.

.

Donnerstag, 4. April 2019

"Hotcig G 100" - spartanisch und nicht zeitgemäß

Spartacus - der Verlierer
Der Akkuträger "Hotcig G100" hat drei Vorteile für mich, ist aber darüber hinaus eine riesengroße Enttäuschung. Warum?

Vorteil 1: Er ist spottbillig. 20 Euro, das sind zwei Päckchen Zigaretten, da kann man nichts falsch machen. Er soll einen zweiten 28 Millimeter dicken "Cubis Max" auf Arbeit befeuern und dadurch den schönen, von mir so sehr geliebten und persönlich gestalteten "iStick60" schonen, der auf Dauer für outdoor schnell vergammeln würde. Das wäre zu schade, da der "iStick" nicht mehr hergestellt wird. Man fährt mit einem Oldtimer auch nicht täglich zur Arbeit.

Vorteil 2: Er ist sehr leicht und liegt daher wunderbar in der Hand. Bis auf seinen Alugussrahmen besteht er hauptsächlich aus Plastik.

Vorteil 3: Der schwere Akku 21700 findet in ihm Platz. Somit ist sein Gesamtgewicht dennoch nicht zu hoch wie etwa bei der Tube "Ehpro 100 pro". Seine Bauform bleibt tubeähnlich und eine der kleinsten, die es mit diesem Akku gibt. Die Ausmaße entsprechen dem des "iStick 60".

Diese drei Vorteile waren für mich der Kaufgrund. Von mir aus kann er im Laufe der Zeit vergammeln, das wäre mir egal.

Nun aber zu seinen Nachteilen. Und die haben es in sich:

1. Die Plus- und Minustasten lassen sich nicht sperren.

2. Er beherrscht zwar rein theoretisch (also laut Software) das temperaturgeregelte E-Dampfen, doch nicht einmal der Widerstand lässt sich loggen (arretieren), daher glaube ich nicht, dass es praktisch längere Zeit ohne Anpassungen möglich ist. Ich selber dampfe nur im Wattmodus, weshalb mir das gleichgültig ist, für diejenigen, die per Temperatur dampfen, ist diese Information aber wichtig.

3. Bei 40 Watt verbrannte im Wattmodus die Watte im "Cubis Max" ziemlich schnell. Ich hörte sofort, dass er mit wesentlich mehr Leistung feuert als angegeben. Nun glaube ich nicht, dass die Elektronik rund 10 Watt zu viel ausgibt, für einen solchen Fehler ist die Software heutzutage einfach viel zu ausgereift, aber ich hege den Verdacht, dass er eine fest eingestellte hohe und relativ lange Preheat-Funktion (Vorheizen) besitzt. Den "Cubis Max" befeuere ich auf diesem Akkuträger nun mit 30 Watt und habe das identische Dampferlebnis wie bei allen anderen Akkuträgern (und das sind sehr viele) mit 40 Watt. Messen kann ich seine Leistungsausgabe leider nicht.

4. Es lässt sich, falls dies der Fehler des zu starken Feuerns sein sollte, eine Preheat-Funktion aber nicht abstellen oder ändern, er bietet schlicht diese Funktion nicht, obwohl im Display durch die Angabe "PWR Normal" darauf hingewiesen wird. Stammt der "Hotcig G 100" eventuell aus einer noch nicht serienreifen Produktion?

5. Der Puffcounter (Zugzähler) erscheint zwingend im Display. Abstellen kann man ihn ebenfalls nicht, genauso wenig wie zurücksetzen (nur durch Entnahme des Akkus, was aber ziemlich praxisfern und idiotisch ist). Überhaupt kann man eigentlich nichts einstellen bis auf die Leistung, die dann sogar nicht stimmt. Auch die Dauer der Zugzeit ist werksseitig unveränderbar vorgegeben. Insgesamt bietet die Elektronik nicht mal den Standard von 2016. Ein Firmware-Update ist nicht möglich, auch wenn ich im Internet gelesen habe, dass dies funktionieren solle, bloß es existiert gar keine downloadbare Firmware beim Hersteller. Im Internet steht halt viel Quark.

Technisch betrachtet ist der "Hotcig G 100" der für den User unerfreulichste Akkuträger, den ich je gesehen habe. Als leichte Baustellen- oder Outdoordampfe für einen 28-mm-Verdampfer ist er aber dennoch zu gebrauchen. Und nichts anderes wollte ich haben. Von daher kann ich mit seinen Nachteilen vielleicht* leben. Dennoch war es bisher das zweite und nun definitiv letzte elektronische Gerät, das ich von der Firma "Hotcig" gekauft habe. Sie sollen lieber bei der Metallverarbeitung und ihren geklonten Verdampfern bleiben, das können sie nämlich hervorragend aber von Akkuträgern haben sie keine Ahnung.

So, heute mal wieder ein E-Dampf-Thema. Falls du es bis zu diesen Zeilen geschafft hast, wünsche ich dir hier und jetzt einen schönen Donnerstag.

______________________

Nachtrag vom 17.04.19: *= nein, kann ich nicht mit leben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.