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Freitag, 28. Oktober 2016

Gehöriges

Habe diesen Bluetooth-Empfänger zu Hause ausprobiert und bin begeistert. Er hat nun meinen Uralt-Laptop als Musik-Zentrale abgelöst. Ja, ich gestehe, nach jahrelanger Ablehnung bin ich nun zu einem wahrhaften Verfechter dieser faszinierenden Bluetooth-Technologie geworden - nicht für alles und jedes, doch zur Steuerung der Lautsprecher via Tablet (oder Smartphone, welches ich allerdings immer noch aus Überzeugung ablehne), gibt es zur Zeit wohl keine komfortablere Alternative. Jede Fernbedienung ist um Längen komplizierter und verdirbt durch ihre vielen Knöpfe nur die Lust am Musikhören.

Jetzt besitze ich schon zwei dieser seltsam anmutenden Gebilde: einen kleinen Lautsprecher für unterwegs, und zu Hause nun diese Sende-, Vermittlungs- und Empfangseinheit. Uronkel Georg wird noch modern, oha!

Gehört habe ich damit, neben der Musik, nacheinander zwei Hörbücher: "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer. Zwei wunderbare Nächte verbrachte ich so auf dem heimischen Sofa ohne TV und ohne Internet, lauschend wie in ganz alten Zeiten im Radio den Hörspielen. Es war entspannend und wunderschön unterhaltsam zugleich. Beide Hörbücher werden übrigens von Andrea Sawatzki und Christian Berkel gelesen - statt "gelesen" würde ich es gerne als überaus gelungene Schauspielkunst der beiden bezeichnen wollen, ein großes akustisches Vergnügen. Vor allen Dingen finde ich "Gut gegen Nordwind" einsame Spitze, das zweite ist ein typisches wiederholendes Nachfolgestück eines zuvor erfolgreichen Werks und leider um knapp die Hälfte in die Länge gezogen. Gekürzt besäße es die selbe Klasse des ersten, wäre aber wohl kaum vermarktbar gewesen, wie immer halt, man kennt das ja von Filmen zur Genüge. Dennoch waren es insgesamt viele beinahe wundersame Stunden gemeinsam allein mit mir und meinen Ohren.

Dir wünsche ich auch einen gehörigen Freitag, vielleicht schärfst du ja ebenso deine Sinne und dein Gehör und lauschst in deiner Freizeit wie früher mal wieder den vorgelesenen Erzählungen.

Kommentare:

  1. Klasse! - Noch jemand, der solchen Genuß zu schätzen weiß :-)

    Ich zumindest kann Dich gut verstehen. - Auch wenn ich eher kürzere Lesungen und Hörstücke bevorzuge.

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    1. Ja, ob lang oder kürzer, das liegt halt oft an der verfügbaren Zeit und den Umständen (bei einem freien Tag oder zwei innerhalb einer mehrtägigen Nachtschicht, bietet sich so etwas förmlich an), aber du hast recht, auch die kürzeren Podcasts sind genauso faszinierend - wenn sie denn gut gemacht sind. Auch diese Reportagen im Radio liebe ich ebenso, sie gibt es nur leider viel zu selten. Und weißt du noch früher, Carmen Thomas im WDR 2? Das war zwar live und vormittags, doch 3 Stunden spannende Unterhaltung, auf die man sich mitunter die ganze Woche voller Vorfreude gewartet hatte.

      Vielleicht kommt das alles wieder. Angesichts einer definitiv feststellbaren Reizüberflutung im Umgang mit den Sozialen Medien und den Smartphones ist das Kitzeln der eigenen Fantasie während des Genuss' guter Hörbücher oder Hörspiele für viele junge Menschen eine bisher unbekannte faszinierende Erfahrung. Welche junge Frau liest denn den eigenen Kindern noch vor? Das ist für Viele sicher ein ganz neues Erlebnis. Ich glaube, Hören hat nach wie vor großes Potenzial. Und eine große Zukunft. Hoffentlich. Bin zwar nicht sicher, aber doch, doch, das glaube ich schon.

      Also wünschen wir beide uns gegenseitig mal was um die Ohren sozusagen ;-)

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  2. WDR2 Carmen Thomas kenne/kannte ich leider nicht.

    Aber ich höre mir zum Beispiel gerne die Ö1 Radiogeschichten an. Um zur Ruhe zu kommen.

    D.h. ich lasse diverse Hörspiele und Lesungen tagsüber aufnehmen. Und abends betanke ich damit mein Tablett, eine nettes kleines Haustier, das allerdings nix von den Weiten der Netze weiß. ;-)

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    1. Schön! Und genau so. Es schnurrt genüsslich zufrieden.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.