Donnerstag, 15. März 2018

Die Königin ist tot, es lebe die Königin

Zuerst wollte ich ja auch etwas zu unserer neuen alten Kanzlerin schreiben, doch wozu? Sie ist schließlich von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt worden. Ja, ist sie, denn stelle heute dem Volk die Ja-Nein-Frage, "soll Merkel Bundeskanzlerin sein?", eine große Mehrheit spräche sich dafür aus. Also alles Jammern und Maulen gegen Merkel bringt nichts, denn wir sind es, die sie bei der Bundestagswahl beauftragt haben, uns weiterhin zu regieren. Sie hat nicht die Macht vom Volk gestohlen. Klar, jetzt könnte man schöhmpfen, wie dumm doch das Volk ist und so weiter, hilft aber auch nix, wer schimpft, soll aufstehen und das Volk klüger machen.

Was mich an der gestrigen Show aber so richtig erschreckte, das war wie unterwürfig doch die meisten Abgeordneten nach der Wahl buckelten und der Kanzlerin huldigten. Auch die Grünen und die FDP. So sieht kein Bild selbstbewusster Politikerinnen und Politiker aus, da wurden triefend nasse Schleimspuren gelegt, Hauptsache die eigenen Pfründe bleiben unangetastet. Widerlich fand ich das, konnte gar nicht lange die Aufzeichnungen ansehen. Musste gottlob sowieso wegklicken (Internet, schaue ja kein TV mehr), denn ausnahmsweise war ich mal regelrecht froh, den Tag verschlafen und anschließend zur Arbeit zu müssen.

Wie dem auch sei, jetzt habe ich doch etwas zu Merkel geschrieben. Indirekt. Eigentlich nur etwas zum Zustand unserer parlamentarischen Demokratie. Es gibt als Opposition heute im Grunde nur noch die Linke und die AfD, alle anderen sind mehr oder weniger Paladine dieser Frau. Wir täten gut daran, die echte Mutter der Demokratie zum Vorbild zu nehmen, die USA, deren Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten begrenzt ist. Persönlich für die- bzw. denjenigen eher schlecht, fürs Land und die Menschen hat es sich allerdings bewährt.

Einen merkelarmen Donnerstag wünsche ich dir.

Kommentare:

  1. Ein Abgeordneter erhält 15.000 Öcken im Monat. Das ist ein starkes Argument, oder?

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    1. Tja, liebe Barbara, das ist so unglaublich wahr, dass es natürlich als "unsachlich" und "populistisch" gilt :-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.