Samstag, 5. Juni 2021

1. Beinah-Überflutung 2021

Eine kleine Gewitterzelle tauchte plötzlich auf, die aber gaanz laaangsam über uns hinwegzog und eine Gratisfüllung eines Swimmingpools ausschüttete. Tja, da wir keinen solchen Pool besitzen aber dafür einen fiesen anderen namens Sickergrube, die wiederum Dank der Ökopolitik zwangsweise alle paar Jahre teuer aufgerüstet werden musste (Grüne Politik = rund ums Haus wird Gülle ausgefahren, als gäbe es kein Morgen {übrigens nachts, damit man bloß nichts von den ungeheuren Mengen mitbekommt}, das Haus selber darf aber keinen Tropfen Gülle hinzufügen) und deren Steuerung daher kompliziert und störanfällig wie die einer Heizungsanlage geworden ist, durfte sie um Gottes Willen nicht durch den Regen überlaufen, das kostet dann knapp 500 Euro. Also mussten meine Nichte und ich am späten Abend noch Sandsäcke schleppen. Während wir mit ihnen durchnässt bis auf die Haut den Regenfluss vom angrenzenden Feld einigermaßen anstauten und es rings um uns herum blitzte und krachte, heulten in den Nachbargemeinden bereits die Sirenen. Wir waren demnach nicht die einzigen Leidtragenden des kleinen aber gemeinen Unwetters.

Nunja, ich wusste, dass der Regen in einer Stunde aufhören würde, so dass ich entspannt zu Werke ging, aber meine aufgeregte und übers Wetter fluchende Nichte schenkte mir keinen Glauben. Man lerne: Georg glauben = Vermeidung unnötigen Stresses. Vorher hatte ich nämlich den Film des Regenradars aufmerksam studiert, ich meine, bevor ich den Router vom Stromnetz und von der Telefonleitung getrennt hatte (wem einmal durch eine Leitungsüberspannung bei Gewitter ein 200-Euro-Router geschrottet wurde, der passt bei zukünftigen Gewittern gut auf).

Die Fotos (klick aufs Bild = groß) sind von nachts, später im normalen Regen. Man erkennt deshalb leider nicht so viel auf ihnen. Es ist aber alles gutgegangen (klopf auf Holz).

2 Kommentare:

  1. Das Haus hier hatte ursprünglich auch so eine Sickergrube. Wurde von der Stadt regelmäßig ausgepumpt, aber das haben wir nicht mehr erlebt. Als wir einzogen, führte die Kanalisation zum Glück schon bis ins Haus.
    Vor einigen Jahren verschloss ein dicker Ast diese. Das Grundstück wurde aufgerissen und neue Rohre verlegt. Das dauerte eine Woche und in der Zeit mussten wir uns im Garten eine Grube ausheben...
    Ja, diesmal hat es euch getroffen, mal sehen, ob so ein Starkregen auch bis hierher kommt.

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    1. Tja, bis zu uns werden wohl nie Rohre verlegt werden. Zu weit außerhalb. Für das bisschen Scheiße (es ist, was es ist) lohnt die Verlegerei nicht und außerdem müsste eine Pumpstation her, denn zur Gemeinde geht es den einzigen Hügel hinauf, den es weit und breit gibt. Der heißt "Katzenbuckel" und wo wir schon mal beim Begriff "Scheiße" angelangt sind, nun zum Dritten, denn ohne Scheiß, es gibt hier sogar die Straße namens "Katzenbuckel", die sich folglich wo genau befindet? Exakt, oben auf dem Katzenbuckel. Die dortigen Anwohner bräuchten abwassertechnisch dann eher Fallrohre als Pumpen :-)

      Ich drück euch die Daumen, dass der Starkregen um euch herum zieht.

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