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Freitag, 7. Juli 2017

Gewitternacht = vom Netz getrennt

So um 0:50 Uhr
Gewitter, Stromausfälle und gerade im Moment eine Atempause. Die Gewitter ziehen exakt auf uns zu, wir liegen momentan in Zugrichtung zwischen zwei Gewitterzellen (siehe roter Pin). Die Pause nutze ich, um Post abzuholen und das hier kurz zu notieren. Danach entferne ich erneut den Stecker des teuren Modems vom Stromnetz - obwohl seit dem letzten Crash von 2014 jetzt die Strom- sowie die Netzwerkleitungen eine USV (Unterbrechungsfreie StromVersorgung) mit Überspannungsschutz passieren: sicher ist sicher, denn es verlaufen bei uns schließlich draußen nach wie vor Freilandleitungen für Strom und der Telekom, man muss das Unheil ja nicht ein zweites Mal heraufbeschwören.

Über den alten XP-Rechner lassen sich auch ohne Netzwerk mittels der externen Festplatten hervorragend Filme und Serien schauen, da ist selbst ein kurzer Stromausfall nicht bemerkbar. Normales TV-Programm interessiert mich bekanntlich nicht mehr. Hey, ich gucke immer länger komplett kein TV mehr und allein beim Gedanken, den Receiver dafür einzuschalten, erliege ich einem schlimmen Unlust-Gefühl. Wie sich doch die Zeiten (und ich mich) ändern; manchmal kann ich's selbst kaum glauben.

Es beginnt schon wieder zu grummeln. Für heute schalte ich dann mal ab. Wie bei Peter Lustig. Solltest du in Zugrichtung der Gewitter leben, sie zu überschlafen, wäre bestimmt nicht das Schlechteste.

Kommentare:

  1. Wir sind noch immer im selfservice Gießmodus.
    Deine seinerzeit zerschossen Fritz!Box ist mir eine Warnung. Fängt die Knallerei an, geht sie vom Netz. Bei den PCs habe ich schon immer den Stecker gezogen, trotz Überspannungsschutz.
    Noch hat Kachelmannwetter für uns nichts auf dem Zettel.

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    1. Aber heut Abend hat's gekracht bei euch, nicht wahr. Stecker ziehen ist voll okay, man muss nicht 24 Stunden am Tag zu Hause online sein. Obwohl es ja immer mehr zum Standard wird, und wenn es nur via Smartphone der Fall ist. Die Welt um uns verändert sich, liebe Barbara, bald kennen wir sie nicht mehr wieder.

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  2. Ja die Welt verändert sich... Ob das auch mit dem Alter zu tun hat? Ich weiss meine Oma hat auch immer über die Veränderungen geklagt:)-heute mache ich das..
    Und bei Gewitter ziehe ich immer alle Stecker, Überspannungsschutz etc. hin oder her...
    Ich hoffe du hast das "Gegrummel" gut überstanden:)!
    Aber weisst du was? so ein Stromausfall hat auch seine guten Seiten. Ich kann mich erinnern bei Kyrill seinerzeit war über Stunden der Strom weg und wenn der Horrorsturm nicht gewesen wäre... das hatte schon was....
    Einfach nur reduziert auf sich selbst, ohne Infos etc.. Bei Kerzenschein habe ich vor mich hingestarrt, ohne Ablenkung einfach nur zu sein.
    Klingt komisch oder? nicht dass ich mir das wieder wünschen würde, aber das hatte doch seinen Reiz.
    Liebe Grüsse und eine unwetterfreie Zeit wünsche ich dir und mir.
    Elke

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    1. Ja, Elke, ich verstehe genau, was du meinst mit den guten Seiten des Stromausfalls: es herrscht dann eine ganz eigentümliche Atmosphäre. Vielleicht etwas Ursprüngliches, die schlagartige Reduktion aufs eigentliche Ich - und daran merkt man ebenso, dass Strom eigentlich hauptsächlich für solche Technik benutzt wird, die uns ablenkt. Also in gewisser Weise für Drogen, elektronische Drogen, die unterhalten aber die Zeit nachzudenken und zu fühlen rauben. Und das meine ich unabhängig von der Tatsache, dass wir ohne Strom im Alltag sowieso komplett aufgeschmissen sind. Es kommt also noch hinzu, dass wir dann die Welt aus einer beinahe schon vergessenen Ich-Perspektive betrachten. Viele wissen während eines solchen Zustands nichts mit sich anzufangen, anderen öffnet er vielleicht die Augen, wieder andere genießen diese Momente. Sie werden ja immer kürzer und seltener, den letzten stundenlangen bis tagelangen Stromausfall erlebten die Menschen im Münsterland, als die Stromhauptzufuhr durch das Abknicken der Leitungsmasten durch den Schnee im Winter 2005 unterbrochen war. Üblich sind heute nur Ausfälle von Sekunden oder weniger, meist aufgrund kurzer Überspannungen - die aber ein ungesichertes elektronisches Gerät schrotten können. Wird dann durch einen selbst der Strom für diese Geräte vorsorglich für die Zeit eines Gewitters bewusst gekappt, entstehen diese fast schon mystischen Momente der Ursprünglichkeit bzw. des Seins mit einem selbst. Ist schwer zu beschreiben, doch, wie gesagt, ich verstehe genau, was du meinst.

      Liebe Grüße zu dir, Elke, ich schicke sie stromlos in den Raum. Sie sind jetzt unterwegs zu dir :)

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