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Dienstag, 25. Oktober 2016

Akkurutsche selbstgemacht

Neulich sah ich wieder eine Akkurutsche aus Holz für nur knapp 12 Akkus aber sagenhafte 30 Euro und ohne Deckel. Geht's noch? Hier meine zwei Jahre alte Version (weiter unten). Zuerst benutzte ich eine Reihe, im Laufe der Zeit dann zwei, heute vier.

Falls du nicht regelmäßig Akkus benötigst und deshalb nicht so recht verstehst, was das soll, hier mal kurz die Erklärung:

Fürs E-Dampfen benötigt man gute Akkus. Diese Lithium-Ionen-Akkus finden heutzutage meist in der Standardgröße "18650" ihre Anwendung. Es gibt auch andere Baugrößen aber, wie gesagt, das ist Standard. Die verwendeten Akkus sind die teuren aber auch äußerst empfindlichen. Bereits ein Sturz aus einem Meter Höhe kann deren Chemie zerstören. Das sieht man ihnen äußerlich aber nicht an. Gefährlich sind diese schadhaften Akkus, da sie zu einer ziemlich heißen Ausgasung führen können. Die Medien berichten dann immer von einer Explosion, das geschieht aber in E-Dampfgeräten nicht, da dort Löcher zum Druckabbau vorhanden sind. Verbrennungen aufgrund der Hitze können jedoch sehr wohl entstehen. Allerdings ist dieses Thema weniger bei E-Dampfen relevant als bei Stablampen, vornehmlich LED-Lampen der moderneren Generation. Dort in den teuren, robusten und wasserdichten LED-Profilampen für den Outdooreinsatz kann der Druck bei einer entstehenden Entgasung nicht abgebaut werden, und diese Lampen werden dann mitunter tatsächlich zu echten Rohrbomben. Die beiden robusten Enden können wie Geschosse wirken. Es sind Fälle bekannt, bei denen dieses Verhalten zu üblen Verletzungen geführt hat. Die Medien berichten aber nie über Unfälle mit LED-Lampen (zum Beispiel bei der Polizei, der Bundeswehr usw.), sondern nur bei Vorfällen mit Smartphones, Tablets oder E-Dampfen. Wie dem auch sei, alle hochwertigen Akkus sind empfindlich und sollten immer so behandelt werden, als bestünde eine Glashülle um sie herum.

Aus diesen Gründen sind Fallständer auch unangebracht (ich kenne den korrekten Namen nicht, es sind quasi hochkant gestellte Rutschen ähnlich wie ein CD-Regal). Ideal sind mit einer leichten Steigung versehene Rutschen. Die haben den Zweck, dass sich jeweils der am längsten gelagerte Akku aktuell an der Grifföffnung unten in der Rutsche befindet und der frischeste Akku von oben nachrollt. So ist gewährleistet, dass sich stets alle Akkus im identischen Zyklus ihrer Haltbarkeit befinden. Denn eine weitere Gefahr für eine Entgasung geht von der Verwendung von zwei oder mehr Akkus gleichzeitig aus, wenn dabei der Abbau deren Chemie durch ungleichen Verschleiß der Akkus stark unterschiedlich vorangeschritten ist. Auch dieser Gefahr beugt man am einfachsten durch die Verwendung einer Akkurutsche vor.

Zu diesem Thema wäre noch viel, viel mehr zu schreiben, doch das soll zur groben Erklärung genügen.

Du siehst, es ist ein komplexes Thema - vielleicht können deshalb völlig überteuerte Akkurutschen verkauft werden. Eine solche Rutsche ist aber kein technisch hochwertiges Gerät, sie muss nur ein einziges Kriterium erfüllen: sie darf nicht aus Metall sein um ggf. einem Kurzschluss vorzubeugen. Naja, und die Akkus darin sollten schonend lagern und nicht auf Stein aus einem Meter Höhe hinunterpurzeln.

Akkurutschen kann und sollte jeder selber basteln, wer bereits so etwas kauft, vielleicht mit Ausnahme schöner geschnitzter Modelle, also, ich weiß ja nicht, der kauft wohl auch seine Partnerin oder seinen Partner ;-)

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