.

.

Donnerstag, 20. April 2017

Ländertausch

Es liegt bestimmt am Wetter, an der neuerlichen nasskalten Wiederholung der Zeitschleife des vorüber geglaubten Winters, dass ich mich in den letzten zwei, drei Tagen für nichts und niemanden interessiere. Es geht mir alles ziemlich am A**** vorbei, wie man so schön zu sagen pflegt. Nun hatten wir die herrliche Frühlingsluft schon in unseren Nasen wahrgenommen, hörten die ersten Bienen und Hummeln, sahen wie die Katzen angesichts des beginnenden Kreuchens und Fleuchens vor lauter ansteigender Aufmerksamkeit mit ihren Ohren wie Radarantennen von peniblen Peilempfängern geschäftig die Umgebung zu sondieren begannen - und dann das: die Erinnerung der winterlichen Starre lässt alle Köpfe sich zurückziehen, die Motoren des Lebens in die Energiesparmodi schalten und uns die warmen Kuscheldecken aus den Schränken und Truhen abermals herausnehmen. Winter ist ja ganz nett, doch wenn er seine Taschen bereits gepackt hat und uns Adieu zuwinkt und du nach dem Anklopfen des Frühlings die Tür voller Vorfreude öffnest aber da plötzlich wieder der Winter steht und meint, er habe noch etwas vergessen, dann erscheint sein lächelndes Gesicht doch schon eher fratzenhaft grauslich grinsend, nicht wahr.

In dieser Art und Weise ziehen sich also auch meine Aufmerksamkeit und die Radarantennen dieser Tage ins Schneckenhaus zurück. Es ist mir nicht nur völlig egal, was in der Welt, in der Politik und in den hysterischen Kreisen menschlichen Gezeteres gegenwärtig geschieht, mir kommt, abgetaucht im warmen Wohnzimmer und wartend auf neuerliche Frühlingsboten, dabei sogar DIE Idee:

Es wollen ja Millionen Menschen aus wärmeren Gefilden unbedingt in unserem Land leben, wie wär's denn mit einem Tausch: wir 80 Millionen tauschen unser Deutschland mit 80 Millionen eines armen aber warmen Landes und bauen dort ein Neu-Deutschland auf? Alle hätten wieder ausreichend Arbeit und Sinn und Möglichkeiten etwas Neues zu erschaffen. Im Wiederaufbau des eigenen Landes sind wir Deutschen schließlich Experten, das haben wir nun schon etliche Male in der jüngeren Geschichte bewiesen. Ich wär auf jeden Fall dabei.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.