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Mittwoch, 28. April 2021

Endlosschleife

Und täglich grüßt das Murmeltier - im Grunde könnte man exakt das gleiche wiederholen, was von den Kritikern den Medien mit ihrer "Corona-Berichterstattung" im letzten Frühjahr vorgeworfen wurde: erneut wird Angst und Panik geschürt auf Teufel komm raus. Zahlen werden wieder, insbesondere jene aus Indien, ohne einen Hintergrund und ohne sie ins Verhältnis zu setzen in den Raum geworfen in der Hoffnung, abermals ein zweites Bergamo zu erschaffen. Nach dem Motto: was einmal funktioniert hat, wird auch heute ein zweites Mal funktionieren, denn die dumme Masse vergisst eh alles nach ein paar Monaten. Hauptsache die Anzeige auf dem Panikmeter bleibt schön im oberen Bereich und die Besuchs- bzw. Klickzahlen der Angstartikel sinken nicht. Man könnte also sämtliche Daten wie letztes Jahr erneut auf Seriosität überprüfen und wieder alles Punkt für Punkt auf den Boden der Realität herunterholen - wenn man es denn wollte, wenn man nach wie vor den Glauben besäße, dies würde etwas nutzen, die Medien würden das Schüren der Angst danach einstellen und sich womöglich bei ihren Leser*innen entschuldigen. Ein Jahr hat aber gezeigt, dass diese Hoffnung unbegründet ist, da das Theaterstück mit voller Absicht aufgeführt wird. Ihr Regisseur, die Regierung, hat nämlich mit Bedacht die Rollen angelegt, damit jedes ängstliche Schaf weiterhin glaubt, wie gut und richtig die Maßnahmen und der Lockdown hierzulande sind und wie gut wir es doch mit unserer Regierung getroffen haben, denn stell dir mal vor, hier würden Zustände wie in Indien herrschen. Danke Frau Merkel, dass du uns davor bewahrst.
 
Weder macht es Sinn, den Medien mit Fakten zu antworten, noch ihnen mit Humor, Spott oder Ironie zu begegnen, was der Umgang mit den 53 Mainstream-Künstlern unmissverständlich zeigt. Wir lernen also: niemand hat eine Chance gegen die Medien, da mögen sich noch so brillante Journalisten vom Schlage eines Boris Reitschusters anstrengen, es ist am Ende vergebene Müh. Oder doch nicht? Vielleicht nicht ganz, denn ohne diese Leute, die unermüdlich und schier verschwenderisch mit ihrer Energie umgehen, die sich wie Seelenverwandte durch Kraftvergeudung ernähren, sähe es trostlos im Lande aus. Und ohne eine Vera Lengsfeld, hartnäckig wie sie nun mal ist, ja, geradezu penetrant immer nur der Aufklärung verpflichtet, hätte der eine Leser ihres Weblogs auch nicht diesen kurzen aber überaus erhellenden Brief an sie geschickt: "Wie die Medien die Pandemie groß schreiben."

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