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Dienstag, 15. September 2020

Sparen, Einkaufen und Maulkorb

So, vorhin habe ich auch die letzte Rate von 1.035 Euro für die neuen Zähne bezahlt. Anfang des Jahres schrieb ich ja, dass 5 bis 6.000 Euro vorhanden seien, sich die Kosten meiner Zuzahlung aber - und bis jetzt zum Schluss - auf insgesamt fast 8.000 Euro beliefen. Spare mal mit meinem Mini-Lohn, das ist kaum möglich, aber ich habꞌs geschafft. Juchhe! Zwar bin ich nun völlig abgebrannt, doch es drücken keine Schulden, nirgendwo, kein Cent, und keine roten Zahlen leuchten auf meinem Konto (wir wissen ja, die Farben rot-weiß-schwarz sind Nazifarben - über diesen Humbug habe ich mich sehr zurückhaltend gerade dieser Tage im Dampferforum ausgetauscht).

150 Euro sind trotzdem zusätzlich zu bezahlen. Wofür? Für den ganz normalen Einkauf von Lebensmittel und Hygieneartikel - njaja, vielleicht doch nicht so "ganz normal", denn es sind alles größere Posten, also von jedem Artikel gleich ein halbes oder ein Dutzend. Für den kompletten Monat größtenteils. Warum tu ich das? Weil ich seit April keinen Supermarkt mehr betrete und alles online einkaufe. So lange es machbar ist, verweigere ich mich der Maske konsequent. Meine Ablehnung gilt dabei nicht allein dem symbolischen Charakter des Maulkorbs, nein, ich fühle mich auch tatsächlich ausgesprochen schlecht darunter. Körperlich (schwitzen und schwer atmen) sowie seelisch (unangenehm ängstlich, es ist kaum Mimik mehr erkennbar, Menschen wirken wie Zombies oder Roboter). 

Symbolbild
Jedenfalls ist das Einkaufen kein positives Erlebnis mehr, da überall Markierungen in Warnfarben, Ausrufezeichen, Absperrgitter und böse Blicke zu sehen sind, die mich sofort wie Blitze aus den Augen der maskierten Zorros treffen, sobald ich meine Nase mal einen Augenblick frei Luft atmen lasse. So schnell wie im April war ich noch nie einkaufen - rein, hastig und zielbewusst abgreifen, Kasse, nix wie raus aus dem Laden. Mit etwas Organisation lassen sich all diese Einkäufe auch prima online erledigen. Manchmal ein wenig teurer, durch die Menge aber wiederum günstiger, so dass am Ende für den Einkauf trotzdem ein ziemlich identischer Preis entsteht. Mit frischem Gemüse kann man mich sowieso fortjagen (auch vor der Corona-Zeit bereits), da vermisse ich gar nichts. Ich habe sogar einen Versender von frischem Brot gefunden, das soll schon was heißen.

Reizvolle Kulturveranstaltungen gibtꞌs auf dem Land eh nicht, Reisen ist nicht so mein Ding, Wandern kann ich viel und alles andere funktioniert hervorragend per Internet. Fürs Hobby des E-Dampfens habe ich seit einem knappen Jahr nichts Neues mehr angeschafft, vermisse aber auch nichts, besitze mehr als genug (Liquid für die nächsten 10 Jahre, Geräte für mehrere Leben). So lässt sich natürlich auch vom wenigen Geld ein bisschen sparen (kein Auto, kein Smartphone inklusive des benötigten Tarifs, keine neue Kleidung, brauchte ich bisher auch nur äußerst selten). Von den Corona-Einschränkungen bemerke ich also im Alltag so gut wie gar nichts (während der Arbeit bin ich bekanntlich alleine und benötige keine Maske). Uhuund: mit dieser Kurzbeschreibung meiner hochinteressanten Lebensumstände kann ich außerdem wunderbar den heutigen Tagebuchtag füllen, obwohl ich eigentlich nichts zu sagen habe. Praktisch, nicht wahr? 👍

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