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Freitag, 29. Dezember 2017

Glücksgenuss

So, dann wünsche ich dir, liebe Leserin und lieber Leser, ein angenehmes Hinübergleiten und ein gutes Jahr 2018 in Gesundheit und Glück.

Das Streben nach dem persönlichen Glück ist bekanntlich Bestandteil der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung ("The Pursuit of Happiness"); man stelle sich einmal vor, jemand würde das in unser Grundgesetz schreiben wollen, es gäbe einen Aufschrei der Empörung. Deutsche können nicht glücklich und zufrieden sein, das war immer schon so und wird wohl auch so bleiben. Und selbst dann, wenn jemand eigentlich glücklich ist, bekommt er/sie 1. sofort ein schlechtes Gewissen (eingeredet) und/oder 2. er/sie sucht augenblicklich im Glück den geringsten Schattenwurf, um ihn fortan ganz besonders zu betonen. Die Angst, das ist nämlich ebenfalls eine deutsche Eigenart ("German Angst"), die sicher jeder kennt. Warum, wieso und weshalb das alles der Fall ist, dazu gibt es unendlich viele Theorien; eines ist allerdings gewiss: von ganz alleine, also genetisch bedingt, entsteht sie nicht.

Also will ich mal mit einem vorbildlichen Beispiel des guten Deutschen beginnen: "Guten Rutsch ins neue Jahr - ich selber muss ja leider arbeiten und komme erst am 2. Januar aus meiner langen Nachtschicht". Na, klingt das nicht klasse? Urdeutsch sozusagen :-)

Dass ich mich trotz aller Widrigkeiten, persönlicher wie gesellschaftlicher Natur, dennoch momentan pudelwohl fühle, verschweige ich mal besser, denn dass es auch bei mir noch "dicke kommen wird", steht außer Frage und überhaupt, wo kämen wir denn hin, wenn jeder nur den Augenblick genießen würde?

In diesem Sinne, lass frische Luft den Muff unter dem Mantel des Verdrusses fortwehen und genieße mit mir die gute Zeit, so jung kommen wir nie mehr zusammen. Prost Neujahr!

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