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Dienstag, 21. Februar 2017

"Smokethat.de" - entsteht ein neuer Stern?

Ja, ich weiß, die E-Dampf-Themen nehmen in letzter Zeit ein wenig überhand, ich versuche es zukünftig zu vermeiden, doch das hier ist mir schlichtweg wichtig, ich finde es beachtenswert. Und Himmel! Das war jetzt  ein Satz mit drei mal "ich", der ist stilistisch grottenschlecht - ICH weiß ;-)

Via Kurbelursel gefunden (danke für den Tipp): das neue E-Dampfmagazin "Smokethat.de" erklärt das Selbstmischen von Liquid so gut, wie ich es nie könnte, perfekt. Der dort erschienene Artikel richtet sich an Anfängerinnen und Anfänger, ist aber ebenso für Fortgeschrittene von Interesse. Er schildert glasklar die Vorteile des Selbstmischens, die zum einen die Kostenersparnis betrifft (bei Einkauf der Basisprodukte im normalen Handel, es geht, legt man es darauf an, also noch erheblich günstiger, ist aber unnötig angesichts eines Preises von rund 2 Cent pro Milliliter fürs eigene Premium-Liquid) und die zum anderen in der Kontrolle der Inhaltsstoffe, ihrer Art und Qualität liegt sowie die Kreativität bei der Vielfalt der Kompositionen unterstreicht. Last but not least wird durch die Darstellung von knappen Text und grafisch gelungenen Bildern die Einfachheit dieses geschmackvollen schöpferischen Prozesses prima zum Ausdruck gebracht.

Ein Kurzer Einschub, da ich's nicht oft genug betonen kann: Selbstmischen ist weder eine Wissenschaft noch etwas für eine Apotheke, es ist kein Reinraum erforderlich, es werden keine speziellen Handschuhe oder Schutzbrillen benötigt (auch wenn das immer wieder behauptet wird) noch ist eine teure Ausrüstung von Nöten, Liquid-Mischen ist am ehesten vergleichbar mit der Zubereitung von Speisen und Getränken. Auch dort gibt es geübte und weniger geübte Köchinnen und Köche (ob die eine Schürze oder Kochmütze benötigen, ist ebenso Ansichtssache). Weltweit sind Küchen Zentren der Kommunikation. Leider haben hierzulande bereits viele Zeitgenossen diese Zubereitungen nicht mehr erlernt, so dass sie sich heute überwiegend nur noch von Fertig- oder Teilfertiggerichten ernähren. Die Lebensmittelindustrie hat in den letzten 100 Jahren alltägliches Kochen erfolgreich verdrängen können (mit Unterstützung des Rationalismus der Bauhaus-Architektur bis hin zur Verbannung der Küchen aus den Zentren des Lebens hinein in kompakte Aufwärmgeräte von Einbauschränken), dazu wird dann das Hobbykochen als nicht alltägliches abendfüllendes Event für Spezialisten und solche, die sich dafür halten, zelebriert. Diese Strategien sind es, die heute von den Liquidherstellern und Liquidhändlern gegen das Selbstmischen übernommen werden. Aber das wäre jetzt ein großes eigenständiges Thema und einer gesonderten Betrachtung wert.
Regelmäßiges Liquidmischen und die damit einhergehenden Geschmacksproben können für eine Partnerschaft oder Familie mit erwachsenen Kindern tatsächlich eine neue Kommunikationsbasis bedeuten, bei der es so spannend wie beim gemeinsamen Kochen zugeht. Generationsübergreifend, interaktiv und interessant.

"Smokethat.de" richtet sich ausdrücklich auch an Raucher. Raucherinnen und Raucher sind für viele E-Dampferinnen und E-Dampfer aber bereits regelrechte Feindbilder. Sie werden das Magazin hassen, sobald erste positive Artikel über den Genuss des Tabaks erscheinen - ein großer Fehler, denn erstens bestimmen nicht wir, was für andere Menschen Genuss zu bedeuten hat und zweitens macht bekanntlich die Dosis das Gift; gegen ein genussvolles Pfeiferauchen zum Beispiel war und ist nichts einzuwenden. Drittens müssen wir in der E-Dampfszene damit aufhören, uns als die besseren Menschen zu betrachten und uns über andere zu stellen, denn sonst laufen wir Gefahr, die uns ständig treffende Intoleranz unserer Umgebung wie ein Spiegel auf andere weiterzuleiten (wir würden genauso werden wie unsere Gegner) - oder nach unten zu treten, was auch nicht gerade ein erstrebenswertes Verhalten wäre. Genuss ist eine vielfältige Welt, in der Ideologien, Politik und Fanatismus, gleich welcher Art, nichts verloren haben.

Da ich weiß, wovon ich schreibe, ist es mir möglich, die bisherige hohe Anfangsqualität des Magazins "Smokethat.de" auch sehr gut zu beurteilen. Welches Interesse hinter dem Magazin steht, weiß ich wiederum nicht (eine Tabak-Firma?), ist mir aber egal, so lange die Artikel eine möglichst hohe Objektivität aufweisen und dort keine offensichtliche (oder allzu große) Manipulation zu Gunsten des Kommerz' stattfindet. Sollte das bisherige hervorragende Niveau auch weiterhin bestehen bleiben, wird "Smokethat.de" für mich zukünftig das E-Dampf-Magazin der Wahl. Es wäre zudem tatsächlich die Geburt eines neuen Sterns am E-Dampfhimmel. Und um das unsäglich stillose "Ich" ein letzten Mal zu bemühen: ich drücke den Menschen dieses professionell gestalteten Magazins jedenfalls kräftig die Daumen. Wobei es meiner Einschätzung nach doch am Ende eine Trennung zwischen Tabak und Liquid geben wird. Schaun wir mal. Wird spannend.

Kommentare:

  1. Ist dein Blog und da schreibst du wozu du Lust hast. Sicher gibt es viele Dampfer, die um solch ausführliche Erläuterungen dankbar sind. Mein Thema ist es nicht, da ich nur in ganz jungen Jahren mal etwas geraucht habe.
    Eine Freundin ist vor einem Jahr ganz elendiglich an Lungenkrebs "verreckt" (muss ich leider so sagen) und das mit 53. Hätte sie gedampft, wäre sie noch am Leben. Daher bin ich dafür.

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    1. "Hätte sie gedampft, wäre sie noch am Leben. Daher bin ich dafür."

      Eindeutiger kann man es gar nicht sagen, so ist es. Dampfen ist unschädlich, Rauchen kann töten. Da gibt es die Fidel Castros und Helmut Schmidts - und auch meine Mutter - die als Kettenraucher steinalt werden aber eben auch die vielen anderen Menschen wie deine Bekannte, die das Rauchen nicht vertragen und daran sterben. Deshalb glaube ich auch nicht, dass in einem Magazin, das sich dem Genuss verschreibt, diese Gegensätze gleichberechtigt miteinander vereinbar sind. Es wird wohl nicht akzeptiert werden, ganz gleich wie wir beide das sehen. Ich bin jedenfalls gespannt, denn so etwas hat es in Deutschland meines Wissens nach noch nicht gegeben (vielleicht weiß ich aber auch nur zu wenig). Es gibt zwar

      http://liquid-news.com/

      aber der Herausgeber sitzt irgendwo in Südamerika und sein Konzept ist schon ein wenig anders, wenn auch ähnlich.

      Viele machen auch den Fehler, dass sie Dampfen immer nur als Nikotinersatz betrachten. Nikotin ist nur ein möglicher Bestandteil des E-Dampfens, viele dampfen ohne. Und abgesehen davon wird niemand durch Nikotin krank, genauso wenig wie durch Koffein. Krank wird man durch die Verbrennungsrückstände (den Rauch). Das weißt du natürlich, man kann es nur nicht oft genug wiederholen, damit Google beim Durchsuchen des Webs für seine Suchergebnisse auch diese Sätze hier findet und nicht nur die Wiederholungen der Fake-News, die von den E-Dampfgegnern extra gestreut werden.

      Wie dem auch sei, morgen gibt’s wieder einen Filmverriss ;-)

      Höchstwahrscheinlich. Mal gucken. ich habe nämlich eine 5-teilige Miniserie gesehen, fast 8 Stunden lang, die, ja, ich muss es so sagen, schlecht war und worüber ich mich im Nachhinein ziemlich ärgere, sie überhaupt bis zu Ende angeschaut zu haben.

      Einen cineastischen lieben Gruß zu dir. "Wat is dat denn? Ein Film-Fake-Küsschen?" ;-)

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  2. Nehme dat Fake-Küsschen mit Grazie an.
    Ich gebe den Serien erst einmal einen Vorschussbonus und hoffe, sie kommt in die Hufe. Aber mehr als 2 Folgen sind nicht drin, dann ist Schluss damit.
    Die hochgelobte "Sherlock" Serie gehörte kürzlich dazu. Benedict Cumberbatch ist ein großartiger Darsteller, aber mir fielen die Augen zu. Also weg damit!
    Am Freitag läuft "I don't feel at home in this World anymore" von dem ich mir (noch) etwas verspreche.
    Bin gespannt auf deine Rezension.

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