Freitag, 2. April 2021

Impfzwang und Opferlamm

Vorweg: das sind nur "lose Gedanken" der letzten Nacht. Es war kalt aber schön klar, dunkel, da der Mond erst am frühen Morgen aufging. Was ist eigentlich eine Vergewaltigung, fragte ich mich.
 
Eine Vergewaltigung bedeutet, wenn gegen deinen Willen jemand oder eine Sache in deinen Körper eindringt. Dies wird um so deutlicher, je klarer und unmissverständlicher du dich dagegen aussprichst. Zu dieser Thematik existieren perverse juristische, moralische oder gesellschaftliche Einschränkungen, begonnen mit "dann hätte sie zur Feier keinen Minirock tragen sollen" und nicht enden wollend mit "ihr Nein zeigte nur um so deutlicher ein eigentliches Ja". Das lassen wir jetzt alles mal beiseite. Vergewaltigung ist Vergewaltigung, Punkt.

Dann gibt es die Vergewaltigung, bei denen der Vergewaltiger ein Abhängigkeits- oder Machtverhältnis benutzt, um den Widerspruch des Opfers so gering wie möglich zu halten oder ihn sogar auszuschließen. Auch hierbei sind eindeutig die Kriterien einer Vergewaltigung erfüllt und es gibt immer mehr Gerichtsurteile, die das feststellen.

Soweit dürfte der Sachverhalt allgemein bekannt sein. Doch wie sieht es beim zwangsweisen Impfen aus?

Eine Impfpflicht ließe sich unter diesen Gesichtspunkten im Grunde nicht rechtfertigen, glaube ich. Was aber, wenn der Arbeitgeber, in dessen Abhängigkeitsverhältnis du stehst, dich indirekt zu einer Impfung zwingt, indem er Druck ausübt? Dann trifft doch dasselbe wie vorher beim Machtmissbrauch zu, oder nicht?

Wer also von Impfverweigerern dennoch eine Impfung verlangt, wie gesagt, auch durch Zuhilfenahme recht fieser Erpressungen ("ich zwinge dich zu deinem eigenen Schutz"), und wer diese Gewalt als notwendiges Opfer zum Wohle der Allgemeinheit bezeichnet, zeigt im Prinzip dasselbe Verhalten wie die Menschen früherer Gesellschaften, bei denen der Zwang ein vermeintliches Gottesopfer ermöglichte. Es wird heute nur der Begriff "Gott" durch "Wissenschaft" ausgetauscht, die Gewalt trägt somit nur ein anderes Kleid.

Wenn man erzwungenes Impfen in dieser Art und Weise als Opfer begründen kann (und man kann es ja, da es von nicht wenigen genau so gemacht wird), dann ließe sich allerdings ebenfalls in umgekehrter Hinsicht argumentieren, nämlich dass der Teufel im Gewand der Impfung daherkommt. Und hier, das erkennt nun jeder, ufert alles natürlich gedanklich aus. Demnach wäre es im Sinne einer aufgeklärten humanen Gesellschaft am Besten, erst gar keine Begründungen für einen Impfzwang zu suchen, sondern von Anfang an auf jeden Zwang zu verzichten. Wer sich impfen lassen möchte, der kann es tun, aber wer es nicht will, der braucht es auch nicht. Im 21. Jahrhundert sind Vergewaltigungen einfach nicht mehr zu rechtfertigen.

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