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Dienstag, 5. November 2019

Zwei Serien: Skurriles und Unerwartetes

Also, dat Kathi hat schlechte Karten, nach nur einer halben Stunde "Catherine the Great" war ich eingeschlafen, obwohl ich an und für sich gar nicht müde gewesen war. Eine sehr seltsame Serie: Kameraführung und Bildgestaltung als ob man einem Bühnenwerk beiwohnt, in dem hin und wieder per Beamer irgendwelche künstlerischen Außenszenen als Bühnenbild eingeblendet wird. Auch die restlichen Szenen erinnern mich mehr an grob abgeschnittene Fotos als an ein durchdachtes Szenenbild. Schräg, will ich meinen, doch nicht unbedingt schlecht. Der Cast ist aber schlecht. Ob nun authentisch (das könnte ich mir sogar gut vorstellen) oder nicht, ein pummeliger Mann zum Beispiel mit fortgeschrittenem Haarausfall nehme ich eine attraktive, gar erotische Wirkung auf gleich mehrere Frauen einfach nicht ab.

Inneres Ich: "Georg, es sind Geld, Herkunft und Stand, die attraktiv machen, erst recht zu jener Zeit!". Jaja, mag alles richtig sein, trotzdem finde ich fast alle Darsteller in ihren Rollen unglaubwürdig, sie wirken auf mich gestelzt. Alles ist irgendwie künstlich (oder mit Absicht künstlerisch, auch das kann sein, ich weiß es nicht). Die Dialoge sind so dermaßen uninteressant, gar nicht kitschig, das ist es nicht, es lässt sich schwer erklären, was ich meine. Das Gesamtbild ist einfach nur skurril aber auf eine äußerst langweilige Art. Ist mir zu anstrengend, habe also die Serie wieder gelöscht. Mit der Bewertung, das lass ich dann besser bleiben, denn es liegt nahe, dass ich es bin, der quasi sich selber schlecht bewerten würde, da mein eigenes Unverständnis der Grund ist, den künstlerischen Aspekt dieser Serie nicht ausreichend würdigen zu können (geht ja nicht, wenn ich ihn nicht einmal erkenne).

Egal.

Die ersten drei Folgen einer neuen Serie sind gestern noch hinzugekommen: "For All Mankind". Darauf freue ich mich ganz besonders, denn die Idee dieser Serie, wie es denn aussähe, wenn der Wettlauf zum Mond in den 60er Jahren von den Russen gewonnen worden wäre, die fasziniert mich ungemein. Ein tolles Gedankenspiel! Deshalb bin ich mächtig gespannt, wie das wohl umgesetzt worden ist.

Und weil ich so gespannt darauf bin aber jetzt nur vier Stunden Freizeit übrig bleiben, die drei Teile jeweils eine Stunde dauern und auch noch etwas zu essen gekocht warmgemacht werden muss, bleibt jetzt wieder keine Zeit fürs Tagebuch. Hachja ... Bis morgen, würde ich dann mal sagen.

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Nachtrag, 10:30 Uhr: Sensationell! Die ersten drei Folgen bekommen 10 von 10 Punkte = genial. Zur Gänze im Stil der Ausnahme-Doku-Serie "From the Earth to the Moon" gedreht, so aber jetzt als reine Spekulation angelegt, als eine mögliche "alternative Wahrheit" nach 1969, logisch stringent aufgebaut und trotzdem irre spannend (da nun das geschichtliche Hintergrundwissen gar nichts nutzt), leicht humorvoll (genau die richtige Dosis), ein tolles Set, klasse Musik, herrliche Schauspieler, intelligente Regie - ich könnte nicht aufhören mit den Superlativen und mit meiner Schwärmerei :-)

Einziges Manko: Es gibt künftig nur eine Folge pro Woche. Das ist ja kaum auszuhalten :-(

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