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Sonntag, 15. Januar 2017

E-Dampfen: Zaubern lernen heißt leben lernen

Regelmäßig ist in der "E-Dampf-Community" zu lesen bzw. zu hören, es gäbe keine Innovationen mehr beim E-Dampfen. Und? Was ist denn hiermit gemeint? Dieses Argument wird nicht aus Sehnsucht nach Neuerungen verwendet, es ist ein Anti-Argument, das allein gegen das Tun anderer Menschen benutzt wird.

Das E-Dampfen wird sicher nicht jeden Monat neu erfunden aber die Begründungen für das Gejammer sind wahrlich innovativ. Denn da es keine Neuerungen gäbe (Konjunktiv II), fänden heutzutage diese unmöglichen Entwicklungen zum "Höher, Schneller, Weiter" statt, die den Normal-Usern förmlich das Zittern vor lauter Angst und Sorge bereiten. Schlimmste Auswirkungen seien zu erwarten, Verletzungen, Todesfälle und darüber hinaus werde die ganze Welt der Nicht-Dampfer mit ihren Fingern auf die bösen E-Dampfer zeigen. Das Gezeter geht in Weinen über bei der Vorstellung, dass man dadurch nicht mehr akzeptiert sein werde; das Spiel sei aus. Am Ende werde das E-Dampfen deswegen sogar verboten - und all das nur, weil es letztendlich keine "echten" Innovationen mehr gebe, die uns vor den Fehlentwicklungen bewahrten.

Schon lustig, es sind dieselben Diskussionen, die vor wenigen Jahren geführt worden sind. "50 Watt braucht kein Mensch!", hieß es damals, "die bösen Wolkenmacher schaden nur unserem Ruf!"

Dabei gibt es so wunderbare neue Geräte in allerlei Formen und aus vielerlei Materialien, wie man es sich vor zwei, drei Jahren nicht mal zu erträumen gewagt hätte. Noch dazu zu Preisen, die bis dahin renommierte Teuer-Hersteller in ihren wohlverdienten Ruin beförderten. Die Technik ist dermaßen zuverlässig geworden, dass eine E-Dampfe heute schon beinahe als Messgerät fungieren könnte. Es gibt Verdampfer für alle Bereiche und sie funktionieren überwiegend hervorragend. Es herrscht eine Vielfalt, dass jeder für sein eigenes Dampfverhalten eine große Auswahl bekommen hat. Monatlich werden neue Geräte auf den Markt gebracht, die die Wünsche und Vorlieben der unterschiedlichsten Menschen erfüllen.

Heute besitze ich ein mit Leder eingefasstes E-Dampfgerät, auf dem ein Selbstwickelverdampfer in hochwertiger Qualität faucht und zischt, für das vor wenigen Jahren, wenn es so etwas denn gegeben hätte, Hunderte Euro hätten auf den Tisch gelegt werden müssen. Innerhalb von vielleicht fünf Jahren hat sich der VW-Käfer des E-Dampfens zum gehobenen Mittelklasse-Golf für jedermann und jede Frau entwickelt - aber "es finden ja keine Innovationen mehr statt".

Daneben existieren natürlich auch die anderen Mecker-Heinis, denen diese Vielfalt für wenig Geld wiederum zuwider ist. "Da blickt ja kein Mensch mehr durch!", lautet ihr Vorwurf und schon werden andere Menschen benutzt, um die eigene Beschränktheit zu vertuschen und sie sich selber nicht eingestehen zu müssen. Du kannst es grundsätzlich Menschen nicht recht machen. Egal was geschieht, es ist immer falsch.

Ob ich mit 8, 20, 50, 100, 300 oder 500 Watt dampfe, muss jeder für sich entscheiden. Papa, Mama, Onkel und Tanten haben sich wie die Regierung dort herauszuhalten. Die "Vaping Bastards" sollten dringend neu erfunden werden.

Ich selber fahre keinen Ferrari und ab Tempo 140 auf der Autobahn wurde mir schon immer mulmig zumute, deswegen schimpfe ich aber nicht auf die Ferraris. Und wenn Unfälle geschehen, dann geschehen sie eben, Unfälle gibt es immer, aus ihnen wird vielleicht gelernt, vielleicht aber auch nicht. Verkehrstote gibt es kaum durch Rasen, doch für Tempobegrenzungen demonstrieren Tausende Menschen. Durch Unachtsamkeit, Müdigkeit, Blindheit, Medikamenten- und Drogenmissbrauch, Aggressionen, Überarbeitung und so weiter sterben täglich Menschen im Straßen-, Bahn-, und Luftverkehr, wo sind die politischen Aktionen dagegen?

Wenn jemand das E-Dampfen verbieten oder beschränken will, sobald es anders ausgeführt wird als er/sie meint, wie es einzig zu geschehen hat, macht er gerade erst das so richtig interessant und erstrebenswert. Wenn ein paar hirnlosen Jugendlichen ihre Dampfgeräte um die Ohren fliegen, ja, wenn es den ersten Toten geben sollte, dann wird dies alles als ein Alibi für ein Verbotsbegehren herhalten, das aber sowieso schon lange in desjenigen Absicht lag. Eine vermeintliche Sicherheit war und ist überall lediglich ein Alibi-Vehikel des Verbots. Lieb-Kind-Machen schützt nicht im Leben, so lieb und unschuldig auch manche immerzu meinen, selber zu sein. Darüber hinaus funktioniert eine "Political Correctness" nirgendwo, auch nicht in der Welt des E-Dampfens. Leben bedeutet Gefahr, immer schon und überall. Damit muss man umgehen. Höre nicht auf die Rattenfänger, die Sicherheit predigen aber Unfeiheit meinen.

Entwicklungen geschehen nicht einfach so, wir sind es, die die Entwicklungen in Gang gesetzt haben und sie auch weiterhin befördern. Wir, die Menschen, gestalten die Welt, in der wir leben, keine chinesischen Firmen und kein auferlegtes Wohlverhalten. "Aber wo soll das alles enden, ojemine, ojemine ..." Lies mal wieder, es gibt längst Antworten: Die Geister, die ich rief ...

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