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Mittwoch, 11. Mai 2022

Therapie gegen Schlaflosigkeit

Die gestrige Erwähnung von "The Lost City" war ja kein Filmtipp, das möchte ich betonen, denn meine Wenigkeit findet diesen Streifen einfach nur grottig. Nach rund 50 Minuten war ich eingeschlafen und habe nicht das geringste Bedürfnis, den Film noch mal anzuschmeißen (projektor-mäßiges Anwerfen). Wenn ich nun sagen würde, er sei zur RTL-Unterhaltung bestens geeignet, dann wäre das ziemlich arrogant von mir, denn damit würde ich mich über den Massengeschmack erheben, und wer bin ich denn? Ein Richter? Selber bin ich natürlich weder klüger, noch irgendwie besser als alle anderen. Es gibt halt nur, was den Humor betrifft, bei mir gewisse Grenzen, deren Überschreitung aus Humor Albernheit erzeugt, die mich folglich nicht lachen oder schmunzeln lässt, sondern die mir wirklich und tatsächlich weh tut. So ein Film ist das. Wenn ich davon ausgehe, dass die Produzenten genau wussten, was sie erschufen, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sie besitzen selber keinen Humor und begnügen sich mit peinlichen Schenkelklopfern, um auch mal lachen zu können, oder aber sie glauben, die Masse der Zuschauer sei dermaßen verblödet, dass man ihnen so etwas zum Fraß vorsetzen muss, um einen Kassenerfolg zu generieren, um Geld damit zu verdienen. In beiden Fällen spricht es nicht unbedingt für sie.

Was bin ich heute aber wieder böse, nicht wahr? Nein, bin ich gar nicht! In gewisser Weise sollte man nämlich für den Film sogar dankbar sein, denn angesichts der Millionen Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden, bieten die Produzenten mit "The Lost City" ein Medikament an, das ganz ohne Chemie auskommt aber hundertprozentig wirkt, denn selbst die ausgeprägteste nervöse Unruhe verwandelt sich beim Zusehen schnell in gähnende Langeweile als Vorstufe eines erholsamen Tiefschlafs.

Nun gut, ich merke selber gerade, die Bösartigkeit quillt aus jede meiner Poren. Ade, bis morgen, gahab dich wohl.

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