Mittwoch, 16. Mai 2018

Serienmarathon

Sooo, der aktuelle Serienmarathon, der sich zum zweiten Mal mit "Breaking Bad" befasste, ist gerade eben zu Ende gegangen. Die Arbeitszeiten dazwischen haben alles natürlich ein wenig in die Länge gezogen, trotzdem waren es nun in 7 Tagen 5 Staffeln mit insgesamt 62 Folgen a ca. 50 Minuten.

"Georg, umrechnen bidde!"

Okay, rechnen wir pro Folge mal eine Stunde, da nach drei Folgen meist eine halbe Stunde Pause gemacht wird. Essen holen, Pipi machen, recken und strecken etc., halt so Sachen für den Körper. Das sind also grob gerechnet 62 Stunden geistiger Genuss vom Feinsten. Die teilen wir durch die Woche, was pro Tag einen Durchschnitt von 8,8 Stunden bedeutet. An den Arbeitstagen war es natürlich weniger, meist nur drei Stunden nach Feierabend, was dann an den freien Tagen obendrauf gelegt wurde und einen Marathon von mindestens rund um die Uhr entsprach.

Aber wunderbar war's! Wie Urlaub.

Und so vieles war mir erst beim zweiten Mal in dieser Serie aufgefallen, ob bei der Musikauswahl, Schilder oder Kulissen im Hintergrund oder abseits des eigentlichen Geschehens, Bemerkungen, Redewendungen - diese Serie steckt voller humoristischer Details, liebevoll irgendwo in Szene gesetzt. Ich bin davon überzeugt, dass dort noch einiges mehr vorhanden ist, was für den Zuschauer gar nicht ersichtlich wird und nur auf Set-Fotos zu erkennen wäre. Jedenfalls gehört "Breaking Bad" zu den Meilensteinen der TV-Serienunterhaltung und gilt für mich zu den epochalen Erscheinungsformen, an denen sich alle nachfolgenden Serien orientieren. In einer kurzen Reihe vielleicht: "Die Straßen von San Francisco", "Die Sopranos" und eben "Breaking Bad"; jede dieser Serien war neu und hat das Jahrzehnt ihres Erscheinens für alle weiteren Serien geprägt.

Huch, gleich ist's 16 Uhr und ich habe arbeitsfrei - was mache ich denn heute den lieben langen Abend lang? Soziale Kontakte pflegen und mir über irgendwelchen unwichtigen Kram Gedanken machen? Nö. Lesen? Auch nicht. Liegengebliebene Arbeit zu Hause erledigen? Um Gottes Willen, nein! Nichts dergleichen. Aber da gibt es doch noch einen zweiten visuellen Roman, bei dem ich mit ziemlicher Sicherheit auch einige neue Dinge wie [als=?] beim ersten Mal entdecken werde: "Better Call Saul" (danke für die Idee, liebe Barbara), ist nur halb so lang, 30 Folgen, das sollte bis Pfingsten abgedreht abgeschaut sein.

Bin also wieder offline, bis morgen in alter Frische.

Kommentare:

  1. Eine Liebeserklärung die ich natürlich nur unterschreiben kann.
    Beim ersten Anschauen passt man auf wie ein Haftlmacher um ja nichts von der Handlung zu verpassen. Beim zweiten Mal ist man entspannt und achtet zum einen auf die Details und wann welcher Charakter innerhalb welcher Episode auftaucht um dann schlüssig und logisch in "Breaking Bad" aufzutauchen. Sicher nicht so einfach, ein Drehbuch von hinten her zu schreiben. Aber es ist perfekt gelungen.
    Wir sind nun "durch" mit Saul, und bitte, kann Netflix dann mal hinne machen mit einer neuen Staffel?
    Genieße die Staffeln, mit Chips und Dampfe. Und Ravioli;-)

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    1. Hach, menno, jetzt ist wieder so einiges dazwischengekommen. Wird nix bis mit Pfingsten fertig sein, muss die nächsten 3 Tage pausieren. Aber dann :-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.