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Mittwoch, 3. August 2022

Serientipp: "In With the Devil" | Zehpein

"In With the Devil" oder original "Black Bird" erwähnte ich ja letztens bereits und vergab den ersten 3 verfügbaren Episoden (von insgesamt 6) je 10 von 9 "Georg-Punkte", was den Rahmen sprengend "genial" bedeutet. Der 4. Episode konnte ich "nur" 9 Punkte geben, obwohl sie absolut gelungen ist, doch im direkten Vergleich mit den 3 Folgen zuvor (für mich!) schwächer ausfiel. Das lag hauptsächlich daran, dass in dieser Episode allein der Knastalltag für die beiden Hauptdarsteller geschildert wird, was wiederum mittlerweile gefühlt tausendmal in anderen Serien schon vorkam, doch für die Dramaturgie und fürs Verstehen der Schilderung trotzdem unverzichtbar ist. Die 5. Episode nun erhält nicht nur wieder die 10 Punkte der ersten drei, nein, könnte ich 11 oder 12 Punkte vergeben, erhielt sie 13 - denn sie hat mich geradezu umgehauen. Ohne zu viel zu spoilern kann ich dennoch sagen, dass mich der Mix aus einer Erzählung des Opfers in Zeitblenden eingestreut enorm berührte. Sie gipfelt im letzten Satz: "Nach meiner Rechnung habe ich über 5.000 Tage gelebt. Das sind über 135.000 Stunden. Diese Zeit gehörte mir. Man kann sterben aber man war da, so wie ich. Hier ... hier ... hier ... und hier. Es war toll." Die Reaktion von einem der beiden Hauptdarsteller ganz zum Schluss spricht Bände und ist absolut nachvollziehbar. Was für eine bewegende Episode! Also falls es irgendwie machbar ist, guck, dass du diese Apple-Serie anschauen kannst. So etwas sieht man weiß Gott nicht alle Tage.

Und das (siehe Foto) fühlt man auch nicht alle Tage. Dieses Teil steckte in meinem dicken Zeh. Sieht riesig aus, weil ich es mit der Endoskop-Kamera aufgenommen habe, ist aber in Wirklichkeit so winzig wie eine Wimper. Es ist ein Draht, der wahrscheinlich aus der Versuchsreihe stammt, die beste Wicklung für den Mini-Dvarw zu finden. Seit einigen Tagen spürte ich ihn bereits. Ein zunehmender Schmerz, der deshalb unerklärlich für mich war, da ich mehrmals am Zeh nachschaute aber absolut nichts entdecken konnte. Okay, als Blindfisch ist das auch kein Wunder. Mit letzter Verzweiflung setzte ich die Lupenbrille auf, richtete zwei Taschenlampen auf den Zeh, hielt den Zeh erstaunlicherweise doch ziemlich nah vor meine Augen und da sah ich ihn. Pinzette, schon lag er vor mir auf dem Schreibtisch. Dieses eine Foto gelang mir noch, danach wollte ich zum Größenvergleich eines mit einer 1-Cent-Münze machen aber? Genau, der Draht war weg. Weiß der Geier, wohin er verschwunden ist. Es gefiel ihm anscheinend so gut in mir, dass er sich wieder auf eine neuerliche Reise begeben hat, um via Boden und Strümpfe so bald wie möglich zurück in meinen Zeh zu gelangen.

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