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Samstag, 10. August 2019

Wenn der "Cubis Max" kokelt

Fehler? Sie gehören zum Leben dazu, insbesondere ist das bei mir der Fall. Nun e-dampfe ich bereits seit sieben Jahren, wickle auch so ziemlich von Beginn an die unterschiedlichsten Verdampfermodelle, kenne noch Silikatschnüre, um die man den Draht wickeln musste, da man zu Anfang davon ausging, dass kein anderes flüssigkeitsförderndes Material existiere, welches die hohen Temperaturen der Wicklung aushält. Hättest du damals gesagt, "nehme doch Watte", du wärst ausgelacht worden und irgendein Forentroll hätte dir ausführlich unter Einbeziehung etlicher Wikipedialinks erläutert, dass die physikalischen Gesetzmäßigkeiten dagegen sprächen und die Watte bei diesen hohen Temperaturen verbrennt. Auf den Gedanken, dass Liquid gleichzeitig kühlt, kam man jahrelang einfach nicht. Ein Denkfehler gewissermaßen. Irgendwer hat es dann trotzdem gemacht, und es hatte funktioniert. Von da an galt die Devise: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern."

Welche Einleitung mal wieder! Sie hat gar nichts mit dem zu tun, was ich sagen will :-)

Von den "Cubis Max" Verdampfern benutze ich mittlerweile einige. Für mich persönlich gibt es nichts Besseres. Aber sie sind ja noch recht neu, daher wechselte ich die Wattepads noch nicht so oft. Wenn man Watte durch eine klassische Wicklung zieht, nimmt man zwangsläufig die Faserrichtung in Zuglänge, da andernfalls die Watte zerbröselt bzw. reißt. Die Wattefasern erzeugen den sog. Kapillareffekt bei der Förderung der Flüssigkeit. Darauf sollte man achten. Da dies aber, wie gesagt, sowieso beim Watte-Durchziehen nicht falsch möglich ist, vergisst man den Gedanken daran recht schnell.

Beim "Cubis Max Verdampfer" gibt es allerdings keine Wicklung, sondern dort wird quasi auf eine Heizplatte ein eckiges Stück Watte gelegt. Die neue blaue E-Dampfe, von der ich letztens schrieb, bekam ihren festen Cubis-Verdampfer zugewiesen, doch drei Mal führte er zu heftigen Dryhits, jeweils ziemlich zu Anfang. Was war da los? Zuerst dachte ich an zu viel Leistung, die der Akkuträger ausgibt, das konnte wiederum nicht sein, da er ja brandneu ist und "Geek Vape" mit der "Aegis Solo" gute Qualität produziert. Ich fand also anfangs keine Erklärung. Auch die bei den anderen "Cubis Max" Verdampfern beinahe sprudelnden Luftbläschen im Tank blieben beim neuen Verdampfer aus. Etwas mit dem Nachfluss stimmte also nicht. Dreimal hatte ich ihn neu bewattet, dreimal dasselbe Verhalten.

Dann erst fiel der Groschen!

Da ich nicht die mitgelieferte Wattepads benutze, sondern meine eigenen aus einem Stück Watte ausschneide und da es beim "Cubis Max" auf keine Zugfestigkeit ankommt, hatte ich nicht die Faserrichtung der Watte beachtet und sie zufälligerweise dreimal entgegen der Ausrichtung zu den beiden Liquidöffnungen eingelegt. Das hemmte den Nachfluss so sehr, dass bei leichten "Nuggelzügen" mehr Liquid verdampft wurde als vorhanden war, was also statt Liquid die Watte verkokeln ließ. Durch einfaches Drehen des Wattepads um 90 Grad, so dass die Faserung in Richtung der Liquidöffnungen weist, war das Problem sofort behoben. Seither gibt es keinen Dryhit mehr und auch die Luftbläschen tanzen wieder munter im Tank.

Wie damals beim Wechsel von Silikatschnur zur Watte, wurde mir der Grund erst im Nachhinein klar. Denn das Liquid, das aus den beiden Öffnungen geführt wird, wird von der Watte zwar aufgenommen, doch sie leitet es entlang der Faserrichtung zu den beiden Seiten nach außen, statt es über dem Heizelement zu verteilen. Und erst wenn die Watte vollständig getränkt ist, funktioniert der Verdampfer. Das geht aber nicht so schnell, wenn das Liquid über den Umweg nach außen an die Ränder fließt, um von dort aus bei genügend Sättigung auf die nächste Faser "überzuspringen" und wieder zurückzufließen, bis es schlussendlich irgendwann in der Mitte über die Heizplatte angelangt ist. Jetzt nach der Korrektur fließt das Liquid augenblicklich von den Öffnungen durch die Fasern ohne Umweg auf die Heizplatte.

Das ist das ganze Geheimnis bzw. die Lösung bei einem kokelnden "Cubis Max". Und sogar nach siebenjähriger Wickelerfahrung hatte ich das nicht bedacht. Nun ist dieses System mit dem Heizelement ja noch recht neu, das wäre eventuell als Entschuldigung mir selber gegenüber vorzubringen, doch eigentlich auch wieder nicht, denn ich hätte es von Anfang an besser wissen können und müssen. Dass bei den anderen baugleichen Geräten dieser Fehler nicht auftrat, ist also nur einer zufällig richtigen Lage des Wattepads zu verdanken.

Eine solche richtige Lage wünsche ich dir heute auch fürs beginnende Wochenende.

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