Montag, 1. Oktober 2018

Wer denkt, ist Nazi

Mir wurde gestern vorgeworfen, ein Nazi zu sein. Dabei bin ich links durch und durch. Etwas scheint sich verschoben zu haben, wenn dieselben Gedanken 2005 als links galten aber heute als Nazi-Sprech. Deshalb  deutlich und laut betont:

ICH WILL EIN BUNTES, MULTIKULTURELLES UND FREIES LAND!

Auch Wildgärten mag ich sehr aber keine Gartenzwerge, das gebe ich zu. Im Moment werden die Medien von geistigen Zwergen förmlich überschwemmt. Dummes Zeug wird überall hinausgeschrien in der Hoffnung, an Größe zu gewinnen und endlich als Riesen wahrgenommen zu werden.

Wer einen Wildgarten mag, der weiß, dass sogar dieser einer gewissen Pflege bedarf, da andernfalls alles durch Brennnesseln und Dornengestrüpp zu braunem Unterholz verkommt, das lediglich von Igeln für ihren Winterschlaf geschätzt wird (ist auch wichtig, ein paar Ecken statt des gesamten Gartens genügen), in dem aber keine Blume und erst recht keine sensible oder exotische Pflanze mehr gedeiht. In einem Wildgarten fühle ich mich wohl, den pflege ich, da ich ihn liebe. Genauso wie die Kultur in einem Land gepflegt, da geliebt wird. Heimat ist Geborgenheit. Was sollte an Heimatpflege also nazi sein?

Mehrfach habe ich junge Asiaten gesprochen, die als Studenten und Studentinnen in einem Wohnheim leben, bei dem ich nachts von außen regelmäßig nach dem Rechten sehe: sie haben mittlerweile Angst, alleine im Dunklen auf die Straße zu gehen. Angst vor den jungen Arabern, wenn diese dort in Gruppen unterwegs sind. "Georg, vergleichst du jetzt Menschen mit Unkraut?" Natürlich nicht. Am Besten hat es der leider schon verstorbene Peter Scholl-Latour gesagt: "Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst zu Kalkutta."

Es hat überhaupt nichts mit Nazi zu tun, wenn jemand sagt, dieses Land benötige eine geregelte Einwanderungspolitik, die auch konsequent ausgeführt wird. Kanada, Australien oder Dänemark sind keine Nazi-Länder.

Wäre ich Mitglied in der AfD, so gehörte ich ihrem linken Flügel an. So wie es damals auch einen linken Flügel in der CDU oder der FDP gegeben hat. Die AfD steht rechts der Mitte, weil dort ein Vakuum entstanden ist, weil es keine Politik rechts der Mitte mehr gibt. Die ist aber nötig in einer Demokratie. Nur links-grün geht nicht, denn dann wird die Mitte bereits zu einer vermeintlichen Nazizone. Das Schlimme an dem links-grünen Gleichschritt ist, er wird uns nicht von oben aufgezwungen, sondern wir benutzen ihn gegenseitig, um den jeweils andersdenkenden zu schaden.

Etliche Juden fühlen sich gut aufgehoben in der AfD, dafür werden sie (mal wieder) vom Establishment beschimpft in etwa wie: was erlauben sich diese dreisten Juden eigentlich, selber zu bestimmen, was sie tun? Dabei sind die AfD und die FDP gegenwärtig die einzigen Parteien, die klar vor Antisemitismus gleich welcher Art oder Fassade Schutz bieten. CDU, CSU, SPD, die Grünen und vor allen Dingen die Linkspartei sind durchweg judenfeindlich, sie nennen es bloß anders. Sie gedenken der toten jüdischen Mitbürger, den Totbürgern quasi, die ihnen nicht mehr widersprechen können - und dieses Gedenken im Sonntagsstaat wird missbraucht, um weltweit ein gutes Bild zu erzeugen, aber sie hassen die lebenden selbstbewussten Juden, die über ihr eigenes Schicksal entscheiden. Das nennen sie "Kritik unter Freunden". Zuerst hassten sie die Juden wegen ihrer Religion, das nannte sich Antijudaismus, dann hassten sie Juden wegen ihrer Rasse, das hieß Antisemitismus und heute steht Israel als Stellvertreter für ihren Hass, den sie wohlklingend politisch korrekt als Antizionismus tarnen. Hinzu gesellt sich der Judenhass durch das islamische Prekariat in unserem Lande. Alles dieselbe Soße! Politiker erzeugen Worthülsen wie "Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson" aber rüsten die Feinde Israels immer weiter auf oder unterstützen Boykotte gegen Israel (BDS). Worte und Taten, ein alter Hut. "An den Taten sollt ihr sie erkennen" (1. Johannes 2,1-6).

Sorry, ich schweife ab.

Nein, ich habe definitiv keine Lust mehr, vernünftiges Denken rechtfertigen zu müssen. Wer glaubt, ich sei ein Nazi, soll es meinetwegen weiterhin glauben. Die Zukunft wird dieser durch elektromagnetische Impulse zuckenden dummen Masse eines hysterisch schreienden Gehirnsubstrats schon die Augen öffnen, da habe ich gar keine Sorge. Nur alle anderen müssen dann die Suppe auslöffeln, die ihnen diese nützlichen Idioten eingebrockt haben.

So! Musste mich heute mal auskotzen. "Georg, ein bisschen netter bitteschön!" Okay, ich habe dem Reiher in mir Gewicht entzogen und ihm damit neue Flügel verliehen, auf dass er in weiten Bögen hoch oben majestätisch seine Kreise zieht.

Einen solchen Flug wünsche ich dir auch für den Start in die neue Woche. Lass dich nicht durch die vielen Schreihälse einschüchtern, hoch oben in den Lüften ist's still und nur der Wind zaust in deinem Haar. Wilde Herzen lieben wilde Winde, sie befreien von zu viel aalglattem Konsens und pusten diese Pomade fort.

Kommentare:

  1. Ach ja. Nazi wird als Beschimpfung inzwischen inflationär gebraucht. Ich bin natürlich auch einer.
    Die die es nach wie vor nicht kapieren, lernen es dann halt auf die harte Tour.
    Probleme gibt es nur mit Afrikanern und Arabern. In meinem Umfeld gibt es Asiaten, Brasilianer...diverse Europäer sowieso...und man versteht sich mit allen prima.
    Guter Essay, lieber Georg.

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    1. In Städten wie Kabul, Riad oder Teheran würde ich mich als eine christliche Frau nicht wagen. In Teheran hängt man Homosexuelle öffentlich an Baukränen auf. Glauben denn die vielen naiven Gutmenschen, dass diese zu Tausenden ins Land geholten Menschen binnen Kürze gehirngewaschen um 180 Grad entgegengesetzt ticken? Viele von den Jungmännern konnten selbst in ihrer Heimat nicht lesen und schreiben, Bildung und Wissen gleich null. Die beömmeln sich beispielsweise bei einem Besuch in einem Naturkundemuseum im Rahmen eines Schulausflugs über all diese Dinge (Evolution), an die, aus ihrer Sicht, wir im Westen glauben (Erfahrungswert), denn schließlich hat Gott in ihren Augen die Welt erschaffen. Wie sollten sie es auch von jetzt auf gleich verstehen können, wenn ihre Mitschüler dafür sogar jahrelang lernen mussten? Finsteres Mittelalter, das bekommst du nicht in ein paar Jahren aus deren Köpfe. Kein 20-jähriger lernt erst mal 5 Jahre, das kann ich sogar verstehen. Nicht einmal in Generationen werden sie sich der westlichen Lebenswelt anpassen, im Gegenteil, Unwissenheit und ein Nicht-Mit-Halten-Können mit den beruflichen Ansprüchen und Notwendigkeiten erzeugt Minderwertigkeitsgefühle und diese führen zur Abschottung. Mit ihnen erschaffen wir hierzulande nur eine neue Unterschicht, von der sich dann alle anderen abgrenzen. Das wiederum erzeugt noch mehr Wut und noch radikalere Gewalt - eine Spirale, der wir nichts als schöne Worte entgegenzusetzen haben.

      Aber wer das anspricht und Konsequenzen eines Zuzugstopps aus den "Problemländern" (nicht aus allen Ländern!) daraus fordert, ist halt nazi und ein Rassist. Die Merkel- und Links-Grün-Wählerinnen und Wähler werden ihre Dummheit leider, wie du sagst, Barbara, erst auf die "harte Tour" begreifen. Sie werden dann aber wahrscheinlich anderen die Schuld dafür geben, dass sich nicht alles so entwickelt hat, wie sie es sich vorgestellt hatten. An Selbsterkenntnis einer KGE, Merkel oder Claudia Roth warten wir bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.