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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Notiz aus einem fremden Land

Es ist schon etwas sehr Spezielles, in der Stunde vor Mitternacht auf dem Fahrrad über kleine Straßen und Wirtschaftswege zur Arbeit zu radeln. Diese Arbeitszeit, also Dienstbeginn um Mitternacht, hatte ich noch nie. Nun haben wir auch noch Werktag, da ist kein Mensch mehr nachts unterwegs. Gutes Wetter, kein Regen, kaum Wind, herbstlich kühl aber nicht unangenehm kalt. Und eine sternklare Nacht - insgesamt, würde ich meinen, verpasst man für gewöhnlich zu dieser Zeit draußen ein regelrechtes Naturerlebnis und sitzt stattdessen drinnen in schlecht belüfteten Wohnungen vor Massenverblödungs-Monitoren oder schläft bereits, jedenfalls erlebt man normalerweise nicht (auch ich natürlich nicht) dieses tolle nächtliche Herbstwetter, das gerade abseits der Städte auf dem Land besonders beeindruckend ist. Was denn daran so beeindruckt, fragst du? Tja, nichts Besonderes eigentlich, kein Naturschauspiel, vielleicht ist es einfach nur die Tatsache, dass man nachts nie auf Landstraßen mit dem Rad unterwegs ist und die Luft und die Atmosphäre somit als ungeheuer fremd erlebt, so sehr, dass man meinen könnte, man befände sich wahrhaftig in einem anderen Land.

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