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Mittwoch, 24. Januar 2018

Ein neuerlicher 3-Punkte-Tag

1. "Wahlrecht.de" listet alle großen Umfragen zur Sonntagsfrage regelmäßig aktualisiert und übersichtlich auf. Dort schaue ich jeden Tag ein mal hinein. Die SPD liegt seit gestern auf ihren (ich glaube) tiefsten je gemessenen Wert bei sage und schreibe 18 %, nur noch 4 % über der AfD. Und das ist erst der Anfang ihres selbst verschuldeten Sturzes. Dass die Sozis keine Angst vor Neuwahlen haben wollen … naja, das gehört wohl ins Reich der Fabeln, doch heute spare ich mir mal ein neuerliches SPD-Bashing.

2. Etliche Serien begonnen anzuschauen aber wieder abgebrochen. Auch hier geize ich mit einzelnen negativen Kritiken, sie sind der Mühe nicht wert.

3. Habe meine externe Serien-Festplatte bereinigt. Wie jeder Messi, so unterliege auch ich ziemlich arg der "Sammelleidenschaft". Krude Begründungen, weshalb gerade dieses oder jenes noch mal zu gebrauchen wäre, noch mal benutzt, gelesen, gehört oder, wie bei der Serien-Festplatte, gesehen werden könnte, also möglicherweise unter gewissen Umständen oder im Falle eines Falles, fallen mir natürlich zuhauf ein. Zwar bekomme ich in der Realität dieses Messitum mehr und mehr in den Griff, doch virtuell besteht es bis heute untherapiert fort - wenn du wüsstest, welcher Kram auf meinen vielen Festplatten noch so lagert … die Übersicht ist mir längst abhanden gekommen. Jedenfalls habe ich nun eine zweistellige Zahl von Serien, teilweise bestehend aus etlichen Staffeln, unwiderruflich gelöscht - oh, welch ein hässliches Wort: L-Ö-S-C-H-E-N, igittigitt! Aber ich war stark, knapp 400 Gigabyte Daten wurden fortgefegt :-)  Dasselbe gedenke ich bald mit meinen beiden Spielfilm-Festplatten zu tun. Hunderte Filme, von denen ich ebenfalls Hunderte nie wieder ansehen werde und mit deren Titeln ich erinnerungstechnisch sogar nichts mehr anzufangen weiß. Und dann gibt es noch eine Bilder- und eine Musik-Datenbank; sie sind zwar mengenmäßig noch größer, also an der Stückzahl gemessen, doch ihr deutlich geringeres Datenvolumen macht gottlob eine Anti-Messi-Kampagne vorerst überflüssig. Und von den 30 GB E-Books (Zigtausend E-Books) habe ich nicht mal ein einziges Gigabyte gelesen (pro Buch ca. 150 KB).

In diesem Sinne: Wie war das noch gleich? Wolltest du bei dir nicht auch längst ausmisten?

Kommentare:

  1. Ausgelebtes Messitum bei Festplatten ist ja kein Ding. Bei einer Bekannten kommt man nur noch durch Gänge durch die Wohnung. Die Frage die mich beschäftigt ist, wieviel hält die Statik des Hauses aus:-)
    Ich bin die Wegwerferin, für ein neues Teil muß ein altes das Haus verlassen. Am liebsten hätte ich eine japanische Ordnung, aber der Mann gehört zu meinem Leidwesen zur Rubrik "Jäger und Sammler".
    Hier gibt es eine Festplatte auf der ich Buchhaltungsdaten speichere.

    Die SPD schafft sich ab. Ein Sauhaufen, das.

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    1. Okay, der Inhalt einer Festplatte mag die Statik des Hauses unberührt lassen, doch ab einer gewissen Anzahl externer Festplatten ist zumindest die Ästhetik des Schreibtisches bedroht ;-)

      Es ist so wie bei Bücherregalen, da sagt man auch: "Ach, 10 Bücher sind doch kein Problem", in einem normalen Raum hätte ich vor lauter Regalen heute keinen Platz mehr für andere Dinge - deshalb kaufe ich seit Jahren nun auch keine Papierbücher mehr und entsorge von Jahr zu Jahr Regalboden um Regalboden. Nur zu welchem Preis? In der virtuellen Bibliothek habe ich mittlerweile die Übersicht verloren, in der realen kann ich blind ein (verstaubtes) Buch greifen.

      Jetzt könnte man sagen, eine ordentliche technische Erfassung mit entsprechender Software, und das Problem wäre gelöst. Tja, dazu ist es aber zu spät und dem Aufwand, zum Beispiel einer kurzen Filmbeschreibung unter dem Filmtitel steht meine abgrundtiefe Faulheit im Wege. Ja, ich weiß, selber Schuld. Die Schuldfrage erwähne ich aber gar nicht ;-)

      Warum nur empfinde ich seit Schröders Hartz-IV-Politik eine tiefe Genugtuung über den Sturz der SPD? Sollte ich mich dafür schämen? Oder sollte sich die SPD schämen, bis heute die Ursache ihres Zerfalls noch immer nicht erkannt zu haben?

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  2. Betreffend Serien: "Damnation" ist ab 1.2. verfügbar.
    Was ist mit "Peaky Blinder"?

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    1. Bin gerade mit 39 Folgen einer langweiligen Serie beschäftigt, "Bloodline". Wäre da nicht Sissy Spacek, ich hätte sie längst in die Tonne geworfen. Doch auch Sissy Spacek schauspielert nicht, sondern steht nur für Sekunden mit verschränkten Armen herum, sitzt meist, da sie körperlich zu klein ist, läuft mal durchs Bild oder fungiert lediglich als Stichwortgeberin. Es ist eine Schande, dass sie sich für so etwas Schlechtes hergibt, wahrscheinlich brauchte sie Geld. Meinem persönlichen Ehrgeiz ist es geschuldet, diese zäh wie Gummi verlaufende Serie bis zu ihrem Ende zu verfolgen. Bewertung 1 bis 10: 2 oder 3. Heute beginne ich mit Staffel 3. "Peaky Blinder" sagt mir noch nichts, ich werde nachher mal danach Ausschau halten. Ist es eine gute Serie?

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    2. Bei "Bloodline" unterscheiden sich unsere Geschmäcker das erste Mal. Ich gebe zu, die Geschichte verläuft etwas zäh. Aber die Location, Stimmung und auch die Schauspieler haben uns bei der Stange gehalten.
      Für "Peaky Blinders" möchte ich noch keine Empfehlung geben. Da stimmt zunächst einmal auch das ganze Drumherum. Allein ob die Geschichte uns über 4 Staffeln fesselt - ich zweifle da noch.
      Bisher kann ich mir ein Wegdösen vorstellen ohne Verlust;-)

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    3. Hehe, Barbara, sehr lustig. Aber es wird ja auch mal höchste Zeit, dass wir unterschiedliche Bewertungen treffen. Ist ja gruselig sonst :-)

      Immerhin schaue ich sie noch. Aber die drei Staffeln hätten auch in eine gepasst, dann wäre es okay für mich. Wenn man alle nacheinander gucken kann, geht’s auch, doch wenn ich mir vorstelle, jede Woche auf eine Folge zu warten, dann hätte ich die Serie in die Tonne geworfen. Weißt du, du wartest und wartest, dann erscheint eine Folge aber in ihr geschieht nichts bis auf die letzten 5 Minuten. Dort gibt es dann wieder einen sehr spannenden Cliffhanger und das Warte-Und-Geschieht-Nichts-Spiel beginnt von vorne.

      Darüber hinaus habe ich zu viele Regiefehler gefunden. Szene Nr. 1: er schaut durch die Jalousie und spreizt mit den Fingern die einzelnen Lamellen, dabei hält er eine kleine LED-Lampe in der Hand. Szene Nr. 2: der Zuschauer sieht, was er sieht. Szene Nr. 3: im noch selben Moment sieht man wieder seine Hand an den gespreizten Lamellen aber ohne festgehaltener LED-Lampe. Oder sämtliche Gegenstände verändern sich, Flüssigkeitsstände in den Gläsern (es wird unendlich viel gesoffen in der Serie) usw, usf. - ich frage mich, wer macht einen dermaßen schlechten Job dort als Verantwortlicher? Die Filmcrew hat selber Urlaub gemacht und täglich volltrunken ein paar Szenen gedreht oder so. Dann die absolut klischeehafte Verzerrung der amerikanischen Unterschicht - genauso schlecht wie in deutschen Tatort-Folgen, wenn dort ein/eine Hartz-IV-Empfänger dargestellt - eher karikiert - wird. Überhaupt die Zeichnung von Gut und Böse: böse Menschen schauen verschlagen drein, sind hässlich oder rauchen (ja, ich erkenne schon die Entwicklung gerade vom Letztgenannten beim Hauptdarsteller). Alles sehr klischeehaft und manchmal für mich kaum auszuhalten (Tätowierungen nur bei der Unterschicht oder denjenigen ehemals aus derselben Mittelschicht stammenden Klassenkameradinnen, die es aber zu nichts gebracht haben und zum Zeichen ihres Versagens natürlich, wie kann es anders sein, in einer Bar kellnern oder an der Theke stehen). Ach, und da ist noch so viel mehr, was mir unangenehm aufstößt - aber wie gesagt, es ist gut, wenn wir unterschiedliche Sichtweisen zu dieser Serie haben.

      Die Besetzung der Darsteller finde ich

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    4. ebenso falsch gewählt. Allein schon dieser hysterische Ochsenknecht-Verschnitt eines alternden Sunnyboys - wären mir meine E-Dampfen nicht so lieb und teuer, ich hätte einige von ihnen gen TV geworfen. Und dann der Hauptdarsteller: bitteschön, was macht er eigentlich, als immerzu mit demselben ausdruckslosen Gesichtsausdruck zu schauen? Seine überzeichnete pubertierende Tochter - Mensch, wenn man 16-jährige Figuren hat, kann man glaubwürdig keine 20-jährigen diese Rollen spielen lassen, daraus entsteht unbeabsichtigt eine commedyhafte Überzeichnung. Das ist zwar nicht so wichtig, jeder einzelne Aspekt ist nicht wichtig, doch in einer Häufung vieler, vieler solcher Kleinigkeiten bei der Besetzung, ist es dann schon erwähnenswert, finde ich, da die Gesamtglaubwürdigkeit darunter leidet. Sissy Spaceks nicht vorhandene schauspielerische Leistungen hatte ich ja bereits erwähnt (sie kann nichts dafür, es ist ihre Rolle).

      Last but not least findet innerhalb des Geschwister-Trios meines Erachtens zwei, drei seltsame Wendungen statt, die, zumindest für mich, nicht nachvollziehbar sind. Weiterhin werden zuerst einige Nebenstränge ausführlich erzählt, dann aber irgendwann einfach fallen gelassen - völlig für die Dramaturgie unwichtige Dinge, die eigentlich nur die einzelnen Folgen füllen und die Erzählung unnötig in die Länge ziehen. Ach, und jetzt schreibe ich mich sogar in Rage ;-)

      Ich habe "Peaky Blinders" bereits komplett in einem Ordner gespeichert. Damit beginne ich dann Ende nächster Woche. Bin gespannt. Hört sich aber gar nicht übel an, was ich dazu bisher las. Nunja, ein Wegdösen wäre aber in der Tat längst nicht so schlimm wie das Aufregen :-)

      Muss zur Arbeit, stehe gerade zwischen Tür & Angel, sorry für eventuelle Missverständnisse aufgrund meines schlechten Ausdrucks, ist dem Schnelltippen geschuldet.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.