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Freitag, 9. Juni 2017

Heutiger Film zum Feierabend: "Paterson"

Die erste halbe Stunde hatte ich minütlich mit einem eintretenden Ereignis gerechnet, danach begriff ich allmählich den Zauber dieses wunderbaren Films. In seiner zweiten Stunde hatte ich von Minute zu Minute gehofft, es würde nichts geschehen und alles bliebe, wie es ist. Das tat es dann glücklicherweise auch. Noch während des gesamten Filmabspanns sinnierte ich still sitzend bei leicht sphärischen Klängen, die meinen Geist ummantelten. Dann war endgültig der Film vorüber - er hätte stundenlang, wochenlang so weitergehen können.

In diesem Film geschieht in 120 Minuten nichts - und dennoch wieder so viel: er gewährt dir den Blick ins Tagebuch einer Woche des Lebens eines jungen Durchschnittspaares mit Hund - es sind Notizen zweier Menschen, zweier Genies, würde ich meinen, die ihren Alltag in Würde, gegenseitiger Achtung und in vollendeter Poesie miteinander und bis ins kleinste Detail für die alltäglichen Dinge des Lebens und die Menschen in ihrer Umgebung verbringen. Die Poesie ist ohne ihre Liebe nicht möglich.

Langweilig? Nicht eine Sekunde! Schulnote 1 plus. Er gehört jetzt schon zu den Top 100 aller Filme, die ich kenne. Du möchtest mehr dazu wissen? Google "Paterson".

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