Samstag, 1. Dezember 2018

Heimkino: Oktober und November

In den vergangenen beiden Monaten sah ich kaum Spielfilme, ganz anders sieht die Sache bei den Serien aus. Der Titel "Heimkino" träfe mittlerweile viel eher auf die Serien zu als auf Spielfilme. Wie dem auch sei, meine Zusammenfassung der Filme fällt deshalb abermals recht spärlich aus. Und ja, wie letztens und wie immer gilt: es spiegelt sich hier nur die rein persönliche und naturellement absolut unmaßgebliche gleichsam aber inbrünstig getroffene Beurteilung wider auf einer Werteskala von 1 bis 10:


 1, 2, 3 -     4, 5, 6 -/+     7, 8, 9 +   |   wertungsfrei genial :-)  =    10 


Kommentare:

  1. Hatte kurz in Erwägung gezogen, für Lady Gaga ins Kino zu gehen.
    Gut, dass ich mir das geschenkt habe.

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    1. Für Fans von Lady Gaga mag der Film toll sein, das ist ja immer so, daher verstehe ich auch die überschwängliche Lobhudelei für diesen Streifen. Mit einer Barbara-Streisand, die bekanntlich in etlichen Filmen ihr Schauspieltalent unter Beweis gestellt hat, kann Lady Gaga aber nicht ansatzweise mithalten. Es gab nicht eine Szene, in der sie schauspielerisch überzeugte. Noch dazu ist das Script einfach nur Kitsch. In Rosamunde-Picher-ZDF-Art umgesetzt, ein wenig moderner gestylt, so aber doch kaum auszuhalten. Es gibt eine Menge bessere und überzeugende Filme zu dem Thema. Er ist gezielt für U30 gemacht. Aber wie gesagt, als Fan kann man sich ihn antun, als ein solcher sieht man wahrscheinlich gar nicht die vielen Schwächen.

      Anders übrigens bei "Aufbruch zum Mond", denn dort spielen exzellente Darsteller. Die Geschichte ist ebenfalls bekannt und böte reichlich Stoff für einen tollen Film. Und ich meine hier gar kein Heldenepos, auch eine kritische, die persönlichen Hintergründe beleuchtende Biografie wäre möglich gewesen. Doch was passiert? Nahaufnahmen, Detailaufnahmen, Bildausschnitte eine nach der Anderen. Du wirrst regelrecht wuselig und zornig, möchtest ständig um die Ecke gucken oder selber die Kamera zurückzoomen, um die ganze Szene sehen zu können. Hier ist es die Regie, die kaum auszuhalten ist.

      Noch dazu ist der Film eine Pille für Depressionen - über alles und jeden liegt ein waberndes Tuch des Destruktivität, des Negativen. Armstrong hatte viel seelisch einstecken müssen, war aber kein depressiver Mensch oder keiner, der ständig nur litt (naja, ob er immerzu innerlich litt oder nicht, wissen wir nicht, jedenfalls gab er keinen Anlass, dies anzunehmen, somit ist die Herangehensweise des Films reine Interpretation). Jeder Mensch, der Tragödien im Leben erfährt, lebt negative Phasen aus, wenn ich aber den Fokus ausschließlich auf diese Phasen zentriere, und das dann auch noch mit Nahaufnahmen versuche zu veranschaulichen, dann mag der Schauspieler sogar herausragend gut sein für eine Porträtzeichnung, das ist aber meiner bescheidenen Meinung nach das falsche Mittel für einen biografischen Spielfilm, denn damit vereinfache also verfälsche ich das Gesamtbild dieses Menschen. Aber seiꞌs drum, das wirklich Schlimme an diesem Streifen ist weniger der Inhalt als vielmehr die Bildgestaltung, die Kameraführung, die Methodik der Regie.

      Asche auf mein Haupt - das ist nur meine unmaßgebliche, vollkommen laienhafte Meinung. Der Film mag zu unrecht oder zu recht Preise einfahren, von mir persönlich bekäme und bekommt er nicht einen Cent. Schön, dass ich als Teil des Publikums selber entscheiden kann.

      Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, liebe Barbara.

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  2. Wenn du den Film vorzeitig abgebrochen hast, dann ginge mir das ebenso.
    Lady Gaga mag ich ganz gerne, aber da gucke ich mir lieber ein paar YouTube Videos an.
    Barbra Streisand war ganz große Klasse in allen ihren Filmen.

    Schönen 1. Advent für dich.

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    1. Jaaa, stimmt, wir haben den 1. Advent, hatte ich heute komplett vergessen! Einen schönen Advent wünsche ich dir/euch auch. Ein Kerzchen, das geht ja noch, ab 4 wirdꞌs problematisch, dann entsteht bekanntlich mehr Feinstaub in der Hütte als beim verbotenen Diesel auf der Straße ;-)

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