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Freitag, 10. Januar 2020

Glücksbringer Linux-Mint

Boah, ich bin ja sowas von den Socken! Absolut positiv, um nicht zu sagen, ich schwebe auf Wolke Sieben.

"Huch! Was ist geschehen?"

Der regelmäßig hier lesende Mensch erinnert sich vielleicht noch an 2018, an meine ersten und erfolglosen Gehversuche mit Linux. An die winzige chinesische Billig-TV-Box, die lüfterlos still meine Serien und Filme wiedergeben sollte und bei der ich Windows 10 gelöscht hatte. Damals installierte ich Ubuntu irgendwas (eine ziemlich alte Version) und musste feststellen, dass der auf der Hauptplatine befindliche Audio-Chip partout nicht funktionierte. Kein Ton, ich konnte machen, was ich wollte. Tage- und nächtelang versuchte ich alles und jedes. Sogar die zusätzliche USB-Audiokarte wollte keinen Ton von sich geben. Sehr viel später konnte ich dann im Internet beim Hersteller des auf dem Board befindlichen Sound-Chips in Erfahrung bringen, dass seine Treiber ausschließlich für Windows 10 geschrieben worden sind und dass keine weiteren Treiber für dieses eine Modell zur Verfügung standen. Nach zwei Wochen gab ich mein Vorhaben auf und legte die kleine Box in eine Kramschublade.

Es nagte an mir seit dem. Nicht im Vordergrund, doch weit hinten sprach das Innere Ich nicht selten von mir als einen elenden Versager. Es ist kein schönes Gefühl, zu erkennen, an die eigenen Grenzen gelangt zu sein. Nun denn, die Monate verstrichen.

Seit dem 1. Januar habe ich bekanntlich einen neuen Linux-Rechner und konnte mich mit dem System in Ruhe vertraut machen. Wenn alles funktioniert, geschieht das anders als bei einer nervenden Fehlersuche, es ist so eher ein spielerischer Umgang und vollkommen entspannt. Linux-Mint Mate ist zudem anders als Ubuntu, bei dem mich schon die rot-orangene Desktopfarbe aggressiv werden ließ, Mint ist freundlich und technisch viel grafischer zu bedienen. Nach 10 Tagen der Befriedigung meines Spieltriebs nahm ich vor etwa einer Stunde die Mini-Box aus der Schublade, formatierte sie und installierte eben ein Linux-Mint-System darauf. Zuerst wieder die große Enttäuschung, der Ton blieb abermals aus. Aber nach dem Anstecken der USB-Karte konnte ich - anders als unter Ubuntu - ganz leicht dieses Gerät auswählen und es funktioniert - 

ICH HABE TON! :-) 

Hin und weg vor Vergnügen bin ich, ehrlich. Als wenn mir nach einem Jahr ein Stein von der Seele gefallen wäre. Und ich habe keine Hilfe dafür benötigt (die Forenleserei macht einen am Ende sowieso nur frustrierter). Es ist mir wohl deshalb gelungen, da ich nun völlig entspannt mit null Erwartungen diese Installation angegangen war und natürlich, da Linux-Mint scheinbar die richtigen Treiber (oder was auch immer) für die USB-Karte von Hause aus besaß.

Dass ich diese kleine China-Box nun gar nicht mehr benötige, ist eine ganz andere Geschichte und erst mal vollkommen unerheblich. Iregndetwas werde ich mir für sie schon einfallen lassen.

Und noch was: Zum Ausprobieren der Tonwiedergabe habe ich - reiner Zufall, da die Datei im Netzwerk so herumlag - dieses nette Liedchen genommen. Und da die Soundwiedergabe letztlich funktionierte, hat sich das Aha-Erlebnis (Da isser, der Ton! *freu*) mit diesem Song, der sowieso sehr emotional ist, bei seiner Wiederholung in Endlosschleife während weiterer Einstellungen positiv ins Gedächtnis eingebrannt. Ich hatte ihn schon mal im Tagebuch verlinkt, jetzt aber noch mal, weil er so wunderbar und leicht wie eine Feder ist :-)


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