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Sonntag, 18. September 2016

Die Platzhalterin

Man darf das nicht tun, man darf den Georg (oh, jetzt schreibt er wieder mal von sich in der 3. Person, was mag jetzt bloß kommen?) nicht in einen Raum mit dem Schleppi und dem Publisher und mit nix im Kopp alleine lassen, noch dazu auf einer temporären "Arbeitsstelle" lediglich in der Funktion eines Pappkameraden oder eines nickenden Weihnachtmanns ohne Kostüm und ohne Kinder, denen er wenigstens zu seiner eigenen Unterhaltung, wenn Mami oder Papi mal wegsehen, kräftig Angst einflößen könnte. In eben dieser Situation fand ich in einem Online-Discounter für nur ein paar Cent als Lockwerbeangebot sozusagen eine De-Domain für ein Jahr. Also geschenkt quasi. Und wenn du, wie er, der Georg, also ich und gewissermaßen neben mir stehend, dann einen netten Begriff findest, zu dem es tatsächlich keine De-Domain gibt, was ja heute echten Seltenheitswert besitzt, da die sogenannten Domaingrabber maschinell sämtliche Wörter des Dudens bereits rauf und runter verdomainisiert haben, also wenn du dieses jungfräuliche Wort als Domain nun ergattert hast, vielleicht in der vagen Hoffnung, es später einmal für Millionen Euro verkaufen zu können (wie "Sex.de" oder so) aber im Grunde ansonsten überhaupt nicht weißt, was damit anzustellen wäre - ja, dann kommt so etwas dabei heraus ;-)

Eine universal für alles mögliche einsetzbare Platzhalterin.

So lange es keine eindeutige Zukunft für dieses nette aber bestimmte Fräulein gibt, kann ich jetzt immer sagen, zurufen oder schreiben, wenn sich jemand mit mir in Verbindung setzen möchte: "Melde dich bei der Platzhalterin". Dann fragt mein Gegenüber vielleicht: "Wie? Bei wem? Bei welcher Platzhalterin soll ich mich denn melden?" Und ich sage nur kurz: "Platzhalterin De Eh". Eine zugerufene Mailadresse vergisst man, die Platzhalterin aber nicht. Hat doch was, nicht wahr.

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