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Dienstag, 22. November 2016

Nicht meckern können 2.0

Manchmal darf man ja auch ein bisschen kleines Glück haben, nicht wahr. Mein temporärer Arbeitsplatz in diesem Rest-Jahr besteht aus einem in allen Verhältnissen recht dürftigen Raum, ist aber komplett mit großen Fenstern versehen: ein Pförtnerhäuschen mit Rundumsicht, gelegen an der Einfahrt eines größeren Firmengeländes.
Ich: "Was muss ich hier tun?"
Firma: "Ähm, sitzen."
Ich: "Und sonst? Schalten, schließen, kontrollieren, sprechen, melden, verwalten, delegieren, ver- oder anweisen, wiegen, messen, notieren, telefonieren, bedienen?"
Firma: "Nö. Nur da sein."
Ich: "Das wird aber anstrengend. Nicht wenigstens Kontrollgänge unternehmen?"
Firma: "Nö, nur Präsenz zeigen. Aber bitte in Dienstkleidung."
So sitze ich also gerade hinter Glas an einem Schreibtisch mit meinem alten Laptop und verfasse dieses hochgeistige Memorandum. Strom und Heizung sind vorhanden, Rauchmelder gottlob nicht, die E-Dampfen frisch befüllt und die Kaffeemaschine kündigt blubbernd die Fertigstellung des bereits duftenden Genusses in trinkbarer Form an. In dieser Art und Weise wird voraussichtlich ("klopf auf Holz") das Jahr 2016 für mich ausklingen, da kann man ganz und gar nicht meckern, um meine Worte vom Sonntag heute mit Nachdruck zu wiederholen.

Kommentare:

  1. Gut für dich! Einerseits angenehm verdientes Geld im Warmen, aber wenn man nur dasitzt, stelle ich mir das auch anstrengend vor. Nicht wegnicken, lieber Georg:-)

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    1. Für immer solch einen Job, also nein, das wäre furchtbar. Inneres Teufelchen: "Wäre es das wirklich?" Nuja. jedenfalls zum Jahresausklang ideal. Für immer, dann würde ich einen Silikon-Ken aus dem Pornoschuppen kaufen, schminken, Mützchen auf und Platz nehmen lassen ;-)

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