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Freitag, 14. Juli 2017

Auf großer Fahrt

Hachja, nenne mich Fisch, denn zwei Mal wurde ich diese Woche auf dem Arbeitsweg pitschnass. Okay, Fisch in Regenkleidung ist ja dann auch weniger fischig als u-Boot-tauglich. Es war aber dermaßen nass, dass meine Brille nichts nutzte und ich sie wegpacken musste, denn ohne sah ich wesentlich mehr als mit - was wiederum Assoziationen mit dem Begriff "Blindfisch" erzeugt aber rein faktisch einer U-Boot-Fahrt noch ähnlicher wurde.

Kommen wir somit zum Punkt der U-Boot-Technik: Mit dem Rad befinde ich mich naturgemäß auf Schleichfahrt = Gemeinsamkeit Nummer 1. Mein Pedelec stellt dies mit eindrucksvollen 36 Volt auch unter Beweis = Gemeinsamkeit Nummer 2. Wäre da nicht sein ungepflegtes, kaum gewartetes Äußere, das ursächlich für immer häufigere elektrische Ausfälle bei Nässe ist. Somit verwandelt sich die Schleichfahrt eines U-Boots mehr und mehr zu einem Kraftakt eines muskelbetriebenen ordinären Ruderboots, was jetzt den Aspekt der Optik ins Spiel bringt:

Offen ohne Kajüte unter meinem breitkrempigen Hut und mit weißem Bart im Regenmantel vor der ewig langen roten Ampel wartend, dort auch noch die E-Pfeife dampfend, so erinnert dieses Bild eher an ein naturgetreues Modell für ein Gemälde der alten Meister als oller Seebär, Fischer oder Fährmann.

Du siehst, eine treffende Allegorie zu finden, ist gar nicht mal so einfach, denn Nemo, Captain Flint oder Hemingways "Der alte Mann und das Meer" ist beliebig möglich und doch nicht eindeutig. Und du erkennst ebenfalls an diesen Versuchen, dass ich eigentlich heute überhaupt nichts Gehaltvolles zu schreiben in der Lage bin aber gleichwohl schon einige Zeilen zustande gebracht habe, was wiederum ein Indiz für meine gegenwärtige Schreiblust ist, die ihrerseits als Zeichen allgemeinen Wohlbefindens und ziemlich guter Laune richtig von dir bewertet wäre.

Heute ist Freitag, es gibt also Fisch; damit schließt sich der Kreis, auch wenn er mit Logik überhaupt nichts zu tun hat.

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