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Sonntag, 7. Januar 2018

Wort zum Sonntag

Tja, nun habe ich 15 Euro in den Sand gesetzt, quasi Leergeld ist Lehrgeld oder so. 15 Euro hatte nämlich der grüne Regenponcho gekostet, dessen Kapuze zu klein und der an sich ein wenig kurz geraten ist, wie gesagt, Asia-Größe, ansonsten ist er aber in Ordnung, doch dann sah ich für 25 Euro einen schwarzen Militär-Regenponcho, von dem ich schlichtweg begeistert bin. Jaja, er ist schon hier, vielleicht mache ich am Dienstag im Regen mal ein Foto - wobei nachts und schwarz und Handy-Cam, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Jedenfalls sind seine Länge und die Größe der Kapuze ein völlig anderes Kaliber. Noch dazu hat er mehr Druckknöpfe an den Seiten, mit denen die Armfreiheit wesentlich flexibler gestaltet werden kann. Ansonsten ist er genauso leicht wie das China-Modell. Es handelt sich um diesen Poncho, kann ich nur empfehlen, groß, weit, dicht und leicht. Wer klein von Statur ist, kann sich gerne bei mir melden, er/sie bekommt dann den grünen kleinen Poncho von mir geschenkt.

Die erste Januarwoche zeigt sich im Internet recht ereignislos und, soweit ich das als Social-Media-Verweigerer überhaupt beurteilen kann, auch ziemlich still, was wiederum nicht verwundert, fordern Körper und Geist nach den hektischen letzten beiden Wochen doch ihren Tribut in Form von Ruhe. Noch dazu leiden gegenwärtig wohl etliche Haushaltskassen, denn die großen Jahresrechnungen flattern alle dieser Tage ein. Das Minus auf den Konten mag frustrierend erscheinen und als Verstärker von manch einer Winterdepression dienen, doch Hallo?, es ist nur Geld *, und Geld darf keinem Leben schaden. Vielleicht kann man die fetten roten Zahlen ja mal als Anlass heranziehen, zu überprüfen, welche und wie viel Versicherungen, Abos und Verträge überhaupt notwendig sind. Ich gehe jede Wette ein, dass locker die Hälfte von cleveren Verkäufern aufgeschwatzt wurden und dass die persönliche Angst einen großen Teil der Bereitwilligkeit zu zahlen ausmacht. Lustig sind auch die Versprechungen: "Drücken Ihre Schulden? Kein Problem, kommen Sie zu uns und wir befreien Sie von allen Sorgen". Oder: "Kaufen Sie und bezahlen erst in 10 Monaten" - wer selbstverantwortlich leben möchte, muss sich selber erziehen, um auf diese Rattenfänger nicht hereinzufallen. Das kann kein Verbot übernehmen.

* hatte neulich erst in einem Gespräch mit meinem Bruder frustriert festgestellt, dass wir beide leider für einen Bankraub nicht die nervliche Konstitution besitzen. Wäre ich nervenstark, hätte ich sicher schon längst eine Bank ausgeraubt. Moralische Skrupel? Nicht die Bohne! Reichtum entsteht nie durch Arbeit. Wobei die Frage im Raume schwebt, ob z.B. ein großangelegter Betrug nicht auch mit enormer Arbeit verbunden ist.

Tja, es ist, wie es ist, ängstliche kleine Leute (wie ich) bleiben arm und finden sich damit ab, mutige dreiste Zeitgenossen werden reich, alles dazwischen ist lediglich ein Zappeln und Zucken wie das der Fische beim Einholen der Netze.

Huch, ich höre schon: "Zensur! Blog-Sperre! Der Georg ruft zu kriminellen Handlungen auf!" Die Kriminalität liegt meist im Auge des Betrachters. Persönlich wäre ich lieber mit 2/3 der Gefängnisinsassen befreundet als mit einem einzigen Politiker, Lehrer oder Beamten. Aber bevor es jetzt hier noch vollends ausartet, verabschiede ich mich mal besser für heute und wünsche dir einen erholsamen Sonntag, damit du am Montag wieder kräftig strampeln kannst.

Kommentare:

  1. Schade, ich brauche keinen Regenponcho.
    Die werden in diversen Tarnmustern angeboten und dafür habe ich ein Faible.

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    1. Ach, sag bloß?! Du bist also eine paramilitärische Hobbykämpferin im tarngefleckten Militantengewand. Hui, das riecht aber gewaltig nach brauner Gesinnung, so haben wir's doch längst schon geahnt: AfD-Sympathisantinnen sind nix anderes als Nazi-Schlampen, da ist nun der Beweis.

      Siehste mal, liebe Barbara, wenn man wollte, könnte man jede und jeden Zeitgenossen anhand von allem und nichts in die missliebige Ecke stellen. Es gab auch schon mal ein Foto, auf dem jemand mit ausgestrecktem Arm während eines Bühnenaufbaus auf etwas zeigte (so in etwa: schiebe den Lautsprecher ein Stückchen weiter, noch etwas - und dazu als Anweisung mit den Armen gestikulierte), ein Schnappschuss davon in einer linken Onlinezeitung unterstellte ihm dann den Hitlergruß.

      Wer weiß, was dieses Jahr noch alles dazukommt und welche ehrwürdigen Damen und Herren man in der Schäm-Ecke begrüßen wird können, eine illustre Runde von normalen Bürgerinnen und Bürgern, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht, versammelt sich dort mehr und mehr. Problematisch wird’s dann, wenn von 100 Leuten 90 in die Ecke sollen :-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.