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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Innehalten

Montag eine erfreuliche Nachricht, Dienstag die eines schlimmen Terroranschlags vom Abend zuvor und nun am Mittwoch alles wie gehabt? Nein, hier definitiv nicht, denn dann würdest du als Leserin oder Leser zu einem gefühllosen Wesen werden und ich als Verfasser der Tagesnotizen geriete in Gefahr, mich zu einem Zyniker zu entwickeln.

Das Mischungsverhältnis der realen mit der virtuellen Welt droht bei einer Routine des "Weiter so" zu kippen. Deshalb verstehe ich auch nicht die Nachrichten aus der Hauptstadt, in denen z.B: "Spiegel Online" behauptet, das Leben ginge in Berlin weiter wie bisher - ich verstehe es nicht nur nicht, ich glaube das schlichtweg nicht; Normalität als eine Trotzreaktion demonstrativ vorgespielt, ja, das mag sein, natürlich, doch Trotz ist alles andere als Normalität, liebe Spiegel-JornalistInnen.

In diesem Sinne, nimm es mir bitte nicht übel, dass ich auch heute nichts von unwichtigen Verdampfern oder eigenen Seelenzuständen berichte, denn all das ist zur Zeit einfach zu unwichtig. In den Krankenhäusern kämpfen die Schwerverletzten noch um ihr Leben, da ziehe ich mich lieber mit meinem Einerlei ein paar Tage zurück. Kein TV, nur wenig Internet-News, viel Musik zu Hause und Nachdenken, nicht depressiv, sondern einkehrend. Was ist persönlich wichtig im Leben und was eben nicht.

Bis morgen dann, komme gut über den Tag.

Kommentare:

  1. Richtige und gute Worte.
    Danke, Georg.

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    1. Danke, liebe Barbara. Du bist sicher ähnlich gestrickt, da brauche ich gar nichts weiter zu schreiben.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.