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Dienstag, 23. Juni 2020

Fake News der Frankfurter Allgemeinen

Wir wissen alle, das heute Menschen kaum noch lesen, sich nicht für Zusammenhänge interessieren und sich das Geschehen in Deutschland und der Welt allein anhand von sowie in Schlagzeilen erklären. Mit manchen Menschen kann man nämlich sogar im täglichen Leben keine Unterhaltung mehr führen, da ihren Sprechapparaten nur ein Stakkato einzelner Worte oder Parolen entfleucht, meist hervorgebracht ohne Artikel und in kreativen Wortschöpfungen. Nein, es liegt nicht an den Zuwanderern, die unserer doch recht schweren Sprache noch nicht mächtig sind, denn mehr und mehr Biodeutsche biedern sich dem unteren Sprachniveau an und finden es geradezu chic, im Slang verstümmelter Sätze zu reden. Wie soll unter diesen Umständen je ein Einwanderer richtiges Deutsch erlernen? Jedenfalls wird in dieser Art zu sprechen auch gelesen. Eine DIN-A-4-Seite Text erscheint immer mehr Menschen wie ein Roman. Da hilft es auch nicht, die zeitliche Lesedauer eines Artikels in Minuten anzugeben, es gibt zu viele Zeitungsseiten zu denselben Themen im Internet, ihre Menge kommt heute einer Überforderung gleich. Es reicht den meisten Leuten mittlerweile, Überschriften miteinander zu vergleichen.

Das wissen natürlich auch die Zeitungsschreiber. Und das ist auch die Erklärung für die sich oft widersprechenden Titel der Meldungen zu Corona. Ich habe deren Übersicht ja schon zwei Mal mittels kleiner Screenshots gezeigt. Heute mal ein anderes, ein subtileres Beispiel. Wie sollte ein nur die Überschriften lesender Mensch den folgenden Titel verstehen?


Im ausführlichen Text steht dann allerdings: "Wie ein Sprecher sagte, stand der Tod des vorerkrankten Mannes in keinerlei Zusammenhang zum aktuellen Infektionsgeschehen. Der Test auf das Coronavirus sei bei dem Bewohner negativ ausgefallen."

Das hindert die Frankfurter Allgemeine aber nicht daran, sogar in der Unterüberschrift noch den Konjunktiv zu benutzen und zu schreiben: "Der Tod eines vorerkrankten Mannes in dem unter Quarantäne stehenden Göttinger Wohnkomplex soll ꞌin keinerlei Zusammenhangꞌ zum Infektionsgeschehen stehen."

Wenn nun das nächste Mal jemand sagt, an dem Virus würden keine jungen oder mittelalten Menschen sterben, kann der Überschriften-Leser sofort entgegnen, dass doch die Frankfurter Allgemeine berichtet habe, ein 42-jähriger Mann sei jüngst daran gestorben. Dem Einwand, dies habe aber gar nichts mit Corona zu tun, wird sofort ein "das sei gar nicht so sicher" entgegen gehalten. Noch dazu tritt der "Stille-Post-Effekt" ein: Wir wissen alle, wie rasend schnell ein Konjunktiv verschwindet und aus dem "soll" ein "ist" wird. Eben so funktionieren die geschickten Fake-News etablierter Medien heutzutage. Sie können immer behaupten, im Fließtext stünde ausführlich die Wahrheit, doch es wurde der Fake der News dabei so aufbereitet, dass für Überschriften-Leser eben die Lüge zur Wahrheit wird. Hierbei handelt es sich um eine der vielen Methoden der Manipulation.

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