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Mittwoch, 22. Juni 2022

Ansichtssachen

Bin seit ein paar Stunden dabei, auf 3 Rechnern die gesamte Ordnerstruktur zu erneuern. Das alles hat sich im Laufe der Jahre so entwickelt, muss nun aber wegen des Kartenhubs neu strukturiert werden. Es gilt aufzupassen, damit mit den neuen Bezeichnungen und Bebuchstabungen der getauschten Datenträger/Laufwerke nichts durcheinander gerät und anschließend Windows und Linux noch funktionieren bzw. das tun sie natürlich, doch installierte Programme zum Beispiel, die auf oder von "E" aus starten, brauchen diesen Laufwerksbuchstaben auch weiterhin, selbst wenn der Datenträger ein anderer geworden ist. Also Buchstaben tauschen und nicht vergessen, wer diesen Buchstaben vorher besaß. Dateien und Ordner entsprechend tauschen und hierbei ebenfalls nicht durcheinander kommen. Klappt alles soweit super, auch wenn 3 Rechner mit Kopierarbeiten stundenlang beschäftigt sind.

Es sieht dann zum Teil lustig aus: aus einem Wechseldatenträger "M" wird nun Laufwerk "E". Das neue "M" erhält die Bezeichnung "C2" (weil es jetzt auf der Teilpartition von "C" liegt und bis auf zwei wichtige Dateien leer ist). "E" auf einem anderen Rechner (ein 1 TB Datenträger) wird zu "E1E2" da sich der Inhalt auf zwei 512-GB-Karten aufteilt, die entsprechend "E1" und "E2" genannt werden. Installierte Programme jedoch auf vormals "E" funktionieren nur auf "E1", weil das nun der direkte Pfad zu "E" ist. "E2" bekommt als Laufwerksbuchstaben "F" zugewiesen und beinhaltet die andere Hälfte von "E1E2". Die Serien werden von drei 1-TB-Datenträgern (nur zwei volle) auf 6 512-GB-Karten aufgeteilt, was leider eine lange Kopiererei bedeutet (die 6 werden natürlich nicht voll werden, da ist dann noch reichlich Luft nach oben für Erweiterungen - aber man glaubt kaum, wie schnell Serien, die ich gut finde und nun mal behalten möchte, Speicherplatz fressen). Am Ende haben fast alle Datenträger ein Wechselspiel aufs Parkett gelegt und doch war durch die Neuordnung eine mechanische Festplatte von einem TB übrig. Die wurde dann an einem anderen Rechner zum neuen "E" als "E1E2" eingerichtet und entlastet gewissermaßen dessen Laufwerk "C", denn die ehemalige Partition "E" (auf "C") wurde gelöscht. Also es verschmilzt das ehemalige "E" zum "C", indem "C" über den gesamten Speicherplatz erweitert wird. So in dieser Art und Weise dann bei drei Rechnern, da kommt man leicht durcheinander. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Geschriebene hier nicht schon etwas durcheinander wirft. Ist ja schon spät - oder zu früh am Tag, je nach Betrachtungsweise.

Auch interessant, auf manchen Karten wird mit 20 MB/s geschrieben, auf anderen mit 40 und mehr. Da kommt man leicht in Versuchung, anzunehmen, dies läge an den Karten - aber nein, der Unterschied liegt an den mechanischen Laufwerken: die alten sind halt wesentlich "langsamer" als neue. Grundsätzlich pfeife ich auf die Angaben der Hersteller, da das meistens nur theoretische Werte sind, die dann vielleicht in Modellversuchen praktisch nachgestellt werden, bei denen aber die Parameter und die Geräte das Optimum der zur Verfügung stehenden Hardware entspricht, nichts aber über die Realität mittlerer Qualität oder alter Hardware aussagt. Modellierungen sind nichts weiter als Schätzungen. Bestes Beispiel dafür sind die LED-Lampen. Ihnen wird eine Haltbarkeit bis zu 100.000 Stunden attestiert. Das sind 11 Jahre ununterbrochenes Leuchten. So lange gibt es diese LED-Lampen gar nicht und dieser Wert stand schon bei der Markteinführung der LEDs auf der Verpackung.

Dasselbe trifft für Modellierungen des Klimas oder der Corona-Verbreitung zu. Es werden bestimmte Ausgangsparameter als gegeben angenommen und dann von ihnen ausgehend hochgerechnet. Je nach verwendeten Anfangsangaben verändern sich die Ergebnisse. Das geht so weit, dass sie sich diametral widersprechen können. Wer von Wissenschaft redet und Studien als Beleg anführt, muss unterscheiden zwischen echten wiederholbaren Untersuchungen und statistischen Spielereien. Als Studien werden heute aber meist nur Statistiken genannt, Modellierungen - eben Schätzungen. Jede Schätzung ist aber im Grunde unwissenschaftlich, wenn sie darauf verzichtet, die gesamte Spannbreite möglicher Ergebnisse zu nennen. Und das tun sie fast alle nicht, denn man möchte anhand der Studien ja die politischen Ziele untermauern. Es ist die reinste Scharlatanerie. Zum Beispiel 1 oder 5 Grad Steigerung der Durchschnittstemperatur auf der Erde in 20 Jahren zu prognostizieren, wobei nicht einmal über die gegenwärtige globale Durchschnittstemperatur Konsens besteht, ist übelste Propaganda und Aberglaube wie im Mittelalter. Aber ich schweife mal wieder ab :-)

Vorhin habe ich einen Wasserdrachen gesehen …

Der steht in seinem Stall, kann nicht wegfliegen und wartet gemeinsam mit Bo aufs Wiedersehen mit der Gefährtin. Und siehe, @Elke, die Brennnesseln im Vordergrund links können stehenbleiben. Ich (und wir) finden sie sogar schön, obwohl andere ihre Hände überm Kopf zusammenschlagen und sie samt Wurzeln am liebsten ausreißen würden.

3 Kommentare:

  1. :-))))
    ach georg, du bringst mich heute wieder zum lachen in meinem alltäglichen wahnsinn^^
    schön ist es bei euch!
    und jetzt noch ein bischen schlaumeierei von mir:
    brennesseln sind lebensgrundlage für viele schmetterlingsarten
    sie reinigen den boden und bereiten ihn auf
    sind ein wunderbares heilmittel
    jung kann man sie klasse zu spinat verarbeiten
    brenneseljauche ist ein wunderbarer dünger und vertreibt läuse-sinkt allerdings erbärmlich :-))
    früher hat man seile und stoffe daraus gewebt
    also du siehst, ihr habt da einen wahren schatz im garten !
    die franzosen sind sogar so selten dämlich diese pflanze zu verbieten und bei ihrer verwendung strafe anzudrohen.
    des wahnsinns fette beute.
    irgendwann wenn das vermummungsgebot in öffis aufgehoben wird besuch ich dich wirklich mal^^
    so das hast du jetzt davon-lach^^
    liebste grüsse elke

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  2. Zustimmung zu den Aussagen über Modellrechnungen im wissenschaftlichen Arbeiten... besonders in Bezug auf das Konzept der klimatischen Veränderungen.

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  3. @Elke: Danke, dass du immer mal wieder in Erinnerung bringst, wie wertvoll Brennnessel aber auch diverse anderen Wildpflanzen oder auch Hanf usw. eigentlich sind. Wenn ich mir die Vorgärten im Ort so anschaue, dann bekomme ich das kalte Grauen. Woher kommt der Vorwurf, dass Wildwuchs assig sei? Wenn ich mal bedenke, dass meine Mutter zig Jahre nie im Garten entspannt hatte, nicht mal eine Stunde ohne irgendetwas zu beschneiden oder "in Ordnung zu bringen", dann ist so etwas doch absurd. Sie hatte die Arbeit gehasst aber konnte sie doch nicht lassen. Wegen der Leute.

    Nö, diese Gedankenwelt ist mir so was von fremd. Meine Tante (und eigentlich Mutterersatz) hatte damals auch so einen wunderschönen Wildgarten. Man muss nur die alles überwuchernden Pflanzen im Zaum halten. An manchen Stellen dürfen sie wachsen, wo sie anderen Pflanzen das Leben abschnüren, entfernt man sie halt. Ansonsten darf hier alles munter wachsen und uns erfreuen.

    @Anonym: Ich würde sogar so weit gehen, statistische Aussagen nicht als Wissenschaft zu bezeichnen, sondern die Statistik lediglich als Werkzeug der Wissenschaft zu verstehen. Alleine ohne Bezug und Kontext haben sie keinen Wert.

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