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Samstag, 3. Juni 2017

Pfingst-Filmfestival - Kurzmeldung

"Florence Foster Jenkins" - diesen Film hatte ich letztes Jahr verpasst und soeben nachgeholt. Nunja, er erzeugte bei mir gemischte Gefühle. Man hätte aus dem Thema eine herrliche Komödie drehen können, stattdessen ist durchgehend ein moralischer Zeigefinger vorhanden, der nicht nötig gewesen wäre, denn Humor darf auch ohne Wenn und Aber lustig sein. Nur in heutigen Zeiten einer ausufernden Political Correctness fuchtelt halt immer jemand mit seinem Zeigefinger herum. Meryl Streep gefiel mir ebenfalls nicht besonders in ihrer Rolle.

Bis hierher würde ich den Film auch nicht weiterempfehlen, wäre da nicht Hugh Grant in seiner Rolle des St. Clair Bayfield. Hugh Grant einen Schauspieler zu nennen, geschieht meist sehr wohlmeinend, denn eigentlich ist er viel eher ein Modell, das grinsend auf einem Film-Set hin- und hergeschoben wird. In diesem Film aber stellt er eindrucksvoll seine hohen darstellerischen Fähigkeiten unter Beweis: Gestik, Mimik, Bewegung - ausgesprochen hervorragend. Es ist ein wahres Vergnügen, seiner exzellenten Charakterdarstellung Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb, also allein wegen Hugh Grants gekonnter schauspielerischer Leistung, ist der Film m.E. sehenswert und zu empfehlen.

Und weiter geht's mit dem Filmfestival ...

Kommentare:

  1. Zustimmung. Wir sind Meryl Streep Fans der ersten Stunde, aber hier agiert sie ausschließlich routiniert , wie auch schon in ihren letzten Filmen (als Maggie Thatcher z.B.). Hugh Grant, bisher als Himbeerbubi unterwegs, überzeugt tatsächlich. Und er altert sehr gut.

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    1. Jep, besser könnte es nicht ausgedrückt werden. Das mit dem Altern stimmt haargenau; das fand ich auch wirklich beeindruckend und ebenso sehr gut.

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