle", bei dem die Dienstleister und Versorger um so mehr unterwegs sind. Die Unterschicht muss immer raus und sich für die Wohlhabenden abstrampeln, das war noch nie anders.

Dienstag, 24. August 2021

Opera? Nein Danke! Eine gepflegte Schwurbelei

So, jetzt habe ich den Browser "Opera" endgültig aus dem System geworfen. Warum? Weil er zu viel mit Google im Hintergrund kommuniziert. Das wurde in den letzten Jahren mehr und mehr, ja, sogar als ich den Browser längere Zeit links liegen ließ und nicht benutzte, versuchten Hintergrunddienste immer wieder zu senden und empfangen. Na klar, wirft nun ein Oberschlauer ein, er versuche lediglich zu überprüfen, inwieweit ein Update nötig sei. Das kann er gerne tun, wenn er geöffnet ist aber nicht permanent und schon gar nicht, wenn er überhaupt nicht benutzt wird. Außerdem bezweifle ich, dass es dabei nur um Update-Daten geht, wenngleich ich das nicht belegen kann, was nämlich seriös niemand ohne Spezial-Software und erhebliche Kenntnisse kann.

Inneres Ich: "Ach, es wird so viel im Hintergrund kommuniziert, da kommtꞌs auf bloße Statusmeldungen auch nicht mehr an. Außerdem machen das alle Browser."

Das stimmt zum Teil. Deshalb muss ich aber nicht etwas akzeptieren, das problemlos zu ändern ist. Es finden seit 25 Jahren keine automatischen Updates meiner Programme/Apps statt und keine Windowsupdates (falls ich etwas benötige, wird es manuell hinzugefügt oder aktualisiert. Treiber und so weiter). Die Überwachung des Betriebssystems liegt nicht in Händen Microsofts, dafür nutze ich andere vertrauenswürdige Programme. Linux ist hier das Vorbild. Der Linux-Rechner hat mich noch nie nach Updates gefragt und kommuniziert nur in Zusammenhang mit den benutzten Programmen. Selten, dass da mal etwas Neues benötigt wird. Die Geschwätzigkeit der Betriebssysteme war aber noch nie ein echtes Problem, die Browser sindꞌs mittlerweile, da die Standards fürs Surfen im Internet ständig verändert werden. Und das ist nötig wegen der Verschmelzung des Internets mit den Smartphones - ich habe aber kein Smartphone. Und werde mich auch so lange wie möglich dem fernhalten.

Und schon kratze ich an grundlegende Dinge. Muss ich auf Schritt und Tritt mit anderen Menschen vernetzt sein? Muss ich den Thermostat der Heizung zu Hause während meiner Abwesenheit übers Internet steuern? Müssen Musik, Filme, halt das ganze Multimedia-Gedöns, übers Internet verwaltet werden? Muss alles, was ich tu, von morgens bis nachts irgendwo protokolliert, überwacht und geregelt werden?

Ein Beispiel: Als ich letztens in Emmerich beim Zoll war, hatte ich mich mit dem Fahrrad auf dem Weg dorthin verfahren (in dieser kleinen Stadt). Ich wusste wirklich nicht mehr, wo ich mich befand. Also fragte ich einen Menschen, der seines Weges ging. Nummer 1 wehrte in gebrochenem Deutsch ab: "Nix deutsch" und ging weiter. Nummer 2 riet mir Google-Maps aufzumachen und wandte sich ab. Nummer 3 kannte die gesuchte Straße nicht aber öffnete auf dem eigenen Smartphone Google-Maps. Es mischte sich eine weitere Person, Nummer 4, auf einem nahegelegenen Balkon ein. Eine muntere Diskussion begann. "Moment, ich geh mal an den großen Rechner", sagte die Frau (4) auf dem Balkon, verschwand und kam nach wenigen Minuten mit ihrem Smartphone in der Hand zurück. Es sei ziemlich kompliziert, meinte sie. Dabei drehte sie sich mit Blick auf ihr Display mehrmals um die eigene Achse, während die Person 3 mit der Internetverbindung haderte: "in Emmerich leben wir hinterm Mond, es gibt kaum vernünftiges Internet". Nun gesellte sich eine Ü70-jährige Frau, Nummer 5, zu uns und beschrieb einen recht verwirrenden Weg aus ihrer Erinnerung. Aber sie nannte Markierungen aus dem Gedächnis: "da ist OBI an der linken Seite und dann fahren Sie hinter der Tankstelle ...". Alles in allem befassten sich 3 nette Menschen eine viertel Stunde lang mit meiner Anfrage. Geholfen hatte mir letztendlich nur die ältere Dame, da sie als einzige die Richtung mit ihren Händen wies und eben gute Wegmarkierungen vorgab.

Was soll ich sagen? Wenn es weiterhin heißt, eine Talsperre, ein Krankenhaus, die Energieversorger und so weiter seien nur noch übers Internet zu steuern, dann fasse ich mir ernsthaft an den Kopf. Ich meine, hier wüsste ich gar nicht, wo ich beginnen sollte, auf wie vielen Ebenen so etwas absurd und darüber hinaus gefährlich ist. Wo soll das enden? Und genau da beginnt alles im Kleinen. Viele Leute begeben sich unwissentlich in Abhängigkeiten, aus denen sie nie mehr den Weg hinaus finden. Als freiheitsliebender und vor allen Dingen als selbstständiger Mensch fällt mir das besonders auf. Ich höre schon den Widerspruch, die soziale Komponente, wir mögen uns doch alle so sehr durch die sozialen Medien. Komisch, denn trotz aller Vernetzung haben die Deutschen kaum Freunde. Dazu gibt es einen längeren aber kolossal interessanten Artikel.

Jajaja, natürlich ist das wieder "vonet Höcksken aufet Stöcksken". Alles hat eben mit allem zu tun, davon bin ich überzeugt. Klar kann man sich den modernen Zeiten nicht zur Gänze verweigern, das mache ich auch nicht, doch es gibt Grenzen dort, wo sie auffallen, wo etwas geregelt, gemacht, kommuniziert wird, das bisher prima analog und manuell ging und nun in die Hände irgendeiner Technik übertragen werden soll. Die analoge Welt lässt sich allerdings nicht ohne Verlust digitalisieren. Alles kostet, selbst wenn du nur mit fehlenden Berührungen anderer Menschen bezahlst. Was nutzt dir Gesundheit, wenn du eingesperrt bist? Was bedeutet Freiheit, die im Zoo ausgestellt wird?

Für mich beginnt alles bereits bei der ungefragten penetranten Hintergrundkommunikation eines Webbrowsers. Lasse ich das zu, kapituliere ich, senke mein Haupt und fange damit an, die Kontrolle über mein Leben abzugeben. Irgendwo ist immer der Anfang.

Ich weiß, das ist jetzt alles ziemlich wirr, es sind nur Fetzen im Wind, keine durchdachten Gedanken. Du darfst mich ruhig auslachen, ich würde es wahrscheinlich selber tun. Vielleicht entspringt diese Verweigerungshaltung gegen viele Dinge einfach dem Instinkt, der noch vor dem Verstand bemerkt, dass mir so manches nicht gut tun würde.

Aber mir tut es gut, jetzt den Rechner auszuschalten, mich auf den Drahtesel Nummer 2 zu schwingen (das flotte Gazelle-Rad) und ohne Smartphone, also von dir und der Welt völlig unbeachtet, bei Edeka lecker neue Frikandels zu kaufen. Mit Bargeld bezahlt, denn es soll nirgendwo notiert werden, wann, wie viele und mit wieviel Mayo versehene Frikandels ich mir mal wieder einpfeife. Bis morgen in diesem hohen Haus des Schwurblertums.

Montag, 23. August 2021

Noch unbekannter neuer Regenmantel

Nachdem ich vorgestern pitschnass unter einem gelben Regenmantel geworden war, habe ich mir vorhin einen anderen bestellt. Das ist nämlich so: für den Winter besitze ich einen hervorragenden dicken und gefütterten Regenmantel, den ich sogar über den gefütterten Parka anziehen kann (diverse X vor dem L). Den benutze ich schon über 10 Jahre, er wird nicht gewaschen, behält somit seine Dichtigkeit (sagt man eigentlich "Dichtheit" oder "Dichtigkeit"?). Es ist natürlich derzeit viel zu warm für ihn. Er war eine Empfehlung mehrerer Straßenbauarbeiter, bei denen ich seinerzeit die Baustelle nachts bewachte.

Daneben nenne ich noch einen Bundeswehr-Regenponcho mein Eigen, der zwar wasserdicht aber leider viel zu schwer ist. Er ließe sich prima als Zeltersatz beim Campen benutzen. Ein riesiges Teil ist das. Seit geraumer Zeit trage ich also einen anderen, einen leichten billigen China-Regenponcho, der tatsächlich federleicht, absolut dicht und trotzdem stabil ist - eigentlich wärꞌs das, ich bin auch sehr zufrieden damit - fast - denn beim Fahrradfahren führt jeder Poncho unweigerlich zu nassen Armen. Regnet es dann die ganze Nacht lang, was glücklicherweise eher selten der Fall ist, frisst sich die Nässe langsam aber stetig im Baumwollparka hinauf. Nach Stunden ist er dann überall feucht, bleibt zwar längere Zeit noch dicht, aber die äußere Feuchte (sagt man hier "äußerliche Feuchtigkeit", "äußere Feuchte" oder "äußere Feuchtigkeit"?) ist dennoch irgendwie unangenehm. Genauso wie ich übrigens das Überziehen eines nassen Ponchos als unangenehm empfinde. Deshalb kaufte ich mir vor wenigen Monaten einen leichten und langen Regenmantel, der sich vorgestern nun als absolute Niete und zu 100 Prozent undicht erwies. Es gibt auch noch einen dunkelblauen Dienst-Regenmantel, der, trotz dass er vollkommen aus Plastik besteht, am Durchlässigsten von allen ist. Schwachstelle sind bei ihm die Nähte. Es ist also gar nicht so leicht, den passenden Mantel fürs Radfahren und fürs Zu-Fuß-Gehen zu finden.

Der brandneue, ebenfalls ein extralanger, der noch unterwegs zu mir ist, hat als Größe gleich 4XL. Nicht weil ich so dick wäre, nein, denn auch ihn möchte ich nur bei Regen über Parka, Weste und Pullover tragen, und er soll dabei weit genug zum bequemen Radfahren bleiben. Leider gibtꞌs den nicht in der Warnfarbe gelb, sondern nur in schwarz. Mal schauen, falls er mehr taugt als taucht (hihi, ein Kalauer), verlinke ich ihn hier. Um das zu testen brauchtꞌs allerdings erst mal eine ganze Nacht lang fiesen Regen. Gefunden hatte ich ihn als Empfehlung in einem Forum für Radfahrer. Muss nix heißen, ich weiß, doch woran soll man sich sonst halten? Die Produktbeschreibungen lügen und übertreiben alle und die positiven Kundenrezensionen sind mittlerweile zu 99 Prozent gefakt oder gekauft. Den Preis kann man ebenfalls nicht als Garant für Dichtheit heranziehen, denn etliche der wunderbaren Hightech-Stoffe des gehobenen Preissegments, die atmungsaktiv sind, hatten sich in den letzten Jahrzehnten allesamt als undicht erwiesen. Sogar ein megateurer Gore-Tex-Mantel, den ich mal besaß, war nach Wochen nur noch ein Regentropfensieb. Einen Regenschauer oder einen Hundespatziergang im Regen halten alle aus, doch eine Arbeitsnacht auf dem Rad, zu Fuß sowie stehend oder hantierend im Dauerregen und sitzend auf nassen Bänken oder Mauern, da trennt sich dann schnell die Spreu vom Weizen, wie man so schön sagt.

Mal schaun, wir werden sehen. Falls das zu uninteressante Neuigkeiten für dich sein sollten, hmm, ich hab grad nix anderet in petto.

Sonntag, 22. August 2021

Gespräch zum Sonntag

Oh, wie gut es tut, diesen beiden großartigen Männern bei ihrem Gespräch zuzuhören. Keine Sorge, es beginnt zwar mit dem Thema Corona, das ist gewissermaßen die Klammer, die alles zusammenhält, doch recht schnell graben die beiden tiefer ...