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Montag, 25. Dezember 2017

NoScript - die Freiheit nehm ich mir

Oje, heute hatte ich auf einem fremden Computer ohne irgendeinen Werbeblocker mal einige von mir verlinkte Seiten zu "Serienjunkies" gesehen: Himmel! Hätte ich gewusst, wie schlimm das aussieht, hätte ich bei der Verlinkung darauf hingewiesen, bitte vorher dafür zu sorgen, die Werbung abzuschalten. Blinkende, zappelnde, zitternde Kästen, PopUps (trotz eingeschalteter PupUp-Stopp-Funktion des Browsers) und grelle Flash-Einblendungen aller Art, Verschiebungen des Textes während des Lesens, die extrem ärgerlich machen und vor allen Dingen, die die Lust und das Interesse an der in vergleichsweise schmalen Spalten vorhandenen Schrift vergällen.

Jahrelang sehe ich Dank "NoScript" auf allen Browsern keinerlei Werbung, daher wusste ich wirklich nicht, wie sehr sie mittlerweile zugenommen hat und wie unerträglich sie dabei geworden ist. Daran kann man sich nicht gewöhnen, vielleicht ist es ein weiterer Grund dafür, dass das heutige Leseverhalten auf Überschriften und Unterüberschriften begrenzt ist, viel mehr schaffe ich unter diesen werbetechnischen Voraussetzungen nämlich auch nicht.

"NoScript" ist nicht gerade bedienungsfreundlich angelegt für Leute, die sich überhaupt nicht mit Browsern auskennen, trotzdem führt die Grundeinstellung bereits zu einer optischen und nervlichen Beruhigung sondergleichen. Es lässt sich auch für Anfängerinnen und Anfänger prima mit diesem Tool rumspielen, man kann nichts kaputt machen und deshalb bekommt man ziemlich schnell eine bessere Übersicht über die vielen Möglichkeiten dieses herrlichen Werkzeugs der Freiheit.

Wer aus eigener Erfahrung diese Freiheit des Internets in seinen Kinderschuhen kannte, erlebt mit "NoScript" ihr Revival. Natürlich funktioniert das "Social Networking" damit eher schlecht bis mäßig, "Facebook" & Co. haben schließlich mit Freiheit so viel zu tun wie der Hofgang in einem Gefängnistrakt, doch für alle anderen Webauftritte ist "NoScript" eigentlich unverzichtbar. Per Knopfdruck lassen sich bestimmte gewünschte Seiten (oder Scripte, das sind Teilfunktionen, aus denen eine Internetseite letztlich besteht) ein- oder ausschalten, z.B. bei "Amazon", wenn man etwas kaufen möchte, beim Onlinebanking oder bei jeder anderen gewünschten Tätigkeit, die ohne diese Scripte nicht funktioniert bzw. deren Scripte gerade sogar erwünscht sind. Alle solchermaßen persönlich getroffenen Einstellungen können gespeichert werden, so dass nach einer einmaligen Festlegung jedes weitere Surfen auf denselben Seiten keine Umstände mehr macht. Und falls du jetzt immer noch Sorge haben solltest, damit eventuell nicht klar zu kommen, hey, ich selber weiß nur wenig über Technik, doch bewege mich seit Mitte der 90er Jahre fast rund um die Uhr im Internet, und "NoScript" benutze ich dabei seit 12 Jahren täglich und immerzu, also wenn ich das kann, kannst du es erst recht.

Gönne dir ein eigenes Weihnachtsgeschenk, das dir über Jahre viel Freude bereitet, installiere "NoScript" als Browser-Add-On, und das Lesen und Entdecken auf "Serienjunkies" & Co. wird wieder zum reinsten Surf-Vergnügen. Übrigens ist "NoScript" selbstverständlich kostenlos und läuft auf allen Mozilla-Versionen. Für den Google-Chrome-Browser existieren gute Alternativen z.B. "ScriptSave".

Nachtrag (5:30 Uhr):

Bin gerade am Ende einer erstklassigen Netflix-Weihnachtsserie angelangt. Morgen mehr dazu [edit: über-übermorgen. Kleine Verschiebung, denn es war heute Weihnachtsbesuch der Familie da, muss morgen rund um die Uhr arbeiten aber habe kaum geschlafen und werde übermorgen wohl erst mal in tiefer Bewusstlosigkeit verharren]. 5 ½ Stunden auf 7 Episoden verteilt; vorab die persönliche Bewertung der Serie zwischen 1 und 10 (wobei 10 unübertrefflich ist): 10

Kommentare:

  1. Mit dem Chrome nutze ich uBlock Origin und Ghostery. Seiten die mir abverlangen die Blocker zu deaktivieren schaue ich dann halt nicht an.

    Bin gespannt auf deinen Tip!
    Hier wurde gerade mit "The Sinner" begonnen.

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    1. Oh, entschuldige, ich hatte deinen Kommentar nicht mitbekommen und ihn gerade erst entdeckt. Ja, eine kurze Rezension folgt noch, es ist übrigens die Netflix-Serie "Anne with an E".

      Ist "The Sinner" etwas? Allein von der Beschreibung war ich bisher skeptisch aber dein Urteil entscheidet nun, ob ich sie mir herunterlade oder nicht.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.