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Sonntag, 11. Dezember 2016

Sucht-und Flucht-Tiefseetauchgang?

Bin im Moment ziemlich gefrustet über meine Hand und die "Elitar" (siehe den gestrigen Nachtrag) und habe noch dazu diese Woche gezwungenermaßen arbeitsfrei. Das ist einerseits natürlich auch schön, andererseits machen sich schon wieder Existenzängste damit breit. Früher nannte man das einfach "Sorgen machen", die gehörten halt zum Leben dazu. Auch sprach man früher schlicht von "schlechter Laune", ohne die das Dasein nun mal nicht auskommt - aber in unserem heutigen Psycho-Deutsch als Alltagssprache klingt natürlich "frustriert aufgrund körperlicher Traumata und tiefgreifender Zukunftsängste" sehr viel bedeutsamer :-)

Okay, da ich nicht saufe und drogenfrei lebe, da ich weder an innerer Selbstzerstörung leide noch meine Umwelt mit mieser Laune auf die Nerven gehen möchte, habe ich mir eine neue TV-Serie besorgt. 30 Teile von "Halt And Catch Fire". Damit werde ich jetzt ein paar Tage lang abtauchen. Böse Zungen würden das natürlich stehenden Fußes verdrehen und es ebenso als Suchtverhalten bezeichnen. Naja, sag ich weiter nix zu.

Schaun wir mal, wie diese Serie überhaupt ist. Dir wünsche ich derweil einen frustfreien Wochenbeginn. Lass dich nicht unterkriegen! Wie hieß es früher noch gleich? "Run, Buddy, Run!" Mich kriegense au'nich', weder unter noch ein.

Kommentare:

  1. Bei mieser Laune ist eine Bingewatching Therapie doch ein super Mittel!
    Mir hilft auch Sport, da werden Endorphine freigesetzt, dann geht's wieder.
    SO viele Tips! Mir wurd Amazon Prime jetzt für zwei accounts den 30 Tage Test angeboten. Sobald wir mit "Lilyhamer" durch sind, werde ich es aktivieren und die von dir reviewten Sachen anschauen.
    Lilyhammer hat sehr gute einzelne Folgen (3 Staffeln), wird zwischendrin arg albern oder allzu folkloristisch. Es wird viel Filmgeschichte zitiert, was ich gerne mag. Steven van Zandt ist große Klasse, du kennst ihn sicher noch aus den "Sopranos". Insgesamt gesehen finde ich die Serie keine Zeitverschwendung.
    Dir eine schöne Woche, lieber Georg.

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    1. Oje, "Lillyhammer" erwähnst du, da dachte ich, "Mensch, darüber haste doch mal etwas geschrieben", googelte und erschrak fürchterlich bei diesem Fund, denn der ist über zwei Jahre her und es hat sich gar nichts seither, absolut nicht das Geringste in meinem Dasein verändert:

      http://kraftvergeudung.blogspot.de/2014/11/verlangerung-lilyhammer.html

      Fiele es eigentlich auf, wenn ich alte Tagebucheinträge wiederholen würde und sie heute täglich als gefakte neue einsetzte?

      Was bedeutet diese scheinbar veränderungsbefreite Zeit? Darüber mache ich mir aber jetzt verstärkt so meine Gedanken. Man könnte es positiv sehen und negativ. Wenn ich mir heute zum Beispiel Sorgen mache aber sehe, dass ich all die Jahre zuvor mir identische Sorgen gemacht habe, dann heißt das ja (ich nenne es mal so), in mir befindet sich eine Struktur des Sorgenmachens. Ein Persönlichkeitsmerkmal, eine Charaktereigenschaft oder wie auch immer. Jedenfalls hat der Grund der Sorgen nichts mit der Realität nichts zu tun, da sie im Fluss der Zeit verläuft und nicht statisch ist.

      Was ich damit sagen möchte ist, selbst wenn ich im Lotto gewinnen würde, 50 Millionen Euro, dann würde langfristig sich nichts an der Struktur des Sorgenmachens ändern, langfristig wäre ich also nicht frei, sondern all die Sorgen blieben, vielleicht verlagert als Sorgen um die anderen, um die Gesundheit, um den Zustand der Welt, der Natur oder was auch immer.

      Also du siehst, liebe Barbara, indirekt gibt mir "Lillyhammer" heute ziemlich zu denken.

      Dir alles Gute und bis die Tage.

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  2. Danke für den link. Wie ich sehe, sind wir uns in der Bewertung einig. Steven van Zandt ist einzigartig als Typ. Sein Gang erinnert etwas an den Glöckner von Notre Dame.
    Mit auch nur 1 Mio würde ich mir keine Sorgen mehr machen. Würde nur hoffen, dass ich noch lange gesund bleibe um mir möglichst viele Wünsche zu erfüllen.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.