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Donnerstag, 18. Mai 2017

Aktuelle Lektüre

Momentan lese ich auf Arbeit (was ist das für eine Arbeit, auf der man lesen kann? Tja, irgendeinen Vorteil muss ich ja auch mal genießen können), "Der erste Sohn" von Philipp Meyer. Fesselnd und interessant. "Der Spiegel" macht in seiner Rezension mal wieder ein dämliches Fass auf, ist alles typisches Spiegel-Blabla, Vorwürfe ohne Belege usw., glaube mir, der Roman ist gut übersetzt und packend, das könnte er andernfalls nicht sein. Die Geschichte reizte mich wegen der begonnenen TV-Serie "The Son"; ich schaute also mal in die halblegale Datenbank und siehe da, eine passende "epub-Datei" für meinen E-Reader war vorhanden.

Bis morgen dann in alter Frische. Irgendwas wollte ich jetzt aber noch sagen schreiben ... vergessen. Hachja.

Kommentare:

  1. Das ist ein Männerbuch, werde das Mal weiterreichen.
    Den "Distelfink" habe ich gierig verschlungen. So ein dickes Buch in dem ich versinke, fehlt mir grad so etwas.

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    1. Ein "Männerbuch"? Ich weiß nicht. Habe mir darüber aber noch keinerlei Gedanken gemacht. Für mich sind Gehirne eigentlich gleich, dieses ganze Lila-Gedöns ist anerzogener Kram, das sagt mir meine Lebenserfahrung, klar gibt’s in der Kopf- und Gefühlswelt biologische Unterschiede, aber dass sie eine spannende Geschichte so sehr beeinflussen würden...? Wie gesagt, wenn Frauen das so wollen und gar nicht erst mit dem Lesen beginnen oder eine innere Abwehrhaltung einnehmen, das mag dann alles so sein, aber wenn "Der erste Sohn" ein Frauenbuch sein soll, dann ist dies mit ziemlicher Sicherheit Absicht vom Verlag oder von der Werbewirtschaft gewollt - oder aber unsere Republik besteht tatsächlich heute nur noch aus sozialisierten Lila-Prinzessinnen-Tussen.

      Du siehst, die Klassifikation "Männer-/Frauenbuch" ist mir völlig fremd. Immer schon, wenn ich so zurückdenke, dann kenne ich wohl hauptsächlich "Männer-Frauen".

      Aber egal. Vielen Dank für dein Distelfink-Lesetipp, habe ich soeben als epub-Datei auf meinen Reader kopiert. Damit beginne ich dann in ein paar Wochen. Bin schon gespannt, denn ich weiß ja, dass deine Tipps meistens super-super-gut sind und recht genau auch meinem Geschmack treffen.

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  2. Habe mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Wenn Bücher thematisch in der Natur angesiedelt sind, interessieren sie mich eher nicht. Der Mann hat "H wie Habicht" und "Der Zug der Störche" gelesen, da konnte ich mich nicht dafür begeistern.
    Lese gerne T.C.Boyle, A.L. Kennedy, Annie Proulx. Wobei "Weit draußen" zwar in der Natur spielt, es aber um die Geschichte der beiden Männer geht (Brokeback Mountain hat nur sehr wenig mit der Vorlage zu tun).
    Eine (Ex)Freundin schreibt Chicklit für Ältere und kann inzwischen gut davon leben. Da das aber nun gar nicht meine Welt ist, kam es zu dem Ex;-)
    Da bekomme ich schon beim Anblick der rosa Titel Brechreiz.
    Dass du den "Distelfink" noch nicht geschnupft hast - darauf wäre ich nie gekommen! Den habe ich förmlich eingesaugt, gibt es auch binge reading?
    Ich hoffe sehr, dass ich noch den nächsten Roman von Donna Tartt erlebe (für den Distelfink hat sie 12 Jahre gebraucht).

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    1. Binge Reading und Binge Watching ist für mich schon ein gewaltiger Unterschied. Vor einer Prüfung etc. betreibt wohl jeder Binge Reading, doch wer vollends in eine Geschichte abtauchen möchte, muss sie intensiv emotional erfassen, das funktioniert m.E. so nicht. Und dass Phil Edwards in der "Huffington Post" behauptet, er habe in 8 Monaten 300 Bücher gelesen, ist schlicht deshalb eine (unbeabsichtigte) Lüge, da ein Überschlag von 300 Geschichten nicht dem Nacheinander-Lesen gleichzusetzen ist und Querbeet-Lesen bzw. Querbeet-Anschauen etwas anderes ist als dem linearen Strang einer Geschichte oder mehrerer nacheinander zu folgen. Er bezog sich zwar aufs Binge Watching der TV-Serien, das wäre aber nur ein Vergleich mit ständigem Wechsel zwischen der Play- und der Vorspultaste, ansonsten ist das exzessive Serien-Gucken, das Binging Watching, etwas anderes. Ich kenne niemanden und habe auch noch von keinem Menschen gehört, der ein Querbeet-Serienschauen überhaupt betreibt. Insofern ist Binge Reading für mich nichts. War es auch noch nie, sogar in Zeiten, in denen ich monatelang täglich fast rund um die Uhr Romane nacheinander verschlungen hatte. Lesen dauert länger als Sehen, Sehen dauert wiederum länger als Träumen. "Binge-Dreaming" wäre wirklich etwas innovativ Neues, falls es beispielsweise in einer virtuellen Realität gezielt oder besser gesagt bewusst betrieben werden kann. Da kämen wir dann ganz in die Nähe eines zwar absichtlich begonnenen aber danach verselbstständigenden Rauschs. Kultur als Droge.

      Meine Lesezeit beschränkt sich gerade nur auf ein Drittel der Arbeitszeit, zu Hause warten dann vielleicht noch zwei TV-Folgen, mehr "physische Zeit" bleibt mir momentan gar nicht. Aber sogar als ich die Zeit besaß, wurde sie durch Binge Watching ausgefüllt. Fürs Lesen UND Schauen reicht sie definitiv nicht, also muss ich mich immer wieder zwischen beiden entscheiden. Und weil die Zeit, wie gesagt, jetzt sowieso arg beschränkt ist, reichen diese beiden Romane nacheinander schätzungsweise perfekt für das kommende halbe Jahr. Ebenfalls sind die kommenden Monate ungeeignet für einen Serienmarathon, das ginge vielleicht über die Feiertage und auch nur dann, falls ich mich nicht für ein Romanmarathon entscheiden sollte. Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Es sieht ja derzeit recht mau aus mit sehenswerten neuen Serien, spricht also einiges für die Romane. We will see, wie the Englishman zu sagen pflegt ;-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.