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Samstag, 20. Februar 2021

Schein und Sein

Dieser Tag zieht ereignislos an der momentan uninformierten Leere des eigenen Kopfes vorüber.

Inneres Ich: "Wie? Gibt es auch eine informierte Leere brainsbiologischer Art?"

Liebe Leserin, lieber Leser, wie du siehst, beim Innere Ich sitzt mal wieder der Schalk tief im Nacken. Soll ich darauf eingehen? Haben wir etwas gehört? Ist das Innere Ich überhaupt anwesend oder doch bloß eine arge Illusion, ein Trugbild multipersönlicher Psychospielchen im Hirnsaal vor derzeit leeren Rängen? Hey, du Inneres Ich, dich gibtꞌs gar nicht, du bist nicht existent. So, nuꞌ weißtꞌes.

Inneres Ich: "Aha. Wenn duꞌs glaubst. Dann brauche ich dir ja auch gar nicht zu sagen, dass du vor der Arbeit draußen in der Paket- und Päckchen-Box mal nachschauen solltest, ob da nicht vielleicht oder vielleicht sogar bestimmt ein oder zwei kleine China-Päckchen auf dich warten. Da es mich nicht gibt, kann ich dir das jetzt auch nicht gesagt haben und du weißt somit nichts. Also muss die Freude des Auspackens bis morgen früh warten. Na? Kannst du's abwarten?"

[Es vergehen 5 Minuten]

Per Zufall fand ich gerade eben beim Beinevertreten der Frühgymnastik zwei kleine China-Päckchen in der Postbox vorm Haus. Die muss ich jetzt unbedingt noch schnell öffnen, daher habe ich leider keine Zeit mehr fürs Tagebuch. Nur soviel: die Hirnleere hat gerade mit der Vorfreude ihren Platz getauscht. Also bis morgen in diesem ehrwürdigen Theater. Gehab dich wohl.

Kommentare:

  1. Um der Ereignislosigkeit Herr zu werden, könntest du dir "I Care a Lot" anschauen.
    Empfehlung!
    Und natürlich den schönen Sonntag gewünscht. Hier mit 17 Grad und Föhn.

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    1. Danke! Ist schon im Köcher :-) Derzeit schaue ich "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" - nunja, wie soll ichꞌs sagen? Das ist weniger als Tipp einer gelungenen Serie zu verstehen (findꞌs mittelprächtig) als vielmehr als Stoff, der uns in gewisser Weise seit unserer Jugend begleitet. Deshalb in einer abermaligen Neuverfilmung interessant zu sehen. Eine Serie, die in den 70er Jahren spielt mit Musik - und jetzt halte dich fest! - der 90er. Beim jüngeren Publikum kommt sowas vielleicht an, ich finde es ganz schrecklich. Rave in den 70ern, kein Funk, kein Disco-Sound mehr, nicht einmal Punk und sogar Bowie schlimm verfremdet. Arg gewöhnungsbedürftig.

      Die Schneeglöckchen sprießen überall. Herrlich!

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