Montag, 5. November 2018

Es stinkt wie die Gülle auf den Feldern

In unseren Medien wird derzeit Wahlkampf für die Demokraten bei den bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA betrieben. Allen voran das Sturmgeschütz des politischen Boulevards, der "Spiegel". Wie gähnend langweilig und sinnlos ist das denn? Trump-Bashing von morgens bis nachts mit Lügen (die überprüft mangels Interesse eh keiner aus den USA) und wüsten Beschimpfungen (Hate-Speach von links ist hierzulande bekanntlich erlaubt). Meine Güte, liebe Journalistinnen und Journalisten, lasst eure Gülle doch zu Hause. Eigentlich ärgert es nur angesichts der echten und für uns in Europa relevanten Themen, die dafür dann medial unter den Teppich gekehrt werden. Die Petition gegen bzw. überhaupt über den "UN-Migrationspakt" (Alexander Wendt) beispielsweise, die ich bereits vor zwei Monaten unterzeichnet hatte und über den in verharmlosender Absicht momentan ebenfalls in den Medien gelogen wird, bis sich die Balken biegen, denn dieser Pakt wird zum entscheidenden Moment, der die Spaltung Europas endgültig vorantreibt. Und da er ja laut unserer Leitmedien komplett unverbindlich sei (was er natürlich nicht ist), stellt sich doch selbst für den uninformierten Lesenden die Frage, weshalb für diese Unverbindlichkeit (also Unwichtigkeit) sogar sehenden Auges die Spaltung Europas in Kauf genommen wird. Da stinkt doch etwas zum Himmel, nicht wahr? Der Gestank der Gülle lässt sich aber schlecht mit wohlduftenden Worten übertünchen; ich spreche mit drei ans Haus grenzenden Feldern aus leidvoller Erfahrung, der dringt durch jede noch so kleine Ritze, den riecht früher oder später jeder Mensch.

Nun denn, ob Migrations-Pakt oder US-Wahlkampf, trotzdem wünsche ich dir einen persönlich duften Start in die neue Woche.

Kommentare:

  1. Zum Migrationspakt - Echt lesenswert, weil gut erläutert und auf den Punkt gebracht:

    https://www.publicomag.com/2018/11/un-migrationspakt-ganz-unverbindlich-fakten-schaffen/

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    1. Ja, eine super Zusammenfassung. Hatte ich noch gar nicht gelesen, ist er doch sogar brandneu von heute. Dankeschön für den Link, Daniel. Ihn habe ich für den Wiki-Link nun eingetauscht (Wikipedia ist oft ziemlich grenzwertig), denn die Fakten sind bei Alex Wendt sehr viel verständlicher formuliert.

      Einen lieben Gruß

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.