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Sonntag, 19. Juni 2022

Bo 1

Bo hatꞌs schwer, sie leidet und liegt durchgehend unten vor der Eingangstür. Es ist die erste von wenigen Nächten, die sie aushalten muss. Ihre Trennungstraurigkeit findet allerdings ein jähes Ende, wenn ich mit den Leckerchen (Mega-Kaustangen) locke. Wie "käuflich" doch so manche Wesen sind, nicht wahr? Die nächste Nacht verbringt sie nochmal in ihrem eigenen Zuhause, da kann sie sich quasi von dem Schrecken erholen, bevor sie ab Montag dann Tag und Nacht bei mir sein wird - das heißt, eine Nacht bin ich auf Arbeit, dann muss sie leider 8 Stunden alleine in meiner Hütte rumliegen, danach bin ich aber durchgehend mit ihr zusammen. Ich hatte schon überlegt, sie mit zum Dienst zu nehmen, doch meine Wegstrecke, die ich während der Arbeit gehe, liegt bei 25 bis 30 Kilometern, das ist zu viel für sie, da sie so etwas nicht gewohnt ist (für mich ja auch, weshalb ich die Hälfte mit dem Fahrrad bewältige). Wenn Bo nämlich keine Lust zu gehen hat, legt sie sich hin und bleibt liegen - bei solch einem Monsterhund stehst du dann wie doof davor und versuchst ihn irgendwie zu motivieren, weiterzugehen. Das stelle ich mir bildlich höchst amüsant vor. Naja, außerdem kenne ich ihr Verhalten zu wenig. Für ein echtes Team, wie es bei meinen früheren Hunden der Fall war, braucht man Zeit des gegenseitigen Kennenlernens. Außerdem ist Bo ein ausgeglichener Familien- und Kinderhund, da soll sie erst gar nichts von der rauen Welt da draußen mitbekommen. Gestörte Wesen gibtꞌs eh schon genug.

Mal schauen, wie sich das die nächsten Tage so darstellt. Bis dahin.

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