Freitag, 9. März 2018

Höllenschlund

Schwarze Linie = Staatsgrenze; blaue = Rhein
Diese winzige Gewitterzelle in der Breite von vielleicht einigen hundert Metern (man konnte an zwei Seiten den Rand und dahinter den blauen Himmel sehen) und in einer Länge von schätzungsweise 100+X Kilometern überquerte uns gestern Nachmittag. Sie erschien dabei wie aus dem Nichts. Für 20 Minuten brachte sie die Ahnung einer Höllenfahrt: der Himmel verfinsterte sich, es blitzte und krachte und Hagelschauer prasselten aufs Dach, dass ich mein eigenes Wort darunter nicht mehr hätte hören können. Ich löste die Telefon- und Netzwerkverbindung, fuhr alle Rechner herunter und trennte die Stromverbindung des Routers (aus entstandenen Schaden bin ich mittlerweile ein wenig klüger geworden). Danach beobachtete ich das Schauspiel. Endzeitstimmung.

So schnell wie diese Pforte zur Hölle geöffnet worden war, schlossen die Hells Angels sie auch wieder. Mannomann, damit beginnt das Jahr 2018 wettertechnisch aber bereits ziemlich heftig. Hatten wir so Anfang März jedenfalls seit Jahrzehnten hier noch nicht. Vielleicht woanders in der Nähe, das mag angesichts des geringen Ausmaßes der Gewitterzelle natürlich möglich sein.

Deshalb wünsche ich dir heute einen bedeutend himmlischeren Start ins Wochenende. Mögen die anderen, die lieblichen Engel ihre schützenden Schwingen über dich ausbreiten.

Kommentare:

  1. Eure Gewitterzelle war sogar Thema bei Kachelmann Wetter auf Twitter.
    Hier ist der Föhn im Anmarsch der am Sonntag bis 18 Grad bringen soll.

    Netflix empfiehlt mir gerade "The Frankenstein Chronicles", "Collateral" und "Wanted" ist jetzt auf deutsch verfügbar. Heute gibt es noch die letzte Folge "Seven Seconds" welches sehr begeisterte.

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    1. Kurz bevor diese Gewitterzelle bei uns war, hatte sie nur wenige Kilometer westlich einen holländischen Bauernhof plattgemacht. Herrje, ich wohne unterm Dach, von meinem Hab und Gut und vielleicht von mir selber wäre da nichts mehr übrig gewesen. Das betroffene Haus war gottlob unbewohnt. Es liegt aber nur einen Steinwurf nah entfernt. Was für ein Glücksspiel das doch gestern im Grunde war!

      https://www.wetteronline.de/wetterticker?postId=post_201803095440433

      Gerade habe ich die ersten 4 Folgen der neuen und 3. Staffel von "Poldark" angeschaut. Nun, ich will mal so sagen: diese Serie besitzt einen ordentlichen Kredit bei mir wegen der tollen beiden Staffeln zuvor. Die 3. Staffel ist (bis jetzt) komplett abgedriftet in eine Soap-Qualität. Schwer auszuhalten, grottenschleimig und -schlecht; würde ich die Staffeln zuvor nicht kennen, sähe ich nicht eine Sekunde mehr etwas davon. Dadurch dass ich sie aber kenne und wertschätze, werde ich sie auch weiterhin ansehen, kann aber jeden Menschen verstehen, der das nicht machen möchte. Hoffnung auf Besserung? Die Hoffnung besteht ja bekanntlich bis zuletzt - auch wenn alle Fakten dagegen sprechen.

      "Collateral" kriege ich noch nicht deutsch synchronisiert (dauert wohl noch zwei, drei Tage), ist aber schon dankend vermerkt.

      "Wanted" habe ich schon gesehen. Dabei fragte ich mich durchgehend, ob es nun eine gute B-Serie oder eine schlechte A-Serie ist, denn die Qualität der deutschen Synchronisation ist bescheiden. Darüber hinaus besitzt die Serie inhaltlich zwar alles, was eine gute Serie ausmacht, doch irgendwie passt es mehr schlecht als recht zusammen, ist hakelig und, wie ich finde, ohne jeden Sprit. Aber lass dich nicht davon abhalten! Ist nur meine unsachgemäße Meinung, eher sogar nur mein Gefühl.

      "The Frankenstein Chronicles" ist ja eine Mystery-Serie, deshalb hatte ich deren Existenz bis jetzt absichtlich missachtet. Meinst du also, ich sollte es dennoch mal wagen?

      Weitere Serien:

      Ich habe "Dimension 404" nach 4 Folgen abgebrochen; RTL-Niveau.

      Dasselbe gilt für "Gone", wobei ich hier schon nach 2 Folgen stoppte und meinen virtuellen Mülleimer beanspruchte.

      "Lost in Austen": gute Unterhaltung. Nett gespielt, nettes Thema - alles gewissermaßen ganz nett. Nicht arg kitschig, natürlich nichts Niveauvolles, auch nichts Besonderes aber, wie gesagt, man kann sich das zur Entspannung gut ansehen. Lief das nicht sogar bei Arte? Bin mir gerade unsicher.

      "Frequency" - oh, das ist etwas Gutes: zwar wieder nichts Besonderes, doch gedreht im Stile einer 70er-Jahre Krimi-Serie mit allem, was dazugehört. Noch dazu spielt sie in zwei Jahrzehnten, den 90ern und heute. Alles an ihr ist routiniert produziert und gespielt, keine Experimente, dafür das Gebotene sehr gelungen. Locker 8 oder 9 von 10 Punkten.

      "Black Spot" ist auch eine gelungene 8-Punkte-Serie. Eine Amazon-Prime-Serie. 8 Folgen bisher.

      "Absentia" hat mir auch gut gefallen, vielleicht 7 bis 8 Punkte, 10 Folgen, ich weiß aber nicht, wo sie gestreamt oder ausgestrahlt wird.

      Und dann ein Highlight für jeden Star-Trek-Fan: "The Orville". Bisher habe ich erst 3 Folgen gesehen: 10 Punkte. Exakt wie Star Trek der 1960er und 70er Jahre. Eigentlich eine Kopie dessen. Wundervoll. Es ist keine Verballhornung aber dennoch humorvoll gespielt, das ganze Original-Design ist dort auferstanden - eigentlich irgendwie eine Fortführung der uralten Folgen. Zwar mit anderen Figuren und Charakteren, dennoch im Grunde dasselbe. Ob du die Serie gut findest, kann ich nicht einschätzen, genauso wenig wie bei allen anderen, denen Star Trek nicht viel bedeutet, doch bei Fans dieser Saga, die mit dem ganzen modernen abgedrehten Kitsch längst nichts mehr anfangen können, wird "The Orville" das Herz vor Freude hüpfen lassen :-)

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  2. War richtig was los bei Euch. Glück gehabt, sonst wäre das nix mehr geworden mit deinem Blogpost.
    Mystery ist auch nicht so unser Ding. Andererseits hat uns "Stranger Things" ganz gut gefallen (keine 10 jedoch). Wir werden heute mit "Collateral" beginnen und dann sage ich morgen was dazu.
    "The Orville" ist von den Star Trek Fäns bereit heißgeliebt. Leider auch nicht so unser Ding.

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    1. Dann bin ich mal auf deine Beurteilung gespannt. Du hast natürlich recht, Mystery an sich muss nicht schlecht sein, mir fehlt ein Begriff für das Teenager-Albern-Kitsch-Mystery oder das elende Zombie-Gewalt-Getue oder (am Schlimmsten) das grottenlangweilige und filmisch meist zähfließende Frauen-Psycho-Gedöns ;-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.