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Donnerstag, 11. Mai 2017

Heute ist ein 3-Punkte-Tag

Ist heute auch ein guter Tag? Ich will es mal glauben, noch ist aktuell ja tiefe Nacht. Was gibt’s denn heute Neues?
1. Zuerst mal Daumen drücken, denn heute entscheidet sich, ob ich für das nächste knappe halbe Jahr einen neuen Arbeitsauftrag bekomme. Es sieht gut aus, doch wir alle wissen ja: man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
http://www.sonnenwinde.de/rezensionen/dampfergirl/
2. Bei "Sonnenwinde" gibt es eine neue E-Damf-Rezension: das "Dampfer Girl". Aus dem Einheitsbrei kommerzieller Konformität sticht meines Erachtens diese Persönlichkeit deutlich hervor. Lob bringt jeden Menschen weiter. Mehr Lob auf "Sonnenwinde".
3. Back to the roots. Ich habe für mich die 99-Cent-Drogeriewatte neu entdeckt. Und zwar hat diese Watte bekanntlich anfangs einen Eigengeschmack. Nun lag sie in der geöffneten Plastikverpackung über ein Jahr lang unbenutzt im Schrank. Gut belüftet wurde sie dadurch geschmacklich absolut neutral. Sie ist wesentlich leit- und saugfähiger als die üblichen E-Dampf Watte-Pads. Eine Packung reicht bestimmt 5 Jahre lang.
Das war's dann auch schon wieder für heute. Genieße einen sonnigen Frühlingstag. Bis dahin.

Kommentare:

  1. Daumendrücken ist absolut angesagt, lieber Georg. Schließlich habe ich einen ähnlichen Beschäftigungsstatus wie du, wenn auch in einer ganz anderen Branche.
    Man will ja gar keine Verträge auf Lebenszeit. Das bindet so. Diese einzelnen Projektverträge vermitteln das Gefühl von Freiheit. Dennoch ist man jedes Mal froh, wenn man einen ergattert hat. Deshalb ganz dolles Daumendrücken für dich, dass dein nächstes halbes Jahr gesichert wird.
    Liebe Grüße
    die Mira

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    1. Genau, Mira, dem ist nichts hinzuzufügen, du weißt, wie unser beider Arbeitsleben verläuft. Und ja, alles hat - wie immer und überall im Leben - seine Vor- und Nachteile, die in unterschiedlichen Lebensabschnitten/Alter auch unterschiedlich ausfallen. Ein weites, weites Feld...

      Vorhin gegen 12 Uhr bekam ich die telefonische Zusage. Yeah! Das nächste halbe Jahr ist somit finanziell gesichert. Und ich habe mir daraufhin für 60 Euro etwas Schönes gegönnt. Ich meine, andere gehen vielleicht an einem solchen Tag nett essen, meine Wenigkeit tätigt eine unnötige aber schöne Order im fernen China-Land :-) Ein Akkuträger in tollem Leder.

      Liebe Grüße, Mira

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  2. Oh wie schön, da kann man schon gratulieren! Ich freue mich sehr für dich, Georg, und bin schon gespannt auf deine Geschichten.
    Wir waren während des Arbeitslebens "Freiberufler" und kann Euer beider Gefühle gut nachvollziehen. Einer unserer Assis sagte immer "Abgesagt wird nix". Zeiten in denen man in der Nase bohrt bleiben nicht aus.
    Im Rückblick gesehen, war die Entscheidung für die Unabhängigkeit die richtige.

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    1. Es gibt für diese unabhängigen Tätigkeiten ja viele unterschiedliche Beschäftigungsmodelle, gemeinsam sind ihnen wohl flexible Arbeitszeiten bei wechselnden Tätigkeiten in immer neuen Firmen und Unternehmen oder Einsatzorten bzw. Aufgaben. Und immerzu eine zeitliche Befristung. Das birgt einerseits eine Unsicherheit der wirtschaftlichen Kalkulation, ist also eher weniger für junge Familien geeignet, die eine längere Zeit mit ihrem Einkommen und ihrer Wohn- und Lebenssituation Beständigkeit und Berechenbarkeit benötigen (Kinder, Schule, Kredite usw.), andererseits beinhaltet so etwas immerzu Abwechslung. Ständig muss man sich auf neue Menschen in den verschiedensten Firmen einlassen aber wird nie zu einem Teil von ihnen, da nach einer Zeit X wieder Abschienehmen angesagt ist. Das wiederum verhindert jede Langeweile oder lähmende Routine, hält den Geist rege, da eigentlich ein fortwährendes Lernen und stetige Anpassung angesagt sind.

      Unsicher aber aufregend (naja, mehr oder weniger), nicht langweilig und interessant. Neues wird quasi zur Alltäglichkeit.

      Und das ist irgendwie ziemlich paradox, denn in meinem privaten Alltag wehre ich mich vor jeder noch so kleinen Veränderung. Mich könntest du mit Internet in einen winzigen Raum sperren, ich würde eher verschimmeln als dass mir langweilig würde - was heißt hier "könnte" und "würde"? Okay, lassen wir das ;-)

      Also, bei allen Nachteilen, gibt es den fundamentalen Vorteil, den Mira auch schon angesprochen hat: die Freiheit. Oder besser, das Gefühl von Freiheit. Oder noch besser: das Gegenteil von Eingesperrt-Sein.

      Selbst bei einem miesen Job, weiß ich, binnen einer absehbaren Frist bin ich von ihm wieder befreit. Es ist eine meiner Horrorvorstellungen, sagen wir ein halbes Jahrhundert lang von einem Wecker zu einer ganz bestimmten Uhrzeit wachgerüttelt zu werden, um zur selben Firma zu schreiten und dort dieselben Tätigkeiten auszuführen. Zum Ausgleich schaffe ich mir vielleicht ein Hobby an, aber es befände sich hinter mir immer eine drückende Pflicht, bloß ordentlich zu spuren.

      Oder ein anderer Blickwinkel: Über Jahrzehnte in derselben Firma, ich wäre längst Opfer von irgendwelchem Mobbing anderer und falls nicht, dann wäre ich vielleicht der Mobber selber oder ein Teil der mobbenden Gemeinschaft. Fürs Leben bin ich familienuntauglich, dasselbe gilt für eine Arbeitsgemeinschaft.

      Viele meiner Arbeitskolleginnen und -kollegen sind ebensolche Einzelgänger. Ein Blick in die Gastronomie oder das Hotelgewerbe, in den Dienstleistungssektor überhaupt - überall findest du dort vermehrt ähnliche Individualisten. Du ja genauso, du schriebst ja schon einige Male, dass du eine solche Individualistin bist. Ich glaube, du, Mira und ich, wir können wie viele andere auch von unserem Naturell her gar nicht anders leben wie wir es tun. Selbst dann, wenn wir uns es manchmal wünschen.

      Andere Menschen mit einem gegenteiligen Naturell würden das nicht verstehen, für sie wäre unsere unsichere Lebensart der reinste Horror. Sie sind dankbar für ihr strukturiertes Leben eines regelmäßigen Rhythmus. Anders könnte man auch gar keine Kinder großziehen, sie brauchen schließlich Beständigkeit und das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit. Also ich schreibe das jetzt alles ohne jede Wertung, denn ich weiß bis heute nicht, was besser oder richtiger ist, vernünftiger oder gesünder - wie das richtige Leben auszusehen hat, es ist für mich einfach nur der einzige Weg, der mir bleibt, um nicht an Depressionen zugrunde zu gehen.

      Irgendwie leben wir trotz der Moderne alle immer noch wie in der Steinzeit: Jäger und Sammler, erste Bauern und Viehzüchter, Handwerker, Sklaven, Soldaten und Beamte, Händler und Künstler; so teilt sich das Leben doch auf, oder?

      Hachja, heute komme ich aber wirklich wieder vom Höckschen aufs Stöchchen, nicht wahr.

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    2. Gutartiges Geschwulst13. Mai 2017 um 20:20

      Meinen Glückwunsch! Bin ebenfalls Freiberufler und verstehe Ihre Freude.

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    3. @GutartigeGeschwulst Danke, danke! Dann wünsche ich uns allen Vieren eine florierende Wirtschaft, deren Gedeih nämlich für unsere Auftragsgeber und dadurch für uns selber lebenswichtig ist. Nur Beamte und öffentlich Angestellte können sich den Luxus phlosoffischer Gesellschaftsexperimente leisten - aber auch nur, solange keine griechischen Verhältnisse bei uns herrschen.

      Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema. Kam mir halt gerade in den Sinn, da hier in NRW morgen Wahlen stattfinden.

      Lieben Gruß

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