Donnerstag, 6. Dezember 2018

Zeitschleifen

Gerade überschneidet sich die Zeit der freien Tage und Nächte wieder mit denen der Nachtschichten. Bin ein wenig biorhythmisch durcheinander. Zwischendurch dann lieber ein, zwei Folgen von "Ausgerechnet Alaska" statt des immer langweiliger werdenden Internets (TV sehe ich seit [?] Jahren nicht mehr, nicht eine Sekunde, der DVBT-2-Receiver verstaubt in irgendeiner Kramkiste). Die News wiederholen sich in Endlosschleife und werden dadurch in Wahrheit zu Oldies (but not goldies) und so fällt mir jetzt nichts "Gehaltvolles" ein für dieses Tagebuch.

Aber etwas Interessantes: Die Serie "Ausgerechnet Alaska" wurde bekanntlich in der ersten Hälfte der 1990er Jahre gedreht und spielt auch in dieser Zeit. Alles, das damals aktuell war, also die News über wissenschaftliche Forschung, Ereignisse des Weltgeschehens, kulturelle Entwicklungen, Politik, Probleme des technischen Fortschritts - all jene Themen, die rund um das tatsächlich stattfindende damalige Leben aktuell waren, sind identisch mit den Themen heutzutage. Es ist fast unheimlich wie gleich alles schon seinerzeit war, und das sogar ohne Internet und ohne Smartphones. Sogar der Name Donald Trump fällt mehrere Male als Synonym für unverschämt reiche Geschäftsleute des öffentlichen Interesses. Interessant finde ich das vor allen Dingen deswegen, weil sich dadurch die Frage stellt, ob die USA damals den heutigen europäischen insbesondere den deutschen gesellschaftlichen Entwicklungen um 25 Jahre voraus waren und wir ihnen sozusagen immer noch hinterherhinken oder ob es tatsächlich gar keine großen gesellschaftlichen Entwicklungsschritte in den letzten 25 Jahren gegeben hat. Die Serie wirkt heute wie eine geöffnete Zeitkapsel, und was man in ihr sieht, ist ein erstaunliches Spiegelbild der Gegenwart.

Ich kann das gar nicht genau in Worte fassen, würde jetzt gerne einige Beispiele nennen, doch rate mal - genau, es fehlt justamente die Zeit dazu, denn ich muss mich langsam und mental fertigmachen für die Nachtschicht.

Bis morgen also auf unserer Zeitreise eines sich in Schleifen wiederholenden Theaterstücks.

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