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Donnerstag, 13. Februar 2020

Aua!

Hachja, die nächsten drei Monate wird sich meine Behandlung hinziehen. 7.000 Euro muss ich dafür auf den Tisch legen. Und das ist kein Luxus-Zahnersatz. 6.000 habe ich, 1.000 muss ich mir vom Munde absparen. Für was habe ich über 40 Jahre eigentlich die Krankenversicherung bezahlt? Boahh, ich kriege augenblicklich "so ꞌn Hals!", wie man so schön sagt. Besser höre ich sofort auf zu schreiben. Da wird mit Millionen und Milliarden Staatskohle jongliert und jeder bedient sich munter aus dem Steuertopf, aber wenn ein Arbeiter im Niedriglohnbereich ein einziges Mal in seinem Leben neue Zähne braucht … nee, Schluss für heute :-)

Kommentare:

  1. Zwei Begriffe die du bei Google suchen solltest. Zahnersatz und Härtefall

    Gute Besserung

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  2. Genau.
    Wenn du dann noch Fragen hast, kannst du sie im "Krankenkassenforum" stellen. Da geben GKV Mitglieder fachkundig Auskunft.

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  3. @Barbara und @Anonym Vielen Dank für die pragmatische Unterstützung. Eine Problemlösung, die über die bloße Bekundung von Mitgefühl hinausgeht, die mögliche Alternativen konkret aufzeigt, ist echte Hilfe. So etwas liebe ich grundsätzlich immer und versuche es genauso bei anderen Menschen in dieser Art und Weise anzuwenden.

    Vor zwei Wochen schrieb ich, dass ich diese ganze "Zahn-Prozedur" eigentlich nicht öffentlich darlegen möchte, daher gehe ich jetzt auch nicht im Einzelnen darauf ein. Nur so viel: sie reicht über die Grundversorgung hinaus. Trotzdem ist die Behandlung bzw. der Zahnersatz kein Luxus (es ginge auch viel teurer). Es ist sowieso alles eine Definitionsfrage, die die Krankenkassen nicht in meinem Sinne getroffen haben.

    Nun mag es sogar möglich sein, mit Gutachten und einem finanziellen Striptease, der einer Beantragung von Hartz IV gleichkommt, mit Widersprüchen und größtmöglicher Hartnäckigkeit über Monate hinweg einen Teil des Geldes erstattet zu bekommen, doch so lange ich kann, möchte ich dieser Welt des Erbittens und Erflehens vor Angestellten in Ämtern und Versicherungen in würdeloser Art und Weise fernbleiben. Wenn mein Stolz am Ende 2.000 Euro mehr kostet, dann ist es eben so, dann lege ich mich lieber krumm und schief, kreuz und quer, diesen Stolz selber zu bezahlen.

    Was mich gestern wirklich sauer gemacht hat, ist die Erkenntnis, dass wenn ich nur einen Teil (rund ein Drittel) meiner monatlichen Krankenkassenbeiträge, die über annähernd 45 Jahre von mir vollkommen ungenutzt entrichtet worden sind, abgezogen und ausschließlich für Zahnersatz auf ein wie auch immer geartetes Sperrkonto gelegt hätte, ich heute locker x-mal dieselbe Behandlung bezahlen könnte. Oder: ich hätte davon die eigenen Zähne und x Menschen ihre benötigten Zähne bezahlen können.

    Eine Solidarkasse ist etwas Wunderbares, wenn aber das eingezahlte Geld hauptsächlich für Grundstücke und teure Immobilien, für hohe Gehälter der Verwalter und Korruption der Gesundheitsindustrie benötigt wird, dann bin ich gegen eine gesetzliche Krankenversicherung und für die Pflicht zur privaten Versicherung oder für eine Verstaatlichung sämtlicher Ärzte und Gesundheitsleistungen. Das bestehende System der Krankenkassen jedenfalls, dient hauptsächlich der Bereicherung anderer, eben nicht kranker Menschen.

    Vor 45 Jahren versicherte man mir, niemand müsse jemals mit Zahnlücken leben, dazu seien schließlich und selbstverständlich die Krankenkassen da. Heute sagt man einem Berufsanfänger, es sei natürlich unbedingt notwendig, für die Zähne eine Zusatzversicherung abzuschließen, da andernfalls Zahnlücken in Kauf zu nehmen seien. So ändert sich die Welt. Aber mit diesen Gedanken betrete ich einen ganz anderen Bereich, denn was ist überhaupt krank? Wie viele Millionen Menschen arbeiten in der Gesundheitsindustrie? Wo geht das Geld hin, das rund 35 Millionen Erwerbstätige monatlich in die Sozialversicherungskassen einzahlen? Haben wir wirklich so viele Kranke im Lande?

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  4. Du bist kein Bittsteller sondern hast einen Anspruch darauf.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.