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Sonntag, 2. Februar 2020

Widerstand im Nieselregen

Persönliche Wochenendreisen nach London aus Gründen der Rechtefertigungsnot mal eben schnell zum Widerstand (a la Rudolf Heß) zu deklarieren, ist genauso peinlich wie nach der Bayernwahl ("Stoppt Startbahn 3!") einen Urlaubsgruß aus Kalifornien mit Rieseneisbecher und Einmalgeschirr zu twittern. Tja, man braucht gar nicht für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre einzutreten, die Gesellschaft entwickelt sich von ganz alleine zurück:


Jajaja, ich pausiere ja schon wieder ...

Kommentare:

  1. Legitime Nachfolgerinnen von Roth, Künast und ähnlichen Nervweibern.

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    1. Wie Lindner einmal fragte, wer sie eigentlich legitimiert habe, für wen sie denn sprechen würde. Solche Gestalten werden medial erzeugt und wir dummen Bürger gehen auch noch auf sie ein, wie eben ich. Naja, das Aufregen an sich ist ja schon auch ein Unterhaltungswert.

      Guck mal hier, ich kann den Broder sooo gut verstehen, die Dummheit dieser Leute schmerzt sogar beim Betrachten des kurzen Videos:

      https://youtu.be/t07RsGu5l7k

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  2. Egal wie lächerlich man sich macht und wie sinnfrei man agiert, man zeigt Medienpräsenz und das ist wichtiger als sinnvolle Inhalte und themenbezogene Konsequenz.

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    1. Dem ist, lieber Ian, kein Wort hinzuzufügen. Die Wahrheit, den Kern, in einem Satz ausgedrückt, Chapeau!

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    2. So schwer war das nicht. Schließlich ist das ja schon länger so der Fall. Bestes Beispiel ist Trump. Der kann noch soviel Müll zwitschern, aber augenscheinlich hilft es ihm.

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    3. Trump ist Populist = Volksvertreter = Politiker. Er wurde von den Wählerinnen und Wählern beauftragt. Ist daher weniger als Beispiel tauglich, denn Politiker müssen so sein, es wird von ihnen erwartet. Doch Luisa Neubauer ist was noch mal? Welche Partei oder wen vertritt sie mit welchem Mandat? Wer hat Greta Thunberg zum Kopf von was auserwählt? Keine Partei, es sei eine Bewegung. Aha. Gibt es überhaupt eine Bewegung, gar eine Jugendbewegung? Von den medial berichteten 500.000 Demonstranten in Spanien blieben am Ende 15.000 übrig. Belegte Fake-News der Medien. 15.000 bedeuten demnach eine europaweite Bewegung? Da bringt ein Bundesligaspiel im Fußball wöchentlich national mehr Menschen in die Stadien.

      Luisa und Greta sind medial erschaffene Marionetten. Wenn die Meldung herumgeht, Luisa sei mit den Briten "noch nicht fertig", dann ist es weniger das Resultat eines Marsch einer Bewegung gen Großbritannien als vielmehr das Heulen undemokratischer Journalisten, die Entscheidungen des Volks nicht akzeptieren.

      Irre aller Richtungen sind jederzeit mit unzähligen Parolen überall unterwegs, von den meisten erfahren wir gar nichts. Die Frage lautet daher, weshalb nur ganz bestimmte Irre ausgesucht werden, deren Tun und Sagen verstärkt wird. Viele Journalisten betätigen sich nämlich politisch, sie glauben, sie seien Politiker. Sie wurden aber von niemandem dazu gewählt.

      Und wenn es darum geht, wie du so treffend gesagt hast, nur mediale Beachtung zu erzeugen, dann zu welchem Zweck? Um in die Köpfe der Bürger zu gelangen, um sie zu beeinflussen? Beeinflussung ist aber lediglich ein anderes Wort für Manipulation.

      Klar, ich selber muss mir eingestehen, bei der Verstärkung und Verbreitung mitzumachen, ich hätte die Berichte über die irre Luisa ignorieren sollen.

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  3. Ich gehe da größtenteils mit dir konform, aber den Unterschied zwischen den genannten Protagonisten erachte ich als nicht so groß wie du. Beruht die Legitimation, die Wahl eines "Volksvertreters" zum größten Teil doch ebenso auf Manipulation, entspringt sozusagen der gleichen Feder.

    Journalismus im eigentlichen Sinn gibt es in reichweitenstarker medialer Berichterstattung doch gar nicht mehr. Überall wird nur das berichtet, was einigen Wenigen dienlich ist. Sei es aus tatsächlicher Überzeugung und/oder dem eigenen Wohlergehen geschuldet. Dabei genügt den meisten Zeitgenossen fatalerweise eine reißerische Überschrift. Der Artikel selbst wird kaum noch gelesen, geschweige denn in irgendeiner Form hinterfragt. Die in höchstem Maße manipulativen, sogenannten sozialen Netzwerke werden gar als seriöse Nachrichtenplattformen angesehen. Das Video von Brooder zeigt dies in eindringlicher Weise.

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    1. Jep, stimme dir zu 100 Prozent zu. Wir erleben einen Kampf der Titel, Unterüberschriften und beinahe schon in Stichworten gehaltene Inhaltsangaben. Pervers alleine die Zeitangabe der Lesedauer für einen folgenden Text, als ob die Menschen nicht mehr selber sehen, wie lang ein Text ist und wie viel Zeit sie für das eigene Lesen benötigen. Und dann überfliegen die meisten morgens 15 Minuten diese News-Titel und meinen wirklich für den Tag vollumfänglich informiert zu sein. Das führt eben zu den Erscheinungen im Broder-Video (wobei ich bis heute Stein und Bein behaupte, dass diese "komische Frau" nie und nimmer eine ausgebildete Ärztin ist, denn sie hat garantiert noch keine Prüfung über irgendetwas, das rationales Denken voraussetzt, erfolgreich abgelegt und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sie … ach, ich lass es besser *lach*).

      Heute haben wir in Thüringen ja eine Sternstunde parlamentarischer Demokratie erlebt. Die Linke schäumt vor Wut. Dabei ist das Verhalten der FDP ganz und gar nicht neu: schon 1982 wurde so Kanzler Schmidt gestürzt und Kohl ins Amt gehievt - die FDP hatte sich davon kaum wirklich erholt, ich befürchte, Thüringen wird ihr endgültiges Aus bedeuten. Aber egal, wie man zur AfD steht, es war eine parlamentarische Glanzleistung sondergleichen. Sie, die ausgegrenzte Partei, deren Vorschläge zum Fize-Bundestagspräsidenten unter scheinheiligen Begründungen von allen etablierten Parteien bis heute abgelehnt werden, spielt gerade jene Parteien mit ihren eigenen Mitteln und Methoden selber aus und lässt sie gegen die Wand laufen. Eine absolute Meisterleistung, die, natürlich, wie könntꞌs auch anders sein?, mit hanebüchenen Beispielen von Weimar bis zur Machtergreifung Hitlers medial kommentiert wird.

      Fast hege ich Mitleid mit den Journalisten dieser Tage. Was müssen sie doch in den wenigen Tagen des neuen Jahrs 2020 alles schon verkraften: den Brexit, Thüringen und morgen wohl Trumps gescheitertes Impeachment. Nein, es ist kein guter Jahresanfang für die Journaille.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.