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Mittwoch, 4. Juli 2018

Revolution?

Heute kurze Pause, denn ich muss mich vor dem Staubsauger verstecken, der mit Vehemenz an die innere Wand des Besenschranks geklopft hat und schon dabei ist, den Schrank unter Verwendung ordinärer Kraftausdrücke schrecklich populistischer Natur (wenn ich die Beifallbekundungen des Kehrblechs, des Handfegers und des Putzeimers als Indikator dafür in Betracht ziehe) zu verlassen. Nein, ich will dir seine Gossensprache jetzt und hier wirklich nicht zumuten und bleibe besser erst mal in Inkognito, um zu schauen, was sich da in der Diele bereits abspielt. Meine Mitbewohner befinden sich derzeit in einer Art Kampfesstimmung einer bevorstehenden Revolution, wie's scheint. Quasi Vormärz im Juli. Vielleicht sollte ich für die kommenden Geschehnisse ein Live-Blog aufmachen?

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Machtkampf in der Diele sozusagen. Ganze Heerscharen von Milben aller Art versammeln sich gegenwärtig dort, um das fauchende Ungeheuer zu besiegen. Mich haben schon mehrere Petitionen erreicht, in denen ich unmissverständlich aufgefordert werde, endlich Schluss zu machen mit der Zerstörung riesiger Landflächen und kompletter Biotope. Die UN mahnte zudem an, vom Einsatz todbringender Chemie abzusehen, da andernfalls kompromisslos und ohne Ansehen meiner Person mit einer Klage gegen mich zu rechnen sei. Daraufhin war ich letztlich gezwungen, dem Staubsauger meine Unterstützung zu entziehen. Kein zweites "Stuttgart21" in meinen biologisch heiligen Hallen!

      Die Hausarbeiten sind somit aufgeschoben und warten auf eine europäische Lösung, die ethisch vertretbar ist und den Habitaten der Milben durch ein gezieltes Vorgehen in Absprache mit allen involvierten Parteien eine Umsiedlung in weniger wohnlich genutzte Gebiete (Schuppen, Garage etc.) ermöglicht.

      Putzen? Ich würde ja gerne, liebe Barbara, wenn ich denn nicht zur Untätigkeit gezwungen wäre.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.