Mittwoch, 7. April 2021

Reitschuster-Appell gegen die Zensur

Boris Reitschusters Appell gegen die Internet-Zensur (Infos im Video oder auf "Achgut"). Oh, da mache ich aus Überzeugung mit und lade das Video zum Appell gerne auf meinen privaten YouTube-Kanal. Zur Nachahmung empfohlen, "mithelfen, der Zensur ein Schnippchen zu schlagen. Im Kampf David gegen Goliath". Monomond ist auch dabei, je mehr, desto besser. Google die eigenen Algorithmen um die Ohren schlagen, das könnte spaßig werden.

Kommentare:

  1. Das Problem ist, dass ein Großteil der Bevölkerung null Ahnung davon hat, was an Zensur im Land passiert. Wir, die wir im Internet "leben" tun das in einer Parallelwelt. Bis auf eine Freundin habe ich niemanden, mit dem ich derlei Dinge thematisieren könnte.
    Im "richtigen Leben" findet nichts davon statt und nicht nur interessiert es die Leute nicht, sie glauben es auch nicht.
    Wieder mal nur das Wort Elend das mir einfällt.

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    1. Genau so ist es leider @Barbara. Die uninformierten Menschen glauben alles, was die öffentlich-rechtlichen Sender sagen. Die haben dafür ja zig Programme, TV, Radio und Internet. Die wenigen großen privaten Medienhäuser, denen die Leserschaft abhanden gekommen ist, werden mit Millionen Euro am Leben erhalten und sind dann natürlich ihrem Geldgeber verpflichtet. Eigentlich werden wir von ihnen, statt von der Regierung, beherrscht, denn sie können sogar Politiker vor sich her treiben, sie entscheiden, wessen Karriere zu Ende geht und wer wann nach oben gepusht wird. Dabei hat niemand sie für ihr Tun gewählt. Es ist erschreckend.

      Menschen im Alltag sind halt mit anderen Dingen beschäftigt, das ist genau das, worüber Boris Reitschuster aus Russland immer berichtet bzw. das zu beschreiben versucht hat: Putin ist viel klüger und lässt die normalen Menschen in ihrem Alltag in Ruhe, da kann jeder sagen, was er will. Das ist sehr clever, denn dann können die Unzufriedenen sich quasi abreagieren, finden Blitzableiter für ihre Wut usw. aber lassen danach Putin und die Regierung größtenteils in Ruhe.

      Man kann den Uninformierten, die mit für sie anderen wichtigen Dingen befasst sind, schlecht ihre Uninformiertheit vorwerfen, das Leben besteht halt aus viel mehr als aus Politik, aber am Ende, wenn alles kaputt ist oder wenn wir vollends in einer Diktatur leben, bezahlen sie die Zeche für ihr Desinteresse und Nichtstun. Uns bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als sehenden Auges den Weg in den Abgrund zu begleiten. Wir können zwar immer wieder warnen und auf bestimmte Dinge aufmerksam machen, gegen die Macht der Mainstreammedien haben wir aber nicht die geringste Chance. - Gegenwärtig, das ist ja das verflixte Ding mit der Hoffnung, das @Mira in den Kommentaren hier neulich ansprach, es bleibt die Hoffnung, dass etwas geschieht, was der trottenden Herde die Augen öffnet. Oder die Hoffnung auf mächtige alternative Medien (daran glaube ich aber nicht) oder, oder, oder. Nur hoffentlich kein neuer Heilsbringer, der irgendwann wie aus dem Nichts auftaucht.

      Andererseits haben wir die Revolution in der DDR miterlebt, ich meine, wir haben zugesehen, dass so etwas tatsächlich funktionieren kann und dass es auch friedlich aber mit aller Macht des Volkes funktionierte. Das befeuert regelrecht die Hoffnung auf eine Wende, finde ich.

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