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Montag, 28. November 2016

Beschäftigungsfinanzierungsgesellschaft

Über das Thema des Auslaufmodells DVBT-Fernsehen habe ich mich hier ja schon reichlich "ausgekotzt", bis März müssen wir bei uns zu Hause die 1990er Jahre analoge Sat-Schüssel reaktivieren, immerhin, die meisten Kabel sollten noch tauglich sein, da sie damals perfekt verlegt worden waren, so denn keine Mäuse auf PVC-Aroma der Ummantlungen stehen, das könnte noch zu unerwarteten Konflikten mit ihnen führen. Zumindest meine 80-plus-X-jährige Mutter braucht ihr Fernsehen. Im Zuge dessen wäre ein Receiver für mich selber kein Problem, wie gesagt, auch bis bei mir liegen die Kabel, davon habe mich extra noch mal überzeugt. Also nur ein neuer LNB und ein paar Receiver.

Was mal wieder für eine Einleitung :-)

Was ich eigentlich sagen will [sic!], wieder ist eine vollständige Woche vergangen, in der ich nicht eine einzige Sekunde TV geschaut habe. Trotz beider freien Tage am Wochenende. Dennoch habe ich Filme gesehen, eine neue TV-Serie begonnen und ziemlich viel in diversen Internetkanälen geschaut (HangOuts, YouTube). News erfahre ich intensiv und ausführlicher sowieso ebenfalls per Internet als im TV, das ist klar, aber es gibt gegenwärtig auch nichts unterhaltendes oder interessantes im TV anzusehen - ja, sogar die tollen Doku-Sendungen der Zusatzkanäle der öffentlich-rechtlichen Sender habe ich zum Großteil alle längst gesehen - dort wiederholen sich sogar die von der BBC teuer eingekauften neueren Dokus mittlerweile nur noch. Ein riesiges Karussell dreht mächtig gebührenfinanziert seine Runden. Über dessen Sinn oder Unsinn lässt sich natürlich kräftig streiten, Tatsache ist hingegen, dass ich verhältnismäßig viel Geld für nichts bezahle - oder für die Bildung der Bürger über die Steuerzahlungen hinaus quasi im Rahmen des Bildungsauftrages der öffentlich-rechtlichen Sender zusätzlich mitfinanziere.

Die Zuschauerzahl der öffentlich-rechtlichen Sender schrumpft bekanntlich seit Jahren; nun frage ich: ab welcher Anzahl haben die Rundfunkgebühren faktisch nichts mehr mit der Bildung der Bevölkerung zu tun? Und: sind unsere Gebühren dann nicht lediglich als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Abertausender Beschäftigter in den Rundfunkanstalten zu betrachten? Wäre das denn unsere Aufgabe als Bürgerinnen und Bürger dieses Landes? Müssten wir als Gesellschaft für unsere Beiträge zu deren Beschäftigungsabsicherung nicht sogar staatlich finanziert oder wenigstens gefördert werden?

Ich wünsche dir jedenfalls eine sinnvolle Beschäftigung an diesem winterlichen Wochenbeginn.

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